Handball-Drittligist Achim/Baden verliert auch sein letztes Heimspiel / Denker: „So will natürlich keiner aufhören“

SG-Quartett wird der Abschied von Kiel vermiest – 23:27

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Wurden nach dem Spiel von SG Team-Manager Cord Katz (Mitte) verabschiedet, von links: Niclas Schanthöfer, Tomasz Malmon, Tobias Freese und Patrick Denker.

Kreis-Verden - Von Kai Caspers. Achim/BadenKreis-Verden - Von Kai Caspers. Die Wasserflasche – sie war auch während der Spiele des Handball-Drittligisten SG Achim/Baden ein stetiger Begleiter für Patrick Denker. Auch in seinem letzten Spiel vor eigenem Publikum gegen den THW Kiel II war „Paddy“ relativ früh an der SG-Bank zu finden, um einen kleinen Schluck zu nehmen. Kein Wunder, dass sein „Begleiter“ im Rahmen seiner Verabschiedung im Anschluss an die 23:27 (12:13)-Niederlage dann auch nicht fehlen durfte. „Die Flasche hat mir auf jeden Fall geholfen. Denn da waren schon einige Emotionen im Spiel“, gab Denker mit leicht belegter Stimme zu verstehen.

Dass es bei seinem Abschiedsspiel eine Niederlage gab, schmeckte dem 32-Jährigen überhaupt nicht: „So will natürlich keiner aufhören. Aber das Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Dabei hatten wir ja gut angefangen. Doch mit den ersten Fehlern war es dann auch vorbei mit unserem Selbstvertrauen. Letztlich sind wir dann nicht an Kiel, sondern einmal mehr an uns selbst gescheitert.“

Denker war jedoch nicht der einzige, der von Achim/Badens Team-Manager Cord Katz verabschiedet wurde. Auch für Niclas Schanthöfer, Tobias Freese und Trainer Tomasz Malmon war es der letzte Heimauftritt für die SG. Doch im Rahmen seiner Abschiedsrede betonte Katz immer wieder, dass es für ihn ohnehin nur eine zeitlich begrenzte Trennung ist. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns in Kürze wiedersehen“, gab er allen mit auf den Weg. Zumindest im Fall von Tobias Freese und Niclas Schanthöfer sollte es auch nicht so lange dauern, denn beide kommen mit ihren neuen Vereinen aus Cloppenburg und Delmenhorst schon in der nächsten Saison zu einem Wiedersehen in die Achimer Gymnasiumhalle.

Die Partie gegen die keinesfalls überragenden Kieler demonstrierte noch einmal nachhaltig, warum die SG auch völlig verdient die 3. Liga als Schlusslicht verlassen muss. Wie so oft genügte die Offensive nicht den Ansprüchen und markierte erneut nur magere 23 Treffer. „Wir sind einfach zu grün um Tore zu machen. Dabei hatten wir uns genügend Chancen herausgespielt. Daher ist es auch für mich ein komisches Gefühl, denn Kiel war sicher nicht besser“, haderte SG-Coach Tomasz Malmon. Dabei hatte es für die Gastgeber zunächst gut begonnen. Die Deckung stand sicher und auch Keeper Arne von Seelen war sofort drin im Spiel – 4:1. In der Folge reihte sich jedoch Fehlwurf an Fehlwurf und auch in der Deckung wurde nicht mehr so konsequent gearbeitet. Zwar kam die SG nach dem 13:17 noch einmal zurück und glich zum 19:19 (50.) aus, doch diese Aufholjagd blieb nicht ohne Folgen. In der entscheidenden Phase fehlte es dann auch an den nötigen Kraftreserven. Das nutzten die Kieler und beseitigten mit dem 25:21 (56.) die letzten Zweifel am Sieg.

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