Defekte Antriebswelle und Wasserpumpe werfen Schröder/Bland bei der Dakar zurück

Große Probleme in den saudischen Dünen

Während der Etappe musste Co-Pilot Ryan Bland einiges am Nissan reparieren.
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Während der Etappe musste Co-Pilot Ryan Bland einiges am Nissan reparieren.

Thedinghausen – Während für Daniel Schröder und Ryan Bland am Ruhetag der Rallye Dakar Entspannung angesagt war, waren die Mechaniker ziemlich gefordert. Denn das Auto wurde am Vortag doch mächtig beansprucht, sodass einige Reparaturen auf dem Programm standen. Letztlich wurden jedoch alle Probleme behoben und das Fahrerduo konnte die siebte Etappe von Riyadh nach Al-Dawadimi in Angriff nehmen.

Als Dankeschön für die geleistete Arbeit haben Schröder/Bland für das gesamte Team am Vorabend noch einmal den Grill angeschmissen und sich mit einem Essen erkenntlich gezeigt. Zuvor waren am Nachmittag bereits alle deutschen Fahrer und Beifahrer sowie die Motorradfahrer eingeladen, um sich im Gespräch über die bisherigen Erfahrungen im Rennen auszutauschen. Unter anderem waren Dirk von Zitzewitz, Timo Gottschalk und Markus Walcher zu Besuch.

Mit jeder Menge guter Vorsätze ging es dann ab 9:29 Uhr wieder auf die Strecke. Nach 209,73 Kilometern startete für das Duo die Wertungsetappe über 401,74 Kilometer, ehe danach noch knapp 100 Kilometer zurück ins Biwak bewältigt werden mussten. Die Strecke für die Servicecrew war wesentlich kürzer und nach gerade einmal vier Stunden war das Biwak erreicht. Allerdings wurde das Team von den Fahrern ziemlich auf die Folter gespannt, da diese erst nach Einbruch der Dunkelheit zurückkehrten.

Schröder/Bland schleppen einen Buggy ins Ziel

Nicht von ungefähr sprach Daniel Schröder auch von einem ereignisreichen Tag. Zu seinem Ärger musste er mit seinem Beifahrer aufgrund des letzten Ergebnisses von etwas weiter hinten starten. „Vor uns sind unter anderem Teilnehmer auf die Strecke gegangen, die schon aus dem Rennen raus sind. Das war an den anderen Tagen auch so. Somit mussten wir uns im Staub erst an denen vorbeikämpfen. Verantwortlich dafür ist die neue Startregelung in diesem Jahr. Ob das alles so richtig ist – ich weiß es nicht. Wir können es leider nicht ändern“, war der Thedinghauser schon ein wenig genervt. Nachdem das Duo einige Buggys überholt hatte, folgte bei Kilometer 80 der erste Dämpfer. In einer extrem sandigen Stelle hätten sich Schröder/Bland beinahe festgefahren.

„Wir haben gerade noch rechtzeitig angehalten und sind dann die Düne rückwärts wieder runter. Leider blieb das nicht ohne Folgen. Denn dabei hat sich die vordere Antriebswelle auf einer Seite verabschiedet und wir hatten somit nur noch Hinterradantrieb“, so Schröder. „Aber das mussten wir erst mal realisieren, da wir es nicht sofort gemerkt haben. Wir haben uns dann trotzdem durch die Sektion durchgekämpft bis zur Neutralisation.“ 

Vor Ort machten sich das Fahrerduo dann ein Bild von dem gesamten Ausmaß. Schröder: „Da in der nächsten Teiletappe nicht mehr so viele Dünen kommen sollten, haben wir beschlossen, dass wir es so lassen und weiterfahren.“  Eine Entscheidung, die noch bestraft werden sollte, da doch noch zwei Streifen mit Dünen durchquert werden mussten. „Da haben wir uns an einer Stelle richtig blöd festgefahren. Trotz großer Anstrengungen sind wir da nicht rausgekommen. Wir haben sogar den Luftdruck in den Reifen reduziert. Aber das hat auch nicht geholfen“, klärte Schröder auf. Folge: Das Auto musste nun doch repariert werden und das Fahrerduo konnte sich erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder auf die Strecke begeben.

Aber damit nicht genug. Nachdem die letzten Dünen gemeistert waren, stieg urplötzlich die Temperatur im Auto. Schröder: „Wir hatten befürchtet, dass der Riemen, der die Wasserpumpe antreibt, gerissen ist. Aber das war nicht der Fall. Somit sind wir weitergefahren.“ Aber lediglich zehn Kilometer. Denn die Überhitzungsprobleme waren nach wie vor präsent. Somit musste die Wasserpumpe doch noch gewechselt werden. Als die Probleme endlich behoben waren, ging es endlich wieder auf die Strecke. „35 Kilometer vor dem Etappenende haben wir dann bei einem Buggy angehalten, der Probleme mit dem Motor hatte. Da das Fahrzeug nicht mehr anging und wir ohnehin nichts mehr an unserer Zeit retten konnten, haben wir ihn dann die abschließenden Wertungskilometer aus der Etappe abgeschleppt und ihn auch noch die 97 Kilometer bis ins Biwak gezogen“, erklärte Schröder. „Die beiden waren sehr glücklich. Da unser Tag ohnehin gelaufen war, haben wir wenigstens noch eine gute Tat für jemand anders machen können.“ 

Kurze Nacht für die Mechaniker

Auch wenn Daniel Schröder und Ryan Bland schon auf der Etappe jede Menge am Auto repariert hatten, stand für die Mechaniker noch jede Menge auf dem Zettel. Denn zur Sicherheit musste alles noch einmal überprüft werden. Daher stand ihnen einmal mehr eine kurze Nacht bevor. kc

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