Reitsportler haben Valencia problemlos verlassen

Morsumer Meyer zurück aus der Herpes-Hölle

Ein Bild aus besseren Tagen, v.l.: Tim Uwe Hoffmann, Alexa Stais, Sarah Breuer, Hilmar Meyer und Julia Plate.
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Ein Bild aus besseren Tagen, v.l.: Tim Uwe Hoffmann, Alexa Stais, Sarah Breuer, Hilmar Meyer und Julia Plate.

Die deutschen Reiter haben die Herpes-Hölle Valencia verlassen. Unter ihnen auch der Morsumer Hilmar Meyer und sein Team, die nun wieder auf dem heimischen Hof in Morsum weilen.

Morsum – Nach dem Ausbruch des hochgradig ansteckenden Herpesvirus auf einer Turnierserie in Valencia, konnte Hilmar Meyer am vergangenen Dienstagabend mit 14 seiner Schützlinge die Heimreise aus Spanien antreten. Nach einem kurzen Zwischenstopp im französischen Lyon erreichten die Pferde am Donnerstagabend den Quarantänestall in Jerusalem, den Hilmar Meyer erst kürzlich gepachtet hatte.

21 Tage müssen die Pferde dort nun symptomfrei bleiben, bis die Quarantäne beendet ist und sie in den Hauptstall zurückkehren dürfen. Um jeglichem Risiko entgegenzuwirken, wird regelmäßig bei jedem Pferd die Temperatur überprüft. Fieber und erhöhte Temperatur gelten als erste Anzeichen der neuen Herpesmutation, die seit dem Ausbruch etwa 14 Pferden aus Deutschland das Leben gekostet hat. Das tückische am neuen EHV-1 ist, dass das Virus das Nervensystem der Tiere angreift und neurologische Schäden verursachen kann. Noch ist unklar, inwiefern Langzeitschäden nach einer Erkrankung auftreten können. Der Morsumer Hilmar Meyer hat nun alle seine Pferde gegen das Herpesvirus impfen lassen. Doch auch diese Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz, kann aber einen schweren Verlauf der Krankheit verhindern.

Nach acht Wochen Valencia zurück

„Wir sind heilfroh, nach einem achtwöchigen Aufenthalt in Valencia voller Ungewissheit nach Hause zurückkehren zu können. Ich habe so etwas noch nie erlebt und werde die Geschehnisse vor Ort auch nicht so schnell wieder vergessen“, berichtet Hilmar Meyer gegenüber unserer Zeitung kurz nach seiner Rückkehr.

Die Pferde von Hilmar Meyer können glücklicherweise in dem separaten Stall in Jerusalem untergebracht werden. Diese Tiere werden zudem von Personal betreut, das derzeit keinen Kontakt zu den anderen Pferden des Ausbilders hat. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ist eine strikte Trennung der Pferdebestände nämlich essentiell. Andere Spanien-Rückkehrer waren gezwungen, extra Stallzelte zu Quarantänezwecken aufzustellen. Mittlerweile befinden sich bis zu 4000 Pferde in Quarantäne, denn kürzlich traten auch positive Herpesfälle auf der Global Champions Tour in Doha auf.

Ein Pferd in Spanien zurückgelassen

Eines der von Meyer betreuten Pferde musste allerdings noch in Spanien bleiben, um dort in der Tierklinik weiter behandelt zu werden. Mittlerweile hat sich sein Gesundheitszustand stabilisiert. So wird auch dieser Vierbeiner bald nach Hause zurückkehren können.

Von Kira Kaschek

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