Henning Böhlkes Anfänge liegen auf dem Rücken eines Kutschpferdes

„Es gab viele gute Reiter, von denen ich lernen konnte“

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Der Wulmstorfer Henning Böhlke ist im Ablaufteam des VER-Dinale längst zu einer unverzichtbaren Größe geworden.

Verden - Von Jürgen Honebein. Als Amateurrennreiter gehörte der Wulmstorfer Henning Böhlke bis Ende 1990 zu den erfolgreichsten seiner Zunft in Deutschland. Seit einigen Jahren ist er dank des ehemaligen langjährigen Vorstandsmitglieds Rainer Wolters auch im Verdener Rennverein als Beiratsmitglied im erweiterten Vorstand aktiv. Bei der VER-Dinale ist der 50-Jährige ganz eng im Ablaufteam eingebunden und dort so gut wie unverzichtbar.

Henning Böhlke ist seit 1997 verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Beide sind ebenfalls sportlich geprägt. Während die 15-jährige Sina für den RV Mittelweser Dressurprüfungen bis Kl. L reitet, ist die 13-jährige Svea eine talentierte Handballspielerin.

Henning Böhlke ist über sein Elternhaus zum Pferdesport gekommen. „Wir hatten zu Hause ein Kutschpferd, auf dem ich damals manchmal auch reiten durfte“, erinnert sich der Wulmstorfer. Mit zehn Jahren begann er mit dem Voltigieren. Später lernte er beim Verdener Schleppjagd Reitverein bei Bengt Natter das „richtige“ Reiten. „Ab 1980 habe ich vor Ort jede Gelegenheit genutzt, bei Reinhard Schmidt in Wulmstorf und Ilka Wolters in Holtum-Marsch Rennpferde im Training zu reiten.“ Im Alter von 21 Jahren ritt Henning Böhlke dann sein erstes Rennen. In den folgenden sechs Jahren stieg der heute 50-Jährige rund 670 Mal in den Rennsattel und gewann dabei insgesamt 127 Flach- und Hindernisrennen. Seine größten Erfolge waren der Sieg mit dem Wallach Palladium in Bad Harzburg im Seejagdrennen, der Sieg mit einem der besten deutschen Hindernispferde Registano in Hoppegarten im Haupt-Hürdenrennen und der Erfolg mit Silan in Hannover in einem Ausgleich M über Hindernisse. Direkte Vorbilder im Rennsport hatte Böhlke nicht. „Es gab während meiner aktiven Zeit viele gute Reiter, von denen ich lernen konnte. Großen Respekt habe ich aber vor Hein Bollow und dessen Leistung als Jockey und Trainer“, sagt der Wulmstorfer. Bollow ist heute 95 Jahre alt und immer noch auf jeder deutschen Rennbahn anzutreffen.

Inzwischen hat Henning Böhlke das Metier gewechselt und ist im Sommer und Herbst oft auf deutschen Rennbahnen als Mitglied der Rennleitung unterwegs. 2014 hat er dazu erfolgreich die Prüfung in Köln abgelegt. „Diese Funktion gibt mir weiterhin die Möglichkeit, aktiv mit dem Rennsport verbunden zu bleiben und auch die Entwicklung genau zu verfolgen“, sagt Böhlke. Besonders genau verfolgt er die Entwicklung auf der Verdener Rennbahn. „Für die kleinen Rennvereine ist es sehr schwierig geworden, einigermaßen wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Sehr gute Pferde und sehr gute Jockeys kommen aber nur nach Verden, wenn die Dotierung der Rennen deutlich erhöht wird. Dafür werden aber viele potente Sponsoren benötigt. Selbst große Rennbahnen wie Hannover und Bremen veranstalten nur noch fünf bis sechs Mal im Jahr“, gibt Böhlke zu bedenken. Außer dem Pferdesport bleibt bei Böhlke kein Platz für andere Hobbies. Jetzt ist erst einmal der Fokus intensiv auf die VER-Dinale gerichtet, für die die Vorbereitungen bereits seit Wochen auf Hochtouren laufen.

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