Trainer des TSV Ottersberg II lässt kein gutes Haar an den Unparteiischen

Hennings wittert Verrat nach 0:2 gegen Osterholz

Gleich zwei große Chancen besaß gestern Ottersbergs Artur Janot (am Ball), konnte aber gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck keine nutzen. Eyüp Ercan (rechts daneben) sah indes Gelb-Rot. - Foto: von Staden

OTTERSBERG - Der TSV Ottersberg II hält in der Fußball-Bezirksliga die Rote Laterne weiter fest in der Hand. So gelang dem Team von Coach Stefan Hennings am Sonntag nicht der erhoffte Befreiungsschlag im Heimspiel gegen den ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebenden VSK Osterholz-Scharmbeck, hieß es am Ende trotz einiger bester Einschussmöglichkeiten 0:2 (0:1).

„Egal, das war es noch längst nicht für uns. Wir werden noch den ein oder anderen vor uns einfangen. Doch nur, wenn wir nicht wieder gegen 14 Mann spielen müssen! Da kann man seine Mannschaft einstellen, wie man will. Wenn die Schiris so pfeifen, dann kann man einfach nichts ausrichten“, ließ Hennigs nach dem Abpfiff seinem Unmut freien Lauf und witterte in diesem Spiel Verrat. So wurde nicht nur seinem Bruder Christian kurz vor dem Wechsel ein Treffer aberkannt, sondern auch Mark Schlichting, der nach einem Freistoß den VSK-Keeper behindert haben soll (75.). „Und als Krönung bekommen wir auch noch Mitte der zweiten Halbzeit eine Gelb-Rote Karte, nachdem Eyüp Ercan im Osterholzer 16er eine Schwalbe produziert haben soll. Einfach lachhaft! Das war ein glasklarer Strafstoß – und dann nimmt die Begegnung eine ganz andere Wendung“, motzte Hennings.

Zu diesem Zeitpunkt stand es dabei 1:0 für die Gäste. Und das sicherlich nicht unverdient. Denn vor allem im ersten Abschnitt ließen Dennis Knecht, Sören Fehrmann als auch Marius Bosse klarste Chancen aus, präsentierte sich der Landesliga-Absteiger im kreieren von Torchancen einfach ideenreicher. Doch entweder wurde knapp verzogen oder Keeper Felix Mindermann bekam noch ein Körperteil dazwischen. So musste dann quasi mit dem Pausenpfiff ein Sonntagsschuss von Felix Gartelmann (45.) herhalten, um die Gästeführung zu besorgen.

Auch nach dem Wechsel zeigte das Team von Manuel Weinrich das etwas konstruktivere Spiel, ohne aber in irgend einer Form zu glänzen. Ottersberg versuchte die Ordnung nicht zu verlieren, vergaß aber dabei doch zu oft das Angriffsspiel zu beleben. So waren es schließlich dann die Osterholzer, die noch einmal jubeln durften. Erneut war dabei Gartelmann zur Stelle (87.).J vst

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