Heimaufgabe morgen gegen Osnabrück II kein Schicksalsspiel für Sammrey

„Axel steht unter Druck – aber nicht zur Disposition“

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Selbst der sportliche Leiter Markus Bremermann versucht dem Ottersberger Team an der Linie Hilfestellung zu geben.

Ottersberg - Die momentane Lage des Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg könnte schiefer nicht sein. Tabellenvorletzter mit nur acht mageren Zählern, bereits fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, noch kein einziges Erfolgserlebnis auf heimischem Terrain – und nun stellt sich auch noch die „Wundertüte“ der Liga an der Wümme vor, die Drittliga-Reserve des VfL Osnabrück (Anpfiff: 14 Uhr).

„Man weiß nie, mit was für einem Team sie auflaufen. Meistens sind immer einige Profis dabei“, weiß da Ottersbergs Trainer Axel Sammrey nur zu genau aus vielen Aufeinandertreffen des Wümme-Clubs gegen die Lilien. „Sonst analysiere ich ja jeden Gegner, bei diesem aber macht es keinen Sinn. Osnabrück hat bis jetzt schon wieder satte 40 Spieler eingesetzt. Wer

Eishun Yoshida steht

vor dem Absprung

weiß, welche sie mit zu uns nehmen“, so der Übungsleiter weiter, der gestern noch einmal versicherte, „dass ich trotz unserer schwierigen Situation keinen Druck verspüre. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wenn aber einer im Vorstand glaubt, es gäbe jemanden, der es besser macht – bitte, ich klebe nicht an meinem Stuhl!“ Was allerdings nicht bedeutet, dass er sich nicht selbst ständig hinterfragen würde: „Das tue ich nach jedem Spiel, habe ich auch getan, als wir hier in Ottersberg die fetten Jahre hatten. Ich frage mich ständig, ob ich noch etwas verbessern kann. Hätte ich das Gefühl, ich wäre ein Hemmschuh, würde ich schon meine Sachen packen. Doch soll ich mich wegen unserer misslichen Situation jetzt erschießen oder Amok laufen? So helfe ich der Mannschaft nicht, in der ich erkenne, dass sie absolut will, dass sie voll mitzieht und in der man sich gegenseitig hilft. Wir haben jetzt drei mäßige Serien gespielt, in dieser läuft es nun richtig schlecht. Vielleicht haben wir es versäumt, uns von Jahr zu Jahr personell qualitativ stetig zu verbessern. Doch jetzt haben wir eine Mannschaft, in der es absolut stimmt – nur leider die Ergebnisse nicht. Und das ist auch den zahlreichen Verletzungen geschuldet, die mich immer wieder dazu zwingen, umzubauen!“

Dass die Partie am Sonntag für den langjährigen Ottersberger Coach kein Schicksalsspiel sein wird, bestätigte auch Wolf-Hinrich Haltermann: „Natürlich stehen in solchen Situationen alle unter Druck. Die Mannschaft, der Trainer und nicht zuletzt auch wir als Verantwortliche. Aber wir werden deshalb keine Kurzschlusshandlungen tätigen. Heißt: Axel steht vor als auch nach dem Osnabrück-Spiel als Trainer nicht zur Disposition!“

Anders sieht es da bei Eishun Yoshida aus. Der 29-jährige Verteidiger könnte die Ottersberger schon in den nächsten Wochen verlassen, erhielt ein für ihn sehr reizvolles berufliches Angebot aus seiner Heimat Japan. Sammrey: „Anfang, Mitte November wird er uns wohl verlassen.“

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