Kunze-Team chancenlos

HSG Verden-Aller kassiert eine Lehrstunde – 23:48 gegen den THW Kiel

Auch seine neun Tore konnten die deutliche Pleite nicht verhindern: Verden-Allers Louis Beyer (rechts).
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Auch seine neun Tore konnten die deutliche Pleite nicht verhindern: Verden-Allers Louis Beyer (rechts).

Verden – Erst in den letzten sechs Minuten des Spiels in der Handball-Bundesliga gegen den THW Kiel wehrte sich die von Sascha Kunze trainierte männliche A-Jugend der HSG Verden-Aller. Der abschließende 4:2-Lauf schönte aber lediglich etwas die heftige 23:48 (9:22)-Heimpleite gegen einen übermächtigen THW.

„Wir müssen die deutliche Niederlage schnell aus den Köpfen kriegen. Denn am nächsten Wochenende wollen wir gegen Ahlen ein geiles Spiel auf die Platte bringen und dann im siebten Anlauf endlich unsere ersten Punkte in der Bundesliga einfahren“, erklärte Kunze und spendierte den zahlreichen Zuschauern ein großes Lob für die tolle Stimmung auf den Rängen.

Allerdings ließen die Kieler von Beginn an keine Zweifel am späteren Sieger aufkommen. „Wir respektieren jeden Gegner. Aber natürlich waren wir der klare Favorit“, so Kiels Trainer Andre Lohrbach, der sicher noch den 38:23-Erfolg aus der Vorrunde im Hinterkopf hatte. Das klare Ziel des THW ist der Einzug in die Meisterrunde, wie Lohrbach deutlich machte.

Gleich zu Beginn sorgten die Gäste in der Aller-Weser-Halle für klare Verhältnisse. Vor 300 Zuschauern zog Sascha Kunze bereits nach fünf Minuten beim 0:4 die Auszeitkarte. Kevin Bröcker gelang zwar nach 7 Minuten und einer Sekunde das 1:7, doch das schien die Gäste um den zehnfachen Torschützen Henri Pabst noch anzustacheln. Den letzten Verdener Treffer in der ersten Hälfte markierte Tom Lasse Blatt zum 9:19 (28.). Am treffsichersten beim Verlierer trat indes Linkshänder Louis Beyer in Erscheinung, der den Gästen neun Buden einschenkte.

In Abschnitt zwei änderte sich nichts an der THW-Dominanz. Verdens Lasse Metzing und Niklas Nowak gelang ein Doppelschlag zum 16:37. Das nötigte Kiels Lohrbach zu einer Auszeit. Seine Jungs hatten augenscheinlich gut zugehört und ließen einen 8:1-Lauf binnen sechs Minuten folgen – 17:45 (53.). „Wir müssen die positiven Sachen mitnehmen, denn wir können uns wehren. Am besten schon gegen Ahlen“, macht Kunze seinen Schützlingen für das nächste Match Mut. In einer Kategorie hieß es allerdings Unentschieden, wie Verdens Physiotherapeut Jan-Eike Nienstädt, der für beide Seiten im Einsatz war, bestätigte. „Beide Teams haben zweimal meine Behandlung in Anspruch genommen“, schmunzelte der Morsumer auf Nachfrage.

Von Björn Lakemann

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