Henri Gerber – der „Zauber“ öffnet Tür nach Las Vegas

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Gegen die Uhr: Henri Gerber dreht den Würfel so schnell wie möglich – im Speedcubing peilt der Morsumer die WM in Las Vagas an.

Morsum - Generationen sind schon an ihm verzweifelt oder haben ihn vor Wut in die Ecke geworfen – Henri Gerber ist seiner Magie jedoch verfallen und peilt mit ihm sogar die Weltmeisterschaft 2015 in Las Vegas an.

Der 13-jährige Morsumer sorgt mit dem Zauberwürfel für Furore, als bisherigen Höhepunkt erreichte er bei den German Open im Speedcubing in Gütersloh den dritten Platz.

Speedcubing mag manchem noch kein Begriff sein oder ziemlich kompliziert klingen. Dabei sagt der Name schon alles aus. Es geht bei dieser Sportart darum, den nach seinem Erfinder Ernö Rubik benannten Würfel so schnell wie möglich wieder in seine Ausgangsposition zu bringen. Der Achtklässler am Verdener Domgymnasium, bisher als Mitglied der Turnmannschaft vom MTV Langwedel in Erscheinung getreten, hat dabei eine sagenhafte persönliche Bestzeit auf dem Konto – 9,83 Sekunden im klassischen 3x3.

Nachdem Henri in seiner Premiere bei den Hamburg Open schon erste Ranglistenpunkte gesammelt hatte, wurde er bei den German Open in Gütersloh, dem „Wimbledon der Speedcuber“, im Megaminx ebenfalls Dritter. Aktuell belegt der Schüler in dieser Disziplin mit dem zwölfeckigen Würfel Platz 15 der ewigen deutschen Rangliste und ist Dritter der Jahresbestenliste. Auch in den klassischen Disziplinen 3x3 und 4x4 sowie dem 6x6 hat sich der Morsumer in der nationalen Spitze etabliert und kam in den Finalrunden immer in die Top-Ten. Auf dem Weg zur WM, die alle zwei Jahre in Las Vegas steigt, sind weitere Turniere in Deutschland geplant.

Die German Open werden wie auch die anderen Meisterschaften fast ausschließlich über das Internet organisiert. „Sie müssen allerdings der World Cube Association gemeldet werden, die über die Einhaltung der Regeln und die ordnungsgemäße Durchführung des Wettkampfes wacht“, erklärt Henri das Prozedere. Der Wettbewerb umfasst verschiedenen Disziplinen (Cube-Größe, Form, Aufschreiben der Spielzüge, Blind) und findet an sechs Tischen statt. Nur beim Finale, das mit dem originalen Rubiks Cube ausgetragen wurde, standen lediglich zwei Tische auf dem Podium. Ein spezielles Equipment hält die benötigte Zeit in Sekundenbruchteilen fest, so dass ein genauer Vergleich möglich ist.

Vor dem entscheidenden Wettbewerb wird der Cube noch mit Silikonöl behandelt, so dass der Reibungsverlust so gering wie möglich ausfällt – kein Doping, das entsprechende Schmieröl gehört in jeden Profikoffer. Die Aktiven haben mehrere Versuche, deren Zeit am Ende zusammengezählt wird. Der Durchschnitt bildet das Endresultat. · vde

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