Unterstützung gibt uns Mut

Handball A-Jugend: Oytens Führungsspieler Noah Dreyer im Interview

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Im Spiel des Handball-Bundesligisten TV Oyten nimmt Noah Dreyer eine Führungsrolle ein und will seine Mannschaft im Kellerduell in Rostock zum ersten Auswärtssieg führen.

Oyten - Von Björn Lakemann. Nach neun Spieltagen in der Handball-Bundesliga rangiert die männliche A-Jugend des TV Oyten aktuell auf dem zehnten Platz. Dabei hat sich Noah Dreyer zum unbestrittenen Führungsspieler im Team des Aufsteigers entwickelt. Mit 69 Treffern liegt der 18-Jährige auf Platz zwei der Torjägerliste.

Herr Dreyer, hätten Sie erwartet, dass es für Sie persönlich so gut läuft in der Bundesliga?

Noah Dreyer: In dieser Form sicher nicht. Auch wenn ich bereits in meinem ersten Jahr in der A-Jugend Bundesligaluft beim HC Bremen geschnuppert habe und vom TVO als Leader geholt wurde. Daher versuche ich auch voranzugehen. Aber wir erfahren hier in Oyten auch große Unterstützung, die uns viel Mut gibt. Daher dürfen wir auch nicht mit zu viel Angst in die Spiele gehen. Denn die anderen Teams kochen auch nur mit Wasser.

Wie würden Sie Ihre Qualitäten beschreiben?

Dreyer: Ich verfüge über eine gute Übersicht und habe meine Stärken sicher im Spiel eins gegen eins. Denn ein klassischer Shooter bin ich nicht.

Was macht Ihre Mannschaft in der aktuellen Phase gut und an welchen Stellschrauben muss noch gedreht werden?

Dreyer: Wir verfügen über einen sehr guten Teamgeist. In der Abwehr haben wir uns extrem verbessert. Da stehen wir sehr gut und sind zudem äußerst flexibel. Individuell sind wir gegenüber den meisten Teams sicher nicht so stark aufgestellt. Daher müssen wir immer über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abliefern, wenn wir Erfolg haben wollen und zudem die einfachen Fehler abstellen.

Deutliche Niederlagen gab es bis dato lediglich gegen Kiel, Flensburg und Berlin. Ansonsten waren Sie immer auf Augenhöhe. Was ist da noch vom TVO zu erwarten?

Dreyer (lacht): Wir wollen auf jeden Fall vor Grüppenbühren/Bookholzberg landen. Scherz beiseite. Wir sollten nicht den Fehler machen, dass wir uns auf eine Platzierung festlegen. Natürlich versuchen wir jedes Spiel zu gewinnen, doch gerade im Spiel gegen Berlin war klar zu sehen, das kleinste Fehler sofort bestraft werden. Wichtig ist, dass wir immer alles geben. Dann können wir uns nichts vorwerfen.

Kommen wir zur Aktualität. Als nächstes geht es zum Kellerduell beim HC Empor Rostock. Klappt es dort mit dem ersten Auswärtssieg?

Dreyer: Das wünschen wir uns alle. Auf jeden Fall ist der Gegner schlagbar. Das war im Video zu sehen. Das gilt auch für die nächsten beiden Spiele gegen Sieverstedt und Potsdam. Sollten wir dort drei Siege holen – das  wäre schon ein Traum. Trotzdem machen wir uns keinen Druck, sondern freuen uns auf die Aufgaben.

Neben Malte Meyer und Max Borchert trainieren Sie unter anderem einmal in der Woche auch beim Oberligisten SG Achim/Baden mit. Dazu kommen Aufgaben im Fitnessstudio sowie drei gemeinsame Trainingseinheiten. Wie sind die Aufgaben des Trainerteams um Cheftrainer Thomas Cordes verteilt?

Dreyer: Thomas ist der Taktikfuchs und trägt definitiv den Hauptteil der Arbeit. Sören Blumenthal sorgt für die nötige Motivation und Udo Brandt ist für die Buchführung zuständig. Schwer wiegt der studienbedingte Verlust von Lennart Lingener, der ebenfalls einen großen Anteil hatte. Aber das wird von Thomas klasse aufgefangen.

Neben Malte Meyer, Niclas Hafemann und Sören Hassing rücken auch Sie nächstes Jahr in den Seniorenbereich. Warum könnte der TV Oyten trotzdem Bundesligahandball bieten?

Dreyer: Diese Situation gibt es ja nicht nur bei uns. Davon sind auch andere Vereine betroffen. Außerdem verfügen wir über einen starken und eingespielten Jahrgang 2000. Daher muss sich der TV Oyten meiner Meinung nach keine Sorgen machen.

Abschließende Frage. Sicher genießt der Klassenerhalt oberste Priorität. Aber peilen Sie insgeheim in ihrer letzten Saison als A-Jugendlicher den Titel des Nordstaffel-Torschützenkönigs an?

Dreyer: An erster Stelle steht für mich der Erfolg mit der Mannschaft. Und da wäre der Klassenerhalt natürlich die Krönung. Was den Titel des Torschützenkönigs angeht – der ist für mich nicht so wichtig. Auch wenn er in meinem abschließenden Jugendjahr natürlich ein besonderes Bonbon wäre.

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