Etelser Kapitän nach 1:1 gegen Westercelle ernüchtert / Coach Goerdel: „Deutlich zu wenig“

Gloger: „Fühlt sich wie eine Niederlage an“

Kein Erfolg mit diesem Schuss: Alex Rufs Versuch wurde in der Westerceller Abwehr geblockt. Sturmpartner David Airich schaute dahinter gebannt zu. Trotz Überlegenheit kam der TSV Etelsen nur zu einem 1:1.
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Kein Erfolg mit diesem Schuss: Alex Rufs Versuch wurde in der Westerceller Abwehr geblockt. Sturmpartner David Airich schaute dahinter gebannt zu. Trotz Überlegenheit kam der TSV Etelsen nur zu einem 1:1.

Etelsen – Am Tag danach möchte sich Simon Gloger die Zeitungslektüre am liebste ersparen: „Da habe ich keine Lust, über dieses Spiel zu lesen.“ Ein bisschen war der Humor aber wieder zurückgekehrt beim Kapitän des Fußball-Landesligisten TSV Etelsen – der Genuss der Bratwurst mag geholfen haben. Am 1:1 (0:0) im Duell mit dem VfL Westercelle fand der Rotschopf an Sonntag indes wenig Erfreuliches, mit dem einen Punkt konnte er sogar nichts anfangen: „Es fühlt sich wie eine Niederlage an.“

Zwar gestalteten die Schlossparkkicker ihr zweites Heimspiel in Folge über weite Strecken überlegen, mit dem Auftakt gegen den MTV Treubund Lüneburg ließe es sich jedoch nicht vergleichen. Gloger: „Da haben wir zwar 0:1 verloren, aber eine Mega-Leistung geboten. Leider konnten wir daran nicht anknüpfen, das ist schon ernüchternd.“ Zu hastig, wenig Geduld und der fehlende letzte Wille in der Box – dem Mannschaftsführer hatte so einiges den sonnigen Nachmittag getrübt. Mit einer Schlussfolgerung, die entwaffnend wirkte: „Vielleicht haben wir uns auf dem Treubund-Spiel ausgeruht und den einen Schritt weniger gemacht – Kopfsache. Hoffentlich lernen wir daraus, dass wir gegen jeden Kontrahenten an die Grenzen gehen müssen.“

Sein Coach Nils Goerdel drückte es nicht ganz so drastisch aus, zeigte sich aber ebenso enttäuscht: „Das war deutlich zu wenig, wenn man unsere Qualität mit der von Westercelle vergleicht, ohne den Gästen zu nahe zu treten. Vor allem im letzten Drittel agierten wir viel zu unkonzentriert, die Bälle sind einfach nicht angekommen.“ Dabei hätte seine Elf das Match gewinnen müssen, bei 5:2 klaren Chancen, „daher ist es brutal ärgerlich.“

Im ersten Abschnitt vergab David Airich die besten beiden Möglichkeiten. Erst kam er nach Freistoß-Lupfer von Maximilian Jäger einen Schritt zu spät (10.), dann donnerte er die Kugel nach schöner Meyer-Vorarbeit freistehend in die Wolken (23.). Den Ex-Ottersberger hatte Goerdel zusammen mit Alex Ruf als Doppelspitze aufgeboten, „um vorne Präsenz zu haben. Sie sollten die Bälle klatschen lassen, damit von hinten Gefahr kommt. Aber beide haben sie nicht gut festgemacht.“ So konnte auch der agile Nils Koehle aus der hängenden Position heraus nichts beschicken.

Etwas überraschend ging Westercelle fünf Minuten nach der Pause 1:0 in Führung, als zunächst Daniel Janssen das Leder unnötig verlor und dann nach dem abgeblockten Schuss Eric Schlumbohm nicht attackierte – der VfL-Kicker durfte in den Winkel schlenzen. Nur 120 Sekunden später markierte Jäger jedoch das 1:1 mit einer Direktabnahme, als Nico Meyers Ecke zu kurz abgewehrt worden war. Per Kopf wollte Janssen seinen Fehler wieder wettmachen, verfehlte die Flanke jedoch aussichtsreich (59.). Vor Wittenbergs Chance (65.) zog sich Jäger beim Sprint wohl einen Muskelfaserriss zu und musste vom Feld.

Während für die Blau-Weißen Koehle noch zwei Möglichkeiten vergab (69., 85.), musste auf der anderen Seite Keeper Cedric Dreyer gegen Wittenburg (76.) und Boie (87.) klären, sonst hätte Etelsen sogar mit gänzlich leeren Händen dagestanden. Und vermutlich hätte dann Kapitän Gloger noch nicht einmal mehr die leckere Bratwurst geschmeckt.

Von Ulf Von Der Eltz

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