„Kann man theoretisch erreichen“ / VRV-Talent will erst mal in U23 Fuß fassen

Hoffmann – Olympia im Hinterkopf

Power in Portugal: Charlotte Hoffmann aus Verden stählte sich gerade im dortigen Trainingslager. Foto: Matthias Zink

Verden - Von Björn Lakemann. Charlotte Hoffmann träumt vom ganz großen Wurf. Die 18-Jährige aus dem Verdener Ruderverein, die derzeit im Bundesstützpunkt Hannover fleißig trainiert, macht sich leise Hoffnungen auf das sportliche Event schlechthin: „Theoretisch kann man die olympischen Spiele erreichen. Doch da ich gerade im ersten Jahr in der U23 bin, versuche ich zunächst einmal, überhaupt den Anschluss in der neuen Altersklasse zu finden.“ Gedanken etwa an Paris 2024 schwirren zwar nur leicht im Hinterkopf herum – verboten sind sie aber keinesfalls.

Seit Sommer 2018 hält sich das Rudertalent in der Landeshauptstadt auf, um unter der Leitung von Trainer Jannick Möller an der sportlichen Karriere zu feilen. „Allerdings versuche ich regelmäßig in meiner Heimatstadt zu sein“, bekennt Hoffmann, die als ihre Pluspunkte Willenstärke und die Fähigkeit nicht aufzugeben bezeichnet.

Einen besonderen Motivationsschub erfuhr die Athletin gerade erst am vergangenen Sonnabend, als sie bei der von dieser Zeitung veranstalteten Sport & Schau zur Sportlerin des Jahres im Landkreis Verden gekürt wurde. „Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Bei meiner Nominierung bei der letzten Wahl hatte ich es nicht mal aufs Treppchen geschafft“, drückt die Hochdekorierte ihren Stolz aus.

Als Norddeutschlands größte Sportgala über die Bühne ging, saß die Schülerin gerade im Flugzeug auf der Rückkehr aus dem Trainingslager im portugiesischen Vila Nova des Milfontes. Bruder Andre vertrat die Geehrte in der Niedersachsenhalle – „Charlie“ ließ es sich aber nicht nehmen, den 8 000 Zuschauern eine Videobotschaft zu schicken, die sehr gut ankam. Die Ruderin auf Nachfrage dieser Zeitung: „Die Anerkennung motiviert mich definitiv, da wir hier schon einen sehr großen Trainingsaufwand leisten.“

Beispiel gefällig? In dieser Woche stand am Dienstag das Lauf- und Krafttraining an, am Mittwoch wurde gerudert und auf dem Ergometer gearbeitet. Am Donnerstag steht Krafttraining auf dem Programm und Freitag wird die Kernsportart trainiert sowie der Ruderergometer genutzt. Auf dem fehlen der Verdenerin über die 2000 Meter noch vier Sekunden bis zur Norm. Am Sonnabend wird ein Ergotest absolviert und am Sonntag steht wieder Rudern im Fokus. So sieht der sportliche Alltag von Charlotte Hoffmann aus, die Klasse zwölf des Gymnasiums besucht und im nächsten Jahr ihr Abitur baut.

Unter der Woche wird auf dem Zweigkanal in Hannover-Linden schon im Hinblick auf das nächste Highlight trainiert – die U23-Weltmeisterschaft im slowenischen Bled vom 16. bis 23. August. Die Qualifikation dafür steht im Frühjahr an, zuvor gibt es noch diverse Leistungsüberprüfungen. Zur Weltmeisterschaft im ersten von vier Jahren in der U23 – das klingt für die Verdenerin wie eine Utopie. Doch man weiß ja nie.

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