3:1 – TSV Etelsen bestraft Eintracht Cuxhaven für rustikale Spielweise / Blank mit Blitz-Führung

Gloger und Reiners als Vollstrecker

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Das endgültige Aus für Cuxhaven: Keeper Glüsing hatte sich gegen Bastian Reiners verzockt – der Etelser traf zum 3:1. ·

Etelsen - Von Ulf von der EltzDer Schlosspark taugt einfach nicht zur Erholung für die Spitzenteams der Fußball-Landesliga. Auch der FC Eintracht Cuxhaven erlebte gestern sein blau-weißes Wunder – Gastgeber TSV Etelsen feierte einen hoch verdienten 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den Titelanwärter.

„Was die als Tabellenzweiter für eine Spielanlage geboten haben, verdient die Note sechs. Von uns war es eine Demonstration,“ resümierte Bernd Oberbörsch ungewohnt barsch. Der Trainer hatte nach Abpfiff noch am rustikalen Auftritt der Kicker von der Küste zu knabbern – mit einem unrühmlichen Höhepunkt in der Nachspielzeit, als Sören Radeke an der Mittellinie gefoult worden war und einen Bänderriss erlitt. „Die hatten nur den Auftrag uns kaputtzutreten, man muss auch mal mit Anstand verlieren können“, ereiferte sich der Sottrumer: „Einzig die Männer, die blau-weiße Trikots trugen, wollten Fußball spielen.“ Dass die komplette Abwehrkette neu formiert war und Etelsen fast auf eine ganze Mannschaft verzichten musste, machte für Oberbörsch den Erfolg umso wertvoller. Von Beginn an stand Andre Wegert auf dem Platz, der nahezu ein Jahr zum Zuschauen verdammt gewesen war.

Die Schlossparkkicker legten einen Blitzstart hin: Alexander Blank beförderte die Kugel nach Jäger-Ecke zum 1:0 in die Maschen (3.). In der Folge war der Etelser Hintermannschaft die Verunsicherung noch anzumerken, Cuxhaven nutzte einige Fehler aber zunächst nicht. Bis zur 44. Minute: Nach einer weiten Flanke konnte Keeper Daniel Büchau den ersten Kopfball von Niklas Sabes noch abwehren, im Nachsetzen nickte Kai Dombrowski jedoch zum 1:1 ein.

Nachdem Spitze Max Altevoigt schon früh mit Oberschenkel-Blessur vom Feld gegangen war (26.), sorgte in Hälfte zwei fast nur noch Mario Gloger für Torgefahr. Zweimal vergab der Blondschopf aussichtsreich (56., 83.) – dann vollstreckte er: Konter über Jäger, der zwar gestoppt wurde, im Nachsetzen spielte Radeke aber einen Zuckerpass in die Gasse, Gloger ließ Glüsing per Flachschuss zum 2:1 keine Chance (85.). Und als der Keeper den Ball gegen Bastian Reiners verlor, bestrafte der Notstürmer die Eintracht mit dem 3:1 noch härter (90.+4). Das erlebte Dombrowski schon nicht mehr auf dem Feld mit – nach grobem Foul an Reiners hatte Cuxhavens Bester Rot gesehen (87.).

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