1:1 reicht TSV Bassen nicht gegen TSV Wallhöfen, der nun um den Aufstieg kämpfen darf

Holsten-Elf verpasst Relegation – und feiert

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Auch Jörn Kaib ließ im ersten Abschnitt eine gute Einschussmöglichkeit ungenutzt. ·

Bassen - Von Frank von StadenVöllig ausgelassen tanzten die Bezirksliga-Spieler des TSV Wallhöfen am Sonnabendabend auf der Sportanlage des TSV Bassen, sangen immer wieder: „Vizemeister, Vizemeister“.

Wie begossene Pudel schauten da die Gastgeber nur zu, wollten sie doch eigentlich Siegestänze aufführen und den Relegationsplatz zwei feiern. Daraus aber wurde nichts. Zwar hatten die Grün-Roten diesen Tabellenplatz nach einem verwandelten Strafstoß von Mark Moffat in der 74. Minute kurz inne, am Ende aber ließ Daniel Rhodin ebenfalls per Foulelfer (79.) und dem 1:1 (0:0)-Endstand alle Bassener Träume wie eine Seifenblase zerplatzen.

Den Knackpunkt sah Bassens Coach Marko Holsten kurz vor dem Ausgleichstreffer, als der ungemein quirlige Innenverteidiger Mark Moffat in einem Luftkampf den Ellbogen seines Gegners ins Gesicht bekam und gegen Rouven Blanke ausgewechselt werden musste. „Mit Mark wäre Wallhöfen zu keiner Chance mehr gekommen, hätte es gar nicht erst diese Elfmetersituation gegeben“, haderte da der Übungsleiter. Denn nur Sekunden nach seiner Einwechslung holte Blanke Johann Boger im 16er von den Beinen, erneut zeigte der Unparteiische Felix Brandecker (Buchholz) auf den Punkt, nachdem er fünf Minuten zuvor schon ein Trikotziehen von Steffen Kaluza bei Denis Schymiczek im Wallhöfer Strafraum als strafstoßwürdig empfunden hatte. Danach warfen die Platzherren alles nach vorn, stellten hinten auf Dreierkette um und griffen mit vier Stürmern an. Doch am Ende brachte das nichts mehr ein.

So müssen sich die Bassener einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, vor allem im ersten Abschnitt zu schlampig mit ihren Einschussmöglichkeiten umgegangen zu sein. Ob Heiko Budelmann (6.), Kai Wessel (10.), Jörn Kaib (24.), Mark Moffat per Freistoß (29.) oder Mirko Lüders nach Eckstoß (38.): Keiner von ihnen wusste das Runde ins Eckige zu befördern. Im Gegenteil. Durch dieses fahrlässige Auslassen guter Chancen küssten die Hausherren den zuvor unsortiert agierenden Gast wach, der in der Folge immer stärker wurde und so dafür sorgte, dass es ein gutklassiges, in einigen Phasen sogar erstklassiges Bezirksliga-Match wurde, das ein enorm hohes Tempo an den Tag legte. Und dieses forderte letztlich auch seinen Tribut bei den Grün-Roten in der spannenden Schlussphase.

Dennoch ließen die Bassener nur kurz die Köpfe hängen. Und am Abend wurde dann mit den Fans bis tief in die Nacht ausgelassen Platz drei gefeiert.

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