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Die Vormachtstellung ist geklärt

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Von: Kai Caspers

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Und wieder einmal kommt Achim/Badens Kevin Podien gegen Oytens Julius Timm frei zum Wurf.
Und wieder einmal kommt Achim/Badens Kevin Podien gegen Oytens Julius Timm frei zum Wurf. © häg

Handball-Oberligist SG Achim/Baden untermauerte seine Vormachtstellung im Landkreis Verden. Auch das zweite Derby gegen den Lokalrivalen TV Oyten entschied das Team von Florian Schacht am Ende deutlich mit 35:25 zu seinen Gunsten.

Achim/Baden – Schon zwei Minuten vor dem Ende des Derbys gegen den TV Oyten hielt es die Anhänger des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden nicht mehr auf den Sitzen. „Oh, wie ist das schön“ dröhnte es lauthals durch die voll besetzte Gymnasiumhalle. Und die gelöste Partystimmung setzte sich nach dem 35:25 (17:13)-Erfolg der Gastgeber ungehindert fort. Denn auch die SG-Spieler ließen ihren Emotionen nach dem Abpfiff freien Lauf und skandierten: „Die Nummer eins, die Nummer eins, die Nummer eins im Kreis sind wir!“

Ergebnis fällt für SG-Trainer Florian Schacht etwas zu deutlich aus

Kein Wunder, dass auch Florian Schacht das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekam. „Das hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn der Sieg am Ende vielleicht etwas zu deutlich ausgefallen ist, geht er völlig in Ordnung“, hat für den SG-Trainer der wesentlich breitere Kader den Unterschied ausgemacht. „Alle waren extrem motiviert und gut eingestellt. Trotz der vielen Wechsel hat es keinen Bruch in unserem Spiel gegeben.“

Unsere junge Mannschaft war extrem nervös und hat zu ängstlich agiert. Zudem haben wir uns Fehler erlaubt, die man sich gegen eine derart routinierte Truppe einfach nicht erlauben darf.

Oytens Trainer Lars Müller-Dormann

Die Stimmung auf den Rängen – sie benötigte keine große Anlaufzeit. Die Fans aus beiden Lagern waren sofort auf Betriebstemperatur. Auf dem Parkett galt das auch für die Gastgeber. Hatte Oytens Anton Zitnikov noch zum 2:2 (5.) ausgeglichen, zog die SG binnen 68 Sekunden durch einen Treffer von Kevin Podien auf 5:2 davon. TVO-Trainer Marc Winter reagierte sofort mit einer Auszeit, doch auch die brachte nicht den gewünschten Erfolg. „Unsere junge Mannschaft war extrem nervös und hat zu ängstlich agiert. Zudem haben wir uns Fehler erlaubt, die man sich gegen eine derart routinierte Truppe einfach nicht erlauben darf“, ärgerte sich Lars Müller-Dormann vor allen Dingen über die großen Lücken seiner Deckung. Diese wusste aufseiten der SG in erster Linie Tobias Freese zu nutzen. Immer wieder kam er nach Anspielen von Florian Block-Osmers zu völlig freien Würfen. „Das war die alte Schule“, schmunzelten die beiden Routiniers im Anschluss. Somit ging es für die Gastgeber mit einem verdienten 17:13 in die Pause.

Eine Etage höher als die Oytener Deckungsspieler: Achim/Badens Joost Windßus.
Eine Etage höher als die Oytener Deckungsspieler: Achim/Badens Joost Windßus. © Hägermann

Achim/Badens Tempospiel zieht TVO am Ende den Zahn

Hatte Lars Auth nach dem Wechsel für die Gastgeber auf 21:16 (38.) gestellt, folgte die stärkste Phase der Oytener. Beim 19:22 (40.) witterten die Gäste sogar wieder Morgenluft, zumal sie in doppelter Überzahl agierten. Als dann aber Robin Hencken mit einem Siebenmeter am starken SG-Torhüter Fabian Klaus scheiterte und Marvin Pfeiffer die TVO-Deckung mit seinem Treffer zum 23:19 düpierte, war das genau die benötigte Initialzündung für eine fulminante des Schacht-Teams. „Das war definitiv der Knackpunkt. Die Überzahl haben wir nicht gut gespielt und uns danach auch zu viele einfache Fehler erlaubt“, haderte Oytens Marc Winter. In der Folge sah sich Niklas van den Berg, der den glücklosen Julius Timm im TVO-Tor abgelöst hatte, immer wieder Gegenstößen der Gastgeber gegenüber. Als Kevin Podien in der 45. Minute das 27:19 erzielte, war die Vorentscheidung längst gefallen. Zumal die Oytener auch deutlich sichtbar die Köpfe hängen ließen. Kurz vor dem Ende ließ SG-Spielmacher Marvin Pfeiffer dann noch einmal seine ganze Klasse aufblitzen. Sein Rückhand-Anspiel auf Fabian Balke war das i-Tüpfelchen unter eine rundum gelungene Vorstellung der SG.

SG Achim/Baden: Bohling, Klaus - Block-Osmers (1), Naumann (1), Wolters, Borchert (3), Pehling (3), Podien (7), Freese (6), Windßus (2), Pfeiffer (5), Meyer, Auth (5/1), Balke (2).

TV Oyten: Timm, van den Berg - Blau (1), Fischer (1), Hencken (11/8), Dreyer (5), Brüns (1), Zitnikov (4/1), Lübbers, Precht (1), Sell (1).

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