Achim/Badens Linksaußen geehrt

Kevin Podien ist Handballer des Jahres

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Achim/Badens Kevin Podien (rechts) war die Freude ganz deutlich anzusehen, als ihm Sportredakteur Kai Caspers den Pokal für seine Wahl zum Handballer des Jahres im Landkreis Verden überreichte.

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Als Kevin Podien der Anruf aus der Sportredaktion der Verdener Aller Zeitung erreichte, hatte es dem Linksaußen des Oberligisten SG Achim/Baden für einen Augenblick sogar die Sprache verschlagen. Erst nach einem kurzen Moment der Ruhe erfolgte eine Reaktion des 25-Jährigen. Und die fiel im ersten Moment anders aus, als sie zu erwarten gewesen wäre. „Echt? Quatsch. Das habe ich doch gar nicht verdient“, kommentierte Podien seine Wahl zum Handballer des Jahres im Landkreis Verden.

Mit etwas Abstand begründete „Pudding“ dann seine Reaktion. „Das hatte ich wirklich nicht auf dem Zettel. Zumal sonst ja eher immer Spieler aus dem Rückraum im Fokus stehen. Aber wenn es dieses Jahr dann so ist, dass ich an der Reihe bin – umso besser. Ich freue mich auf jeden Fall tierisch“, gab Podien mit einem Blick auf den Pokal zu verstehen. Als Achim/Badens torgefährlicher Linksaußen dann jedoch auf seine zahlreichen Vorgänger blickte, musste er bei dem einen oder anderen Namen schon etwas länger überlegen. Das galt jedoch nicht für Aljoscha Schmidt. Schließlich war „Joschi“ der letzte Linksaußen, dem diese Ehre zuteil wurde. „Da trete ich dann aber in extrem große Fußstapfen. Aber ich bin ja noch jung“, erklärte der 25-Jährige mit einem leichten Schmunzeln.

Gleichwohl wollte „Pudding“, der seit 2009 im Achim/Badener Trikot aufläuft, nicht verhehlen, dass seine Mitspieler einen großen Anteil an seiner Auszeichnung haben. „Außenspieler sind immer sehr stark von der Mannschaft abhängig. Das geht schon in der Deckung los. Denn wir Flügelspieler sind ja nunmal die ersten Adressaten bei Gegenstößen“, verweist Podien auf seine 142 Treffer in der abgelaufenen Saison. Damit war er nicht nur erfolgreichster Schütze der SG, sondern rangierte in der Oberliga-Torjägerliste auf dem elften Rang.

Kein komplett positives Fazit

Auch wenn seine Wahl zum Handballer des Jahres nochmal ein toller Abschluss gewesen ist – ganz zufrieden fiel Podiens Saisonfazit dann doch nicht aus. „Wir hatten uns schon etwas mehr ausgerechnet. Platz fünf war unser Minimalziel. Das peilen wir auch nächste Saison an. Auch wenn die Liga extrem stark wird“, denkt der 25-Jährige da neben den Absteigern aus der 3. Liga auch an die guten Aufsteiger.

Lediglich zwei Trainer hatten Kevin Podien bei ihrer Wahl ganz oben auf dem Zettel. Das größte Lob gab es dabei sicher von seinem Coach Tobias Naumann: „Kevin hat überragend stabil und zuverlässig gespielt. Zudem übernimmt er immer mehr Verantwortung und hat eine super Quote beim Siebenmeter. Kurzum: Er hat eine gute Entwicklung in diesem Jahr genommen.“ Auch von Daverdens Reserve-Trainer Gerd Meyer bekam Podien die volle Punktzahl, da er sich in der Saison kaum Aussetzer genommen hat.

Waren die Wahlen in der Vergangenheit zumeist relativ klar verlaufen, ging es dieses mal ziemlich eng zu. Mit lediglich zwei Punkten Rückstand folgte Simon Bodenstab vom TSV Daverden auf Rang zwei. Sowohl für Thomas Panitz als auch für Gerd Meyer und Sascha Kunze hat sich der Youngster in dieser Saison enorm weiterentwickelt und ist bei den Grün-Weißen bereits zu einem Führungsspieler gereift. „Er ist nicht nur torgefährlich, sondern zudem ein richtiger Teamplayer“, erklärte Kunze. Auf dem dritten Platz landete mit Malte Meyer ein Spieler aus der A-Jugend des Bundesligisten TV Oyten, der künftig an der Seite von Kevin Podien im SG-Trikot aufläuft.

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