Verdener seit 25 Jahren für den Gesamtablauf zuständig

Heiner Stickann – VER-Dinale ist ohne den 61-Jährigen nicht denkbar

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Bei Heiner Stickann läuft alles zusammen. ·

Verden - Von Jürgen Honebein. In diesem Jahr feiert Heiner Stickann bei der VER-Dinale seit 25-jähriges Jubiläum. Seit 1989 ist der 61-jährige Oberstudienrat bei den Hallenreitturnieren für den Gesamtablauf zuständig. Aber auch im Sommer findet seit vielen Jahren in der WM-Arena keine Siegerzeremonie ohne Heiner Stickann statt.

Aber wie ist der Kirchlintelner überhaupt zu diesem oft nicht einfachen Job gekommen und was hat er im Laufe der 25 Jahre daraus gemacht? Davor kann man nur den Hut ziehen. Auf einer Mitgliederfahrt des Verdener Rennvereins zum berühmten Hindernismeeting ins tschechische Pardubice wurde Stickann von seinem Vorgänger Alfred Rosebrock angesprochen, ob er sich nicht vorstellen könne, beim Hallenreitturnier zu helfen. Er konnte es sich vorstellen und schon war er bei seinem Debüt 1989 gleich mittendrin. Mittendrin deshalb, weil er schon am zweiten Turniertag ganz auf sich allein gestellt war. „Alfred musste damals am Sonnabend plötzlich weg und ich hatte alles am Hals“, erinnert sich Heiner Stickann noch genau zurück. „Irgendwie habe ich es aber geschafft und von diesem Tag an wurde es von Jahr zu Jahr besser“, so Stickann. In den ersten Jahren war er praktisch für alles zuständig. „Ich bin von einer Ecke zur anderen geflitzt. Jeder wollte etwas anderes von mir und vieles hat natürlich auch nicht geklappt. Aber aus Fehlern lernt man und so wurde es mit der Zeit immer besser und professioneller“, sagt das 61-jährige Organisationstalent.

Zur VER-Dinale gehören aktuell 40 bis 60 freiwillige Helfer, die alle bestimmte Aufgaben haben. So greift ein Rad in das andere, doch wenn es einmal hakt, steht Stickann immer bereit und weiß meist eine Lösung, die alle Seiten zufrieden stellt. „Nicht nur die Helfer, sondern auch die Reiter sind inzwischen viel professioneller geworden. Das erleichtert die Arbeit“, sagt Stickann. Doch ein kleiner Unterschied ist heute immer noch. „Die Dressurreiter sind etwas leichter zu händeln als die Springreiter“, schmunzelt der 61-Jährige.

Einen besonders guten Draht hatte Stickann zum viel zu früh verstorbenen Bundestrainer der Dressurreiter Holger Schmezer: „Holger hat mich immer stark unterstützt und wenn es einmal ein Problem gab, hat er es in seiner ruhigen, aber bestimmten Art gelöst“, erinnert sich der Kirchlintelner gern zurück. Heiner Stickann hat in den 25 Jahren immer ehrenamtlich und ohne jegliche Aufwandsentschädigung gearbeitet. „Das ist eine absolute Bedingung von mir. Mir macht die Aufgabe viel Spaß und wenn ich dafür bezahlt werde, bin ich in gewisser Weise abhängig. Das kam für mich nie in Frage“. In seiner Freizeit spielt der Pädagoge seit einigen Jahren Golf (Handicap 11,9), fährt Ski und unternimmt mit seiner Frau Carola, die auf Turnieren oft als Richterin fungiert, gern Fernreisen, hauptsächlich nach Afrika. Die gesamte Turnierszene in Verden hofft, dass ihnen Heiner Stickann noch lange erhalten bleibt. Denn eine feierliche Siegerehrung wäre ohne die vorherige professionelle Organisation von ihm kaum vorstellbar.

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