Henning Breves wehrt sich gegen Vorwürfe

„Ich lasse mich nicht in eine Ecke drängen“

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H. Breves

Verden - Nach der 1:2-Niederlage im Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Verden 04 kochten auf Seiten des 1. FC Rot-Weiß Achim die Emotionen hoch. Neben dem Schiedsrichter stand dabei vor allen Dingen Henning Breves im Zentrum der Kritik. Dabei kam es zu Vorwürfen, die der 2. Vorsitzende des FC Verden so definitiv nicht stehen lassen wollte.

Herr Breves, die Achimer haben Ihnen eine Mitschuld an den Tumulten zum Ende der Partie gegeben. Was sagen Sie dazu?

Breves: Da sind Dinge gesagt worden, die nicht der Wahrheit entsprechen. Angefangen damit, dass ich bereits im Pokalspiel von Außen provoziert haben soll. Das ist definitiv falsch, da ich gar nicht vor Ort war, sondern mich nachweislich in Berlin befunden habe.

Aber Sie können nicht von der Hand weisen, dass auch Sie im Derby lautstark zu hören waren?

Breves: Nein, dass will ich auch nicht. Doch ich habe nicht provoziert, sondern habe lediglich von außen darauf hingewiesen, dass hinsichtlich der Gesundheit der Spieler seitens des Schiedsrichters anders durchgegriffen werden müsste. Und das übrigens auf beiden Seiten. Wo ist da die Provokation? Ganz entschieden wehre ich mich indes gegen die Vorwürfe des Achimers Trainers, der mich mit seiner Aussage in eine bestimmte Ecke drängen will.

Was genau meinen Sie damit?

Breves: Mit seiner Aussage wirft er mir Ausländerfeindlichkeit vor. Und in diese Ecke lasse ich mich nicht stellen. Wer mein privates Umfeld kennt, weiß, dass ich zu vielen Ausländern ein gutes Verhältnis habe. Schließlich habe ich nicht nur Jugendteams trainiert, in denen sie 40 bis 50 Prozent des Kaders ausgemacht haben, sondern haben wir unter anderem mit Ziad Leilo sogar einen ausländischen Trainer. Zudem bin ich ja selber mit einer Ausländerin verheiratet.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum es gerade in den Duellen dieser beiden Teams so hoch her geht?

Breves: Nein. Im aktuellen Fall gab es sicher viele strittige Entscheidungen. Daher kann ich den Achimer Ärger nach dem nicht gegebenen Elfmeter auch nachvollziehen. Aber dann muss Faruk Senci auch so fair sein, und eingestehen, dass vorher Patrick Zimmermann ebenfalls elfmeterreif von den Beinen geholt wurde. Hinzu kam, dass der eine oder andere RW-Spieler sicher etwas übermotiviert war. Dabei denke ich in erster Linie an Ahmet Kaldirici, den ich selber in der A-Jugend noch trainiert habe. Damals gab es zwischen uns keine Probleme. Von daher war ich von seinem Auftreten schon etwas erstaunt, da ich so etwas von ihm nicht kannte.

kc

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