Glienewinkel freut sich schon auf Verden

„Der Derby-Sieg war wie ein Traum“

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Christian Glienewinkel

Kreis-Verden - Von Jürgen Honebein. VerdenKreis-Verden - Von Jürgen Honebein. Auch der Überraschungsderbysieger von 2015, Christian Glienewinkel (Celle), wird in Verden beim Dressur- und Springfestival 2015 aufsatteln. Der 30-jährige Adelheidsdorfer Amateur-Springreiter gewann vor wenigen Wochen in Hamburg-Klein Flottbek überraschend mit dem insgesamt 151. fehlerfreien Ritt der Geschichte das prestigeträchtige Deutsche Derby auf dem 14-jährigen Hannoveraner Wallach Professional Aircare und sicherte sich dadurch auch die Prämie von stolzen 30000 Euro.

Es ist bisher ein ganz besonderes Jahr für den Pferdewirt und ausgebildeten Altenpfleger, der vormittags im familieneigenen Altersheim als stellvertretender Pflegedienstleiter arbeitet und nachmittags auf einem kleinen Hof seine rund zehn Pferde bewegt, denn vor wenigen Wochen gewann er nicht nur das Derby, sondern hatte kurz zuvor auch seine Frau Ilka, geb. Schmerglatt, geheiratet. Durch den Sieg im Derby sprang Glienewinkel auf Platz zwei der renommierten „Riders Tour“ und startet daher in diesem Jahr auch noch auf den hochkarätig besetzten internationalen Turnieren wie in Münster, Paderborn und München. „Aus diesem Grund bringe ich auch mein Derbypferd wohl nicht mit nach Verden, sondern muss den Wallach schonen. Ich werde die Stute Pia Pacelli und den Wallach Levisto's Pleasure reiten“, kündigt der sympathische Reitersmann an. Mit Levisto's Pleasure wurde er im vergangenen Jahr in Verden im „Großen Preis“ Dritter und hat gute Aussichten, auch in diesem Jahr wieder ganz vorne mitzumischen.

Im Jahr 2013 erhielt Christian Glienewinkel aus den Händen der Ehrenvorsitzenden des PSV Hannover Erika Cordts das in Reiterkreisen begehrte Goldene Reitabzeichen. „Der Derbysieg in diesem Jahr war natürlich ein Traum, den ich noch nicht so richtig fassen kann. Es fühlt sich immer noch irgendwie unwirklich an, viele Profireiter aus der ganzen Welt geschlagen zu haben“, versichert Glienewinkel.

Seine Eltern waren es, die den jungen Christian zum Reitsport brachten. „Und das, obwohl meine Mutter Angst vor Pferden hatte“, lacht der 30-Jährige. Zunächst hat er, wie die meisten Jungs in seinem Alter, Fußball gespielt. Mit 14 Jahren packte ihn das Reitfieber. Sein Vater, der vor sechs Jahren starb, nahm ihn mit zu den Turnieren und weckte seine Begeisterung für das Springreiten. „Er war mein größter Förderer. Schade, dass er diesen Sieg im Derby nicht mehr erleben konnte“, bedauerte Glienewinkel, der für den Reit- und Fahrverein Nienburg reitet. Durch den Derby-Coup ist er natürlich urplötzlich in die Schlagzeilen aller Medien geraten. „Das war in den ersten Tagen zwar ganz schön, aber jetzt bin ich froh, dass der Alltag wieder einigermaßen eingekehrt ist“, so der frisch gebackene Ehemann, der sich auf das Verdener Turnier freut: „Die Veranstaltung ist für mich ja vor der Haustür. Daher bin ich im Sommer und auch im Winter in Verden immer gern dabei. Außerdem ist das Sommerturnier eine der wenigen internationalen Veranstaltungen in dieser Region.“

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