Handball-Oberligist SG Achim/Baden strandet im Duell mit Neerstedt / „Irgendwie hat mich die Kraft verlassen“

Winkelmanns Fehler fatal bei hauchzarter 26:27-Niederlage

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Achims Jan Mühlbrandt wird hier von Neerstedts Malte Kasper am Wurf gehindert.

Kreis-Verden - Von Björn Lakemann. Achim/BadenKreis-Verden - Von Björn Lakemann. Eine Sekunde vor Spielschluss ließ Ole Goyert vom Handball-Oberligisten TV Neerstedt mit seinem einzigen Tagestreffer und dem damit verbundenem 27:26 (14:14)-Siegtor alle Gäste strahlen. Ganz anders die Gefühlslage bei Hausherr SG Achim/Baden, der aufgebracht das Schiedsrichter-Duo Wagener/Wagener bestürmten. Doch es nützte wenig, sich über vier fragwürdige Pfiffe in den letzten Spielminuten aufzuregen. „Unser Problem war, dass wir nicht so fehlerfrei agierten und Neerstedts Matchplan voll aufging“, erkannte SG-Übungsleiter Steffen Aevermann. Dessen Pendant Jörg Rademacher freute sich: „Unterm Strich nehmen wir die Punkte mit. Das ist das einzige was zählt.“

Noch vor dem Duell vor gut 200 Zuschauern hatte der Gäste-Trainer der SG die Favoritenrolle zugeschanzt – und auch Aevermann tippte auf einen Erfolg in eigener Halle. Kurz vor Anpfiff der Partie musste die SG jedoch eine Schrecksekunde erleben. Keeper Mirco Thalmann war beim letzten Wurf des Aufwärmens umgeknickt, musste so durch Hendrick Obermeyer ersetzt werden. Davon ließ sich Achim aber nicht runterziehen. Dem nicht glücklich agierenden Kevin Podien gelang per trickreichen Siebenmeter das 8:6 (17.). Zwischen den Achimer Pfosten lieferte Arne von Seelen mit 16 Paraden eine gute Partie ab und verneigte sich da vor allem vor Neerstedts bärtigen Rückraumkanonieren Kolpack und Wolken, die teilweise dankbare Würfe abfeuerten.

In Durchgang zwei zielten die Neerstedter zunehmend ungenauer, lagen aber bis zu Wolkens 21:19 (46.) fast permanent in Front. In der Folge hatten die Gastgeber ihre stärkste Phase und schafften einen 5:1-Lauf – 24:22 (53.). Als sich eine Minute später Steffen Fastenau durch die TVN-Abwehr tankte und zum 25:23 traf, gaben kaum jemand noch einen Pfifferling auf die tapferen Gäste von Coach Rademacher. Erst recht, als SG-Abwehrspezi Sebastian Pröhl einen Ball festmachte. Die Schlussminute hatte es dann wahrlich in sich. Tim Schulenberg per Siebenmeter sowie Kolpacks siebter Treffer verschafften dem TVN das 26:26. Ermöglicht hatte das SG-Linkshänder Jakob Winkelmann mit einem Kreisübertritt und Konter-Fahrkarte. Die Halle stand Kopf und 46 Sekunden vor Ultimo zog Aevermann mit der Auszeit seine letzte Option. „Spielt geduldig und schaltet den Kopf an.“ Doch die SG vertendelte das Leder, Goyert kam danach völlig frei zum finalen Wurf und traf ins Neerstedter Glück. Untröstlich war SG-Akteur Winkelmann, der die Entscheidung auf der Hand hatte: „Ich habe einfach schlecht geworfen, irgendwie hat mich meine Kraft verlassen!“

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