Herkulesaufgabe für Youngster Justin Perschon

Unter anderem mit diesen Neuzugängen soll der Klassenerhalt erneut geschafft werden, hinten von links: Trainer Justin Perschon, Matti Krause, Eugen Hardt, Malte Postler, Trainer Andreas Müller Vorne: Tofik Osman, Denny Perschon, Cem Din. Foto: Verein

Verden - Von Jens Dreyer. Nachdem vor der vergangenen Saison die wenigsten Betrachter den A-Junioren (U19) vom JFV Verden/Brunsbrock den Klassenerhalt in der Fußball-Niedersachsenliga zugetraut hatten, war der Jubel am Ende umso größer. Hauchzart verhinderte Trainer Antonino Sansone, der den Verein in Richtung Hannover 96 verlassen hat, aufgrund der Konstellation in den oberen Klassen den Abstieg. Damit geht der noch junge JFV in seine zweite Saison in Niedersachsens Belletage.

Und das wird auch in diesem Jahr zu einer Herkulesaufgabe. Denn in und um die Mannschaft ist so ziemlich alles neu. Da ist zunächst mit Justin Perschon ein neuer Trainer, der mit 20 Jahren nicht nur sehr jung, sondern in der Liga auch unerfahren ist. Der Auszubildende zum Speditionskaufmann kommt vom JFV Rotenburg und hat dort zwei Jahre die U17 und U18 in der Bezirksliga gecoacht und wagt jetzt den Sprung nach oben. Ihm zur Seite steht mit Andreas Müller jedoch ein bekanntes Gesicht, denn „Toto“ ist nicht nur ein Brunsbrocker Urgestein, sondern auch seit vielen Jahren Jugendtrainer im JFV. Dort hat er zuletzt die U18 trainiert und kennt somit viele der elf Akteure, die nun in die U19 hochgezogen wurden. Müller war es auch, der Perschon an die Kohlenförde lockte und sehr uneigennützig aus vielerlei Gründen in die Rolle des Co-Trainers rückte. „Justin hat großes Talent für den Trainerjob. Daher habe ich großes Vertrauen in ihn. Außerdem funken wir auf einer Wellenlänge“, zeigt sich der 52-jährige Müller gewohnt zurückhaltend. „Ich schätze es sehr, dass Andreas mir den Vortritt lässt und das er mich in allen Belangen unterstützt“, zeigte sich der ehrgeizige Perschon dankbar für die sich ihm bietende Chance.

Doch nicht nur das Trainergespann ist gänzlich neu, sondern auch die Mannschaft, in der mit Mattes Thölke, Torwart Ole Brüns und Juri Hestermann nur drei Akteure aus der vergangenen Saison übrig geblieben sind. Der Rest des Kaders setzt sich aus elf ehemaligen U18-Spielern des JFV und gleich zehn Neuzugängen aus anderen Vereinen zusammen. Fünf davon brachte der neue Trainer aus Rotenburg mit. Darunter unter anderem auch sein Bruder Denny Perschon. Aus dem eigenen Kreis hingegen kamen mit Thorben Rodel von der JSG Achim/Uesen und Luk Levecke vom JFV Aller/Weser lediglich zwei Akteure. Neben den drei „gebliebenen Spielern“ nennt das Trainergespann dann noch Luca Bormann und Cem Hüsnü Din als Pfeiler und Stützen des Teams. „Die Saison wird für uns hart werden, denn die Liga ist äußerst stark und viele unserer Jungs haben auf dem Level noch nicht gespielt“, wissen die Übungsleiter um die Schwere der Aufgabe.

Über den Teamgeist und die Leidenschaft wollen sie kommen, die Jungs an der Aufgabe reifen lassen und ihnen vermitteln, dass auch Lehrgeld gezahlt werden wird. Vielleicht hilft es da, dass die Spiele des JFV in dieser Saison in Brunsbrock an der Kohlenförde und nicht am Hubertushain in Verden ausgetragen werden, denn das Gros der Truppe kennt die Gegebenheiten dort besser als in Verden.

Schafft es das Trainerduo schnellstmöglich aus den vielen Neuen eine Mannschaft zu formen, die auch in der Lage ist Rückschläge wegzustecken und die Leidenschaft nicht verliert, könnte der angepeilte Klassenerhalt möglich sein. Vielleicht hilft am Ende ja auch wieder Fortuna, indem die Zahl der Absteiger durch Resultate in den oberen Liga dem JFV zur Seite steht.

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