Heinrich „Heini“ Drewes – der Vater der Fußball-Oldies

Die SG Wahnebergen stellte 2003 den ersten Meister der neu gegründeten Ü60-Liga und ließ noch sieben weitere folgen. Das erste Meisterteam, oben von links: Betreuer Kurt Althausen, Werner Böhning, Werner Rengstorf, Helmut Süssenguth, Manfred Meineke, Klaus Buchholz, Heinrich Böhning, Wulf-Dieter Liegmann. Unten: Herrmann Henglein, Fritz Ginsburg, Herbert Müller, Dieter Rabbow.
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Die SG Wahnebergen stellte 2003 den ersten Meister der neu gegründeten Ü60-Liga und ließ noch sieben weitere folgen. Das erste Meisterteam, oben von links: Betreuer Kurt Althausen, Werner Böhning, Werner Rengstorf, Helmut Süssenguth, Manfred Meineke, Klaus Buchholz, Heinrich Böhning, Wulf-Dieter Liegmann. Unten: Herrmann Henglein, Fritz Ginsburg, Herbert Müller, Dieter Rabbow.

Verden – Der NFV-Kreis Verden ist der einzige Kreisverband beim Deutschen Fußballbund, wo es noch einen regelmäßigen Punktspielbetrieb für Ü65-Mannschaften mit Aktiven ab 60 Jahren gibt. Das haben im Jahr 2000 die Nachforschungen des inzwischen verstorbenen Heinrich Drewes vom TSV Brunsbrock beim DFB in Frankfurt ergeben. Daher könnte sich der jeweilige Meister mit etwas Humor auch als „Deutscher Meister“ feiern lassen.

Es hatte alles damit begonnen, dass nach Heinrich Drewes’ Bemühungen im Kreis Verden in der Saison 1982/83 erstmals eine Alt-Liga mit Spielern ab 40 Jahren ins Leben gerufen wurde. Völlig überraschend meldeten sich gleich zehn Mannschaften für die neue Ü40-Liga an. Der erste Meister hieß TSV Dörverden, vor dem TSV Achim, und dem SV Baden. Später gab es schon mit Nord und Süd zwei Staffeln, mit zehn und neun Mannschaften. Das war gleichbedeutend mit der Geburtsstunde des Senioren-Fußballs im Kreis Verden.

Fast zehn Jahre später startete Drewes den Versuch, eine neue Altersklasse einzuführen, der allerdings nicht überall auf Gegenliebe stieß und teilweise sogar belächelt und verspottet wurde. Doch Heini, wie Drewes bei den Fußballern stets genannt wurde, ließ sich nicht beirren. Ab der Saison 1991/92 startete im NFV-Kreis Verden, die erste Altersklasse dieser Art, die Senioren-Liga Ü50 mit sieben Teams. Es waren meist Spielgemeinschaften, die den Punktspielbetrieb in der sogenannten „Heini-Drewes-Liga“ aufnahmen. Bereits ein Jahr später kamen mit dem SV Hemelingen, SG Lilienthal/Falkenberg, SV Rotenburg und VfL Visselhövede vier Mannschaften aus den Nachbarkreisen dazu. Heute gibt es eine zweigeteilte Ü50-Seniorenliga Ost und West.

Damit war für den Brunsbrocker Drewes die Entwicklung des Seniorenfußballs aber noch nicht beendet. Zusammen mit Werner Rengstorf vom SV Wahnebergen dachte er über einen geregelten Spielbetrieb für Seniorenmannschaften ab 60 Jahren nach, weil auch sie ein gewisses Alter erreicht hatten und bei den Jüngeren nicht mehr so richtig mithalten konnten. Ein willkommener Anlass mit einer Ü60-Liga zu starten, war das 80-jährige Jubiläum des SV Wahnebergen am 10. August 2001. Dazu wurde ein Kleinfeld-Fußballturnier für 7er-Mannschaften von Ü65- Seniorenteams organisiert. Mit der SG Brunsbrock, VfL Visselhövede, SG Dauelsen, SV Post Bremen, SG Etelsen und Veranstalter SG Wahnebergen nahmen ein halbes Dutzend Teams teil, die auch im selben Jahr, bis auf den SV Post Bremen, dafür sprang der TSV Dörverden ein, den Punktspielbetrieb aufnahmen. Meister der ersten Saison 2001/2002 wurde der VfL Visselhövede. Die SG Lilienthal/Falkenberg und Komet Pennigbüttel kamen als nächste Teams dazu.

Bei einem 2008 von Horst Austermann (TSV Dörverden) und Heini Drewes organisierten Kreisturnier für Ü65-Teams in Dörverden siegte die SG Wahnebergen. In der gleichen Saison wurde auch eine Ü65-Liga-Punktspielrunde von Drewes und Werner Rengstorf als inoffizieller Staffelleiter ins Leben gerufen. Die Meisterschaft wurde zunächst mit drei Teams in einer Doppelrunde ausgespielt. Der erste Titel ging an die SG Wahnebergen, die sich danach auch den ersten Kreispokalsieg 2009 sicherte und ein Jahr später auch erster Hallen-Kreismeister wurde.  rfw

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