Kreuzbandriss beim Etelser bestätigt

Heusmann: Zuversicht trotz Schock

Eine lange Zeit nicht im blauen Trikot: Etelsens Christian Heusmann fällt mit Kreuzbandriss bis mindestens Mai nächsten Jahres aus.
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Eine lange Zeit nicht im blauen Trikot: Etelsens Christian Heusmann fällt mit Kreuzbandriss bis mindestens Mai nächsten Jahres aus.

Etelsen – Mit der endgültigen Diagnose hatte er schon gerechnet – schließlich wusste Christian Heusmann, wie sich ein Kreuzbandriss anfühlt. „Im Mai 2018 hatte ich mir im Punktspiel gegen Treubund Lüneburg das Kreuzband im rechten Knie gerissen. Daher habe ich diesmal sofort gespürt, dass es wieder diese Verletzung ist“, erklärte der Mittelfeldmann des TSV Etelsen am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung.

Was anders war als vor mehr als zwei Jahren: Jetzt hat es den 26-Jährigen am linken Knie erwischt. „Ich bin weggebrochen, mir war die Situation gleich klar. Und trotzdem ist es natürlich wieder ein Schock“, beschrieb Heusmann die Szene aus dem Test in Hemelingen, den die Schlossparkkicker am vergangenen Sonnabend 7:1 gewonnen hatten (wir berichteten). Anhand der MRT-Bilder bei Dr. Kanngießer in Bremen hat sich die erste Diagnose bestätigt, am Freitag folgt das Nachgespräch mit dem schriftlichen Befund.

Auch einen OP-Termin hat sich der Groß- und Einzelhandelskaufmann im Außendienst schon vorsorglich reservieren lassen – am 20. August legt er sich bei Dr. Kanngießer auf den Tisch, in der gleichen Praxis schließt sich die Nachbehandlung bei Dr. Milde an. „Das läuft sehr professionell ab, dort bin ich genauso in den besten Händen wie bei Jens Uhlhorn in Huchting, der danach die Physiotherapie macht“, hat Heusmann vollstes Vertrauen in die gewohnten Spezialisten.

„Hoffe, dass nicht noch weitere Bänder oder der Meniskus beschädigt sind“

Und dennoch gibt es eine Ungewissheit beim blau-weißen Kicker: „Ich hoffe, dass nicht noch weitere Bänder oder der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Sollte es beim Kreuzbandriss bleiben, peile ich die Rückkehr auf den Platz neun Monate nach dem Eingriff an.“ So war es auch im Anschluss an den Unfall 2018 – Heusmann hat sich ausgerechnet, im günstigsten Fall im Mai 2021 wieder auf dem Platz stehen zu können: „Alles andere wäre unvernünftig. Und wir müssen dann ja auch erst noch sehen, wie es angesichts aller Unwägbarkeiten wegen der Corona-Pandemie dann mit der Saison verlaufen ist, wie viele Spiele noch anstehen und ob ich der Mannschaft schon weiterhelfen kann.“

Ebenfalls unklar bleibe, ob es nun ein Vorteil ist, dass es sich um das andere Knie handelt: „Oder wäre es vielleicht besser gewesen, wenn dieselbe Seite betroffen gewesen wäre? Das wird sich natürlich erst noch zeigen müssen.“ Insgesamt gibt sich der Etelser positiv und sendete mit seiner Anwesenheit beim Test gegen Borgfeld das entsprechende Signal. „Wenn es nach nur ein paar Tagen auch traurig war, dort nur zuschauen zu können. Aber Trainer Nils Goerdel war freudig überrascht, als er mich gesehen hat.“

Coach Goerdel glaubt an seinen Taktgeber

Der schnelle und weitere Kontakt zu den Teamkameraden dient allemal der Psyche, denn ebenso wie Freundin und Familie könne die Mannschaft helfen, „wenn ich mal in ein Loch fallen sollte. Denn das wird bestimmt kommen, wenn man als Fußballer eine so lange Zeit nicht mitmischen darf.“ Seinen ersten Kreuzbandriss im Hinterkopf will der Mittelfeld-Allrounder, der meist zentral den Sechser oder Achter gibt, jedoch auf alle Fälle auch diesmal mit einer positiven Einstellung zur Genesung beitragen.

Daran glaubt jedenfalls Nils Goerdel: „Christian ist ein guter Typ, ein Kämpfer. Ich schätze ihn so ein, dass er zurückkommt.“ Wobei Heusmann für seinen Trainer einen herben Verlust darstelle: „Ein kompletter Spieler, für den es mir persönlich sehr leidtut. Fußballerisch top, defensiv stark. Einfach unser Taktgeber im Mittelfeld, wo er verschiedene Positionen drauf hat. Auf seine Art und Weise nicht eins zu eins zu ersetzen.“ Möglich sei das am ehesten auf der Sechs, weil der Landesliga-Neuling den Verlust dort mit vielen Spielern auffangen könne.

Von Ulf Von Der Eltz

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