FEI sagt wegen Herpesvirus internationale Turniere bis zum 11. April ab

Reiter müssen sich gedulden

Diese Kombination wird es nicht mehr geben: Tim-Uwe Hoffmann auf Casta Lee FRH. Archiv
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Diese Kombination wird es nicht mehr geben: Tim-Uwe Hoffmann auf Casta Lee FRH. Archiv

Während der Weltreiterverband FEI nach dem Ausbruch des Herpesvirus alle internationalen Turniere bis zum 11. April abgesagt hat, unterbricht der Galopprennsport seine Saison nicht.

  • Weltcup-Finals im Spring- und Dressureiten Ende März fallen aus
  • Dachverband Deutscher Galopp erlässt Impfpflicht
  • Herpesvirus überschattet auch Grasbahnsaison in Krefeld

Bislang fielen zwölf Pferde der aggressiven neuartigen Variante zum Opfer. Darunter auch zwei Pferde des Nachwuchsreiters Tim Uwe Hoffmann, der von Hilmar Meyer aus Morsum trainiert wird und der mit einigen seiner Schützlinge in Valencia am Start war. Der Galopprennsport hingegen hat bislang die Durchführung der Zucht- und Leistungsprüfungen nicht unterbrochen. Der Dachverband Deutscher Galopp begründet diese Entscheidung vor allem mit der separaten Haltung von Renn- und Turnierpferden.

Ein Bild aus besseren Tagen: Hilmar Meyer (l.) und Tim Uwe Hoffmann.

„Die Mehrzahl der Vollblutpferde in Deutschland ist bereits gegen das Herpesvirus geimpft. Dies ist für die Zuchtbetriebe ja seit vielen Jahren Pflicht, zudem besteht in Frankreich eine Impfpflicht. Eine Aussetzung der Rennen in Deutschland ist deshalb nicht geboten“, klärt Präsident Dr. Michael Vesper in einer Stellungnahme die Entscheidung des Verbandes auf.

Die Mehrzahl der Vollblutpferde in Deutschland ist bereits gegen das Herpesvirus geimpft. Dies ist für die Zuchtbetriebe ja seit vielen Jahren Pflicht, zudem besteht in Frankreich eine Impfpflicht. Eine Aussetzung der Rennen in Deutschland ist deshalb nicht geboten.

Dr. Michael Vesper, Präsident Dachverband Deutscher Galopp

Dennoch hat man seitens Deutscher Galopp nun eine Impfpflicht gegen das Herpesvirus erlassen. Ungeimpfte Pferde sind seit dem 5. März damit vom Rennbetrieb ausgeschlossen. Umgesetzt wurde diese Verordnung bereits mit dem Renntag am darauffolgenden 7. März in Dortmund. Durch den Erlass konnten viele Trainer die Engagements ihrer Pferde nicht aufrechterhalten. Für den Renntag am 7. März mussten daher 18 Pferde gestrichen werden. Auch am vergangenen Sonntag liefen nur 39 Starter in den sechs ausgeschriebenen Rennen. Der Ausbruch des Herpesvirus überschattet damit nun auch den Start der Grasbahnsaison am kommenden Wochenende in Krefeld, der aufgrund des Coronavirus ohnehin schon ohne Zuschauer stattfinden muss. „Schon seit mehreren Jahren werden meine Pferde gegen das Herpesvirus geimpft und der Impfstatus regelmäßig überprüft. Das ist für uns wichtig, um auch im Ausland starten zu können“, berichtet der Achimer Trainer Pavel Vovcenko.

Ungeimpfte Pferde seit dem 3. März vom Rennbetrieb ausgeschlossen

Vovcenko hat für den ersten Renntag, der auf der Grasbahn in Krefeld ausgetragen wird, allerdings stand heute noch keine Pferde genannt. Für ihn startet die „Grüne Saison“ voraussichtlich erst eine Woche später in Düsseldorf. Trainerin Elfi Schnakenberg hingegen könnte gleich mit zwei Pferden nach Krefeld reisen. Eine Nennung erhielten Oriental Princess und Lottaria, die in diesem Jahr bereits ein Rennen gewinnen konnte.

Von Kira Kaschek

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