Wrede-Brüder erfinden Hallenreinigungsprodukt / Handball-Klubs begeistert

Der Backe geht es an den Kragen

Und wieder stellt Marin Wrede einige „Backe Schreck-Kanister“ zur Auslieferung bereit.
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Und wieder stellt Marin Wrede einige „Backe Schreck-Kanister“ zur Auslieferung bereit.

Die Brüder Marcel und Marin Wrede sind Handballer aus Leidenschaft. Kein Wunder, dass auch für sie die Backe zu ihrem Sport dazugehört. Um die negativen Begleitumstände der unangenehmen Flecken auf dem Hallenboden den Garaus zu machen, haben sie nun den „Backe-Schreck“ auf den Markt gebracht.

Achim/Oyten – Bereits in jungen Jahren kommen Handballer zwangsläufig mit Haftmitteln (umgangssprachlich Backe) in (bald klebrigen) Kontakt. Zunächst sehen sie es bei älteren Ballsportlern, wollen ihren Vorbildern nacheifern, es dann natürlich selbst ausprobieren. Das Problem: Die Haftmittel sind äußerst hartnäckig und hinterlassen unangenehme Flecken sowohl auf den Hallenböden und auch auf sämtlich anderen Kontaktflächen.

Nicht umsonst sieht man in vielen Hallen Sportler oder eine eigens engagierte Reinigungsfirma mit Putzmittel bewaffnet, um dem „Störenfried Haftmittel“ nachhaltig zu Leibe zu rücken. „Aus diesem Grund haben wir uns Gedanken gemacht, experimentiert und letztlich den ,Backe Schreck’ auf den Markt gebracht. Unser Mittel hat sich schon vielfach bewährt. Ohne Haftmittel funktioniert in unserem Sport halt nichts – oder lange nicht so gut“, erläutert der 35-jährige Marcel Wrede, der gemeinsam mit seinem Bruder Marin das neue Geschäftsmodell aus der Taufe gehoben hat.

Das Mittel hat sich schon vielfach bewährt

Er sei sein Leben lang neben seinen eigenen Handballaktivitäten, unter anderem im Trikot der jetzigen Verbandsligisten TSV Daverden und TV Oyten, als Jugendtrainer aktiv gewesen. „Der Jugendhandball ist der wichtigste Aspekt. Wir haben einfach eine Nische im Handballmarkt entdeckt. Unser nicht geruchsintensives Produkt lässt den Hallenboden auch nicht stumpf werden.“

Im Familienbetrieb Wrede aus Bremen, der bereits in der vierten Generation in der Verpackungsbranche am Start ist, seien die Logistikwege deutlich verkürzt und gibt dem neugegründeten Unternehmen schon eine optimale Startbedingung. Der 27-jährige Marin Wrede, der derzeit für den Oberligisten HSG Nienburg seine Tore erzielt und zuvor beim TSV Daverden auf der Platte stand, hat mit seinem Bruder den „Backe Schreck“ schon in vielen Hallen getestet. In der derzeitigen Corona-Pandemie sei es nicht so einfach sein Produkt an den Mann beziehungsweise an den Verein zu bringen. Ein riesiger, unschätzbarer Vorteil sei, dass das Produkt den Hallenboden überhaupt nicht angreift und umweltverträglich ist. Zudem könne man es nicht falsch verwenden, wie die Bremer Brüder betonen.

Gute Gespräche mit den regionalen Vereinen

Der Kontakt zum Abfüller von Reinigungsmitteln sei bereits vor der Pandemiezeit geknüpft und jetzt umfänglich ausgeweitet worden. Überaus wichtig sei auch der Gesichtspunkt, dass das Produkt keinerlei Gefahrenstoffe beinhaltet. Sogar überregional sei das Start-Up schon beworben worden, als im Bundesligaspiel TSV Hannover-Burgdorf gegen den TVB Stuttgart eine eigene Werbebande in der ZAG Arena in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu sehen war. Und die beiden Vollbluthandballer, bei denen der 35-jährige Linkshänder Marcel mittlerweile nur noch just for fun bei der Reserve der SG Bremen-Ost seine Tore erzielt, stehen unter anderem mit hiesigen Vereinen bereits im regen Austausch. „Bei Cord Katz, dem Manager des Oberligisten SG Achim/Baden, haben wir schon mal vorgefühlt, ob Interesse besteht. Weiter sind wir da schon mit dem TV Oyten, wo Jürgen Prütt und der 1. Vorsitzende Daniel Moos sich unser Produkt bereits genauer angesehen haben“, hofft Marcel auf eine baldige Zusage, um bei seinem Ex-Verein die erste Geige in Sachen Reinigung zu spielen.

Sie war noch an einem Sonntagabend bei uns vor Ort und hat sich gleich fünf Kanister à 10 Liter gesichert.

Marcel Wrede nach dem Kauf des „Backe-Schrecks“ von Auswahltrainerin Christine Witte

Viel weiter ist das frisch gebackene Unternehmen da schon bei Christine Witte, die als Landesauswahltrainerin beim Niedersächsischen Handballverband (HVN) tätig ist. Dieser nicht eben kleine Handballverband hat dem Bremer Start-Up bereits den Auftrag erteilt. „Sie war noch an einem Sonntagabend bei uns vor Ort und hat sich gleich fünf Kanister à 10 Liter gesichert“, schmunzelt Marcel, der auch den ehemaligen Torwart der SG Achim/Baden, Jörg Budelmann, für die SG Bremen-Ost für das Produkt interessieren konnte. Der Sportdirektor des Landesligisten ist total angetan: „Das Produkt hat uns überzeugt. Wir setzen es unabhängig von den uns zur Verfügung stehenden Hallen ein.“

Derweil verhandeln die Wrede-Brüder gerade mit dem Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug. Deren Trainer Hauke Rickels soll ebenfalls vom Produkt aus der Hansestadt hellauf begeistert sein. „Hauke klärt noch die Kostenfrage mit der Stadt beziehungweise dem Landkreis“, so Marin Wrede, der fest überzeugt ist, dass sich das Produkt am Markt durchsetzen wird. „Getreu unserem Motto: Ihr harzt den Ball ein und wir machen das wieder sauber! Denn gegen Harzflecken hilft halt nur eine möglichst schnelle Reinigung.“

Das Motto der Wredes: Ihr harzt den Ball ein und wir machen das wieder sauber!

Außerdem sei der „Backe Schreck“ vielseitig einsetzbar. In einigen Hallen haben die Brüder schon vorgeputzt und überall zufriedene Gesichter hinterlassen. Die beiden haben ergo nicht nur eine Marktlücke entdeckt, sonddern sind schon längst dabei, diese auszufüllen. Nähere Informationen gibt es zudem auf der Internetseite https://backeschreck.de, per Mail: moin@backeschreck.de oder auf Instagram: @Backe_Schreck #gegenalleBackeverbote.

Von Björn Lakemann

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