Eitzerin erhält Goldenes Reitabzeichen

Hohe Ehre für Greta Heemsoth

Greta Heemsoth und Nemax 2016 beim heimischen Turnier des RV Aller-Weser auf der Bünte.
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So fing alles an: Greta Heemsoth und Nemax feierten 2016 ihren Premieren-Sieg in einer S-Dressur – passenderweise beim heimischen Turnier des RV Aller-Weser auf der Bünte.

Es ist ein Höhepunkt der bisherigen Karriere: Greta Heemsoth vom RV Aller-Weser erhielt nach ihrem zehnten Sieg in einer S-Dressur das Goldene Reitabzeichen. Mit Nemax fing beim heimischen Turnier 2016 alles an, im nächsten Jahr folgt der WM-Start.

Eitze – Das Goldene Reitabzeichen ist eines der höchsten Ziele, das im professionellen Reitsport angestrebt werden kann. Eben diesen Meilenstein ihrer Karriere erreichte jetzt Greta Heemsoth. Die Reiterin vom RV Aller-Weser feierte unlängst während der Okeler Dressurtage den nächsten Sieg in einer Dressurprüfung der Klasse S* und machte so die zehn nötigen Siege voll.

Sie ist damit eine von insgesamt nur vier Reitern und Reiterinnen aus dem Verdener Raum, denen diese Ehre bislang zuteilgeworden ist.

Bei Tante Gaby Heemsoth von der Pike auf gelernt

Greta Heemsoth wurde am 19. Juli 1993 in Verden geboren und wuchs in Eitze auf. Schon von Kindesbeinen an war sie ein Pferdenarr und verbrachte viele Stunden an der Seite ihrer Tante Gaby Heemsoth, durch die sie die Reiterei von der Pike auf erlernte. Ihre Tante ebnete Greta Heemsoth auch den Weg, schon früh auf vielen verschiedenen Ponys und Pferden Erfahrungen im Dressur- und Springsattel zu sammeln.

„Wegweisend war für mich sicherlich Gabys Ponyhengst Nemax, den sie selbst gezogen hat. Mit Nemax ritt ich alles von meiner ersten Reitpferdeprüfung als Elfjährige, bis hin zu meinem ersten S-Sieg. Passenderweise auf dem Aller-Weser Turnier auf der Bünte“, berichtet Greta Heemsoth, für die der Hengst auch ein Familienmitglied ist.

Mittlerweile ist Nemax (*2002 v. Niveau x Elitestute Edda-Eleisa v. Nico the Champ) Elitehengst und Vater diverser Staatsprämienstuten, gekörter Hengste, Landes- und Bundeschampions. Auf seinem Rücken absolvierte Greta Heemsoth in den Jahren 2005 und 2006 dann auch die ersten Bundeschampionate der Reitponyhengste.

2019 gewinnt Greta Heemsoth erste internationale S***-Dressur

„Nach Siegen in FEI-Aufgaben entwuchs ich irgendwann logischerweise dem Ponyalter. Nemax blieb aber bei uns, sodass wir die Trense gegen Kandare tauschten und ich mit ihm auch meine ersten M*/**- und S*/**-Dressuren ritt. Auch meinen zweiten S-Sieg feierte ich dank Nemax, dieses Mal in Sottrum“, erinnert sich die 27-jährige.

Nach dem Schulabschluss arbeitete Greta Heemsoth zunächst als Bereiterin bei ihrer Tante Gaby in Eitze. 2017 legte sie die Prüfung zur Pferdewirtin mit dem Schwerpunkt Klassische Reitausbildung ab. Seitdem reitet die Amazone beruflich für den Stall Pape in Schenefeld, für den sie 2019 auch den ersten Erfolg auf S-Niveau feiern konnte. Den achtjährigen Bourani (Belissimo x MV Davignon) ritt sie vom ersten Tag an. Auf diesen ersten Durchbruch folgten 2019 zwei weitere S*-Siege. Im Jahr 2020 gewann Bourani auf Anhieb seine erste internationale S***-Dressur in Scharnebeck. Bourani ist zudem das erste Pferd, das sie selbst bis zum Grand Prix ausgebildet hat.

Mit „Harmony‘s Giulilanta“ (Jazz x MV Flemmingh) folgte der nächste Erfolg auf höchstem Level. 2020 gewann Greta Heemsoth mit der Stute die S-Dressur in Verden. Das Herzenspferd der Reiterin ist wohl Anthrazit (Züchter Heinz Schütte, *2014 v. All at Once x MV Weltmeyer), mit dem sie in diesem Jahr die zehn Siege vollmachen konnte.

Ich bin meiner Tante Gaby und meinen Chefs Susan und Ingo Pape sehr dankbar für alles, was ich von ihnen lernen konnte und in Zukunft hoffentlich noch lernen kann.

Greta Heemsoth im Rückblick auf ihre Karriere

„Schon als Anthrazit dreijährig war, habe ich erkannt, welches Talent in dem kleinen frechen Rappen steckt! Ich kann meinem Chef Ingo Pape gar nicht genug dafür danken, dass er dieses Pferd für mich zum Ausbilden behält“, so Greta Heemsoth über Anthrazit, den sie liebevoll „Alfi“ nennt.

Nachdem sie mit „Alfi“ bereits zweimal im Finale des Bundeschampionats platziert war, wurden sie 2020 als deutsches Paar zur Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde nominiert, die in Verden stattfinden sollte. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste diese Weltmeisterschaft auf 2021 verschoben werden. Man hofft, das Turnier wie geplant durchführen zu können. In diesem Jahr wagte Greta Heemsoth mit dem siebenjährigen „Alfi“ den Sprung in die schwere Klasse. Zuerst gewann das Duo die S-Dressur in Buchholz und vergangenen Donnerstag die S-Dressur bei den Okeler Dressurtagen.

„Ich bin meiner Tante Gaby und meinen Chefs Susan und Ingo Pape sehr dankbar für alles, was ich von ihnen lernen konnte und in Zukunft hoffentlich noch lernen kann, sowie für die tollen Pferde, mit denen ich diese Erfolge verbuchen konnte. Ohne ihre Unterstützung wäre das niemals möglich gewesen“, schließt Greta Heemsoth.

Verleihung beim 100. Vereins-Jubiläum

Verliehen bekommen hat sie das Abzeichen übrigens noch nicht. Der RV Aller-Weser hofft auf eine feierliche Verleihung und Ehrung während des Turniers zum 100-jährigen Bestehen des Vereins, das auch coronabedingt auf das nächste Jahr verschoben werden musste.

Von Kira Kaschek

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