Am 28. März ist für Ottersbergs Fußball-Boss nach 22 Jahren endgültig Schluss

Haltermann: „Ich will die Verantwortung nicht mehr“

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Am 28. März 2014 ist für Henning Haltermann nach 22 Jahren als Vorsitzender der Ottersberger Fußballer Schluss. ·

Ottersberg - Von Frank von StadenVor zwei Jahren noch brachte es Henning Haltermann nicht übers Herz, seine „große Liebe“ aufzugeben, ohne zu wissen, dass auch ein geeigneter Nachfolger seine Fußstapfen ausfüllen würde. „Am 28. März 2014 trete ich aber nun endgültig als Vorsitzender der Ottersberger Fußballer zurück. Das steht definitiv fest. Noch einmal werde ich nicht rückfällig“, erklärte der 64-Jährige gestern auf Nachfrage bestimmt.

Schon vor der vergangenen Jahreshauptversammlung war es Haltermanns klares Ziel, auszusteigen, kürzer zu treten. „Ich musste aber notgedrungen weitermachen, weil der Nachfolger, den ich gefunden hatte, kurzfristig doch wieder abgesprungen war. Das war kein Umfallen, sondern die Umstände haben das erfordert. Doch das waren zwei weitere, harte Jahre. Jetzt aber gibt es keine Sekunde Verlängerung mehr“, schob der Tausendsassa dann gleich noch einmal unmissverständlich nach. Auch mit dem Wissen, dass es immer noch keinen Kandidaten gibt, der sich zutraut, die Arbeit des Versicherungskaufmannes beim TSV Ottersberg fortzuführen: „Ich habe viele angesprochen, die meiner Meinung nach geeignet gewesen wären. Bisher aber habe ich nur Absagen erhalten.“

Was dabei fast alle abschreckt, ist das Oberliga-Team. Denn eine Mannschaft in dieser Klasse auf Kurs zu halten, sich um alle Probleme zu kümmern, die für diesen Bereich anfallen, erfordert ein enorm hohes Engagement. „Die Oberliga schafft einen total. So einfach nebenher läuft das auf diesem Niveau nicht mehr. Im Grunde bräuchte man einen hauptamtlichen Geschäftsführer“, konnte die Ottersberger Ikone bisher durchaus nachvollziehen, wenn seine Kandidaten dankend abwinkten. „Aber ich kämpfe und suche weiter.“ Allerdings nur bis zu einem gewissen Grat. Haltermann: „Sollte sich dann am Schluss erneut keiner finden, muss eben der 2. Vorsitzende kommissarisch mein Amt übernehmen.“ Ergo wäre dann Frank Schwarz der große, starke Mann beim Wümme-Club – wenn auch nur auf Zeit.

Neben einem großen Fußballsachverstand müsste der Neue wie erwähnt zwei weitere Dinge mitbringen: Enthusiasmus und enorm viel Engagement. „Denn in Zukunft müssen bei uns die Weichen neu gestellt und die Rahmenbedingungen verändert werden. Das braucht natürlich seine Zeit. Ich schätze sicherlich zehn Jahre. Ich will dafür nicht mehr die Verantwortung übernehmen und habe dafür keine Kraft mehr. Aber einige andere in unserem Verein durchaus. Es gibt bei uns genügend positiv Verrückte“, so der 64-Jährige.

Bisher noch keine Rolle in Haltermanns Gedankenspiel als Nachfolger nahm übrigens Anja von Nostitz, die derzeit den Freundeskreis (Förderverein) des TSV Ottersberg führt, ein. Doch gerade sie zeigte zuletzt immer wieder das geforderte Engagement, wenn es darum ging, neue Strukturen bei den Ottersberger Fußballern zu schaffen. Heißt im Klartext: Sie würde durchaus dem Anforderungsprofil entsprechen.

So ganz aber will Henning Haltermann dann doch nicht von der Bildschirmfläche verschwinden. Ein anderes Amt will er dabei natürlich nicht annehmen, „aber wenn ich vielleicht repräsentative Aufgaben übernehmen und den Kontakt weiter zur Politik pflegen könnte, würde ich nicht nein sagen!“

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