Handball-Landesligist TSV Morsum sorgt für erste Pleite des TV Oyten III / „Zehn Minuten nicht auf dem Platz“

Selmikat & Co. machen Eschkötter beim 32:22-Coup froh

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Tanja Dopmann feierte mit dem TSV Morsum einen Überraschungserfolg gegen den TV Oyten III.

Kreis-Verden - Von Björn Lakemann. Morsum Kreis-Verden - Von Björn Lakemann. „Alter Falter, wie geil ist das denn“, entfuhr es Morsums Maike Röpke, als erst 50 Minuten der Partie gegen den Landesliga-Tabellenführer TV Oyten III absolviert waren. Da hatte Tanja Dopmann auf 25:20 gestellt und knappe zehn Minuten später stand die faustdicke Überraschung der Landesliga-Handballerinnen vom TSV Morsum auf der Anzeigentafel der Schulturnhalle. Gleich mit 32:22 (17:12) lasen sie dem bisher ungeschlagenen Spitzenreiter TV Oyten III gehörig die Leviten. Dementsprechend groß war die Freude bei Morsums Trainer Martin Eschkötter: „Wir haben immer an den Sieg geglaubt. Zudem haben wir klasse abgeschlossen und konnten uns auf eine bärenstarke Keeperin verlassen.“ Die angesprochene Maja Selmikat hatte schon am Vortag von einem Erfolg geträumt. „Alle haben mitgezogen und vor allem war der Wille da“, ließ die Torsteherin wissen, die stolze 23 Paraden auf dem Konto hatte. Auf Gäste-Seiten kritisierte Nadja Dreyer: „In den ersten zehn Minuten sind wir gar nicht auf dem Platz gewesen. Aber die erste Saisonpleite musste ja kommen. Allerdings hat sie für mich einen bitteren Beigeschmack, weil ich mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen nicht einverstanden war.“

Schon zu Spielbeginn hatte der Gastgeber alles im Griff, als die bärenstarke Lisa Gagelmann erst auf 1:0 und später auf 6:3 stellte. Wer jetzt dachte, der Tabellenführer würde besser in die Puschen kommen, wurde enttäuscht. Vielmehr konnte das Team um die siebenfache Torschützin Tanja Leuters auf 15:7 (20.) erhöhen. Auch beim 17:9 durch einen Siebenmeter von Alina Wollering war noch alles im Lot. Doch bis zum Wechsel setzte das Team von Trainerin Nadja Dreyer noch drei Treffer.

Nach der zehnminütigen Pause verkürzte Isabell Schacht auf 20:22 (45.), nachdem Torsteherin Cora Schumacher eine Großchance von Wollering eliminiert hatte. „Wären da nicht Entscheidungen gegen uns gepfiffen worden, wäre die Wende noch drin gewesen“, prognostizierte Dreyer. So aber spann sich die Überraschung fort und spätestens nach Kristina Wieses 26:20 (52.) war die Messe gelesen. Der spontane Siegerkreis sorgte für ein Stimmungshoch.

Tore Morsum: Leuters (7), Wiese (6), Röpke (6/2), Korpal (4), Dopmann (3), Gagelmann (3), Wollering (2/1), Bertram (1). Tore Oyten III: Hidde (9/4), Schmidt (4/2), Schacht (3), Kruse (3/1), Martens (1), Hemmerich (1), V. Brandt (1).

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