Weltreiterverband entscheidet sich ab 2021 gegen Verden

FEI gibt WM wieder nach Ermelo

Fein rausgeputzt und bald auch im neuen Gewand präsentiert sich das weite Rund des Verdener Stadiongeländes. Eine prestigeträchtige Reit-WM wird es aber vorerst nur im kommenden Jahr noch einmal sehen. Foto: Foto: OG-M-O-T-I-V-E; Oliver Gerling

Verden – Das trifft den Hannoveraner Verband bis ins Mark: Bei der Generalversammlung des Weltreiterverbandes FEI in Moskau hat das sogenannte FEI-Board die Austragungsorte mehrerer Weltmeisterschaften vergeben. Enttäuschend für Verden ist, dass die WM der Jungen Dressurpferde zwar wie vergeben im Jahre 2020 in der Domstadt stattfindet, doch für die drei Jahre von 2021 bis 2023 erneut das niederländische Ermelo den Zuschlag bekommen hat.

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht über die Entscheidung der FEI, haben aber keine Entscheidungsgewalt darüber gehabt. Nachdem Ermelo die WM schon drei Jahre gehabt hat, hatten wir gehofft, sie wieder für einen längeren Zeitraum nach Verden zu bekommen. Wir müssen jetzt 2020 zeigen, dass die WM der Jungen Dressurpferde auch bei uns, wie früher immer, in sehr guten Händen ist. Ob wir uns für 2024 wieder für die WM bewerben, kann ich noch nicht sagen. Darüber muss noch im Vorstand gesprochen werden. Die umfangreichen Umbaumaßnahmen auf dem Stadiongelände sind aber unabhängig von der WM der Jungen Dressurpferde. Das wird weiter vorangehen. Wir werden im nächsten Jahr zeigen, dass wir ein guter Ausrichter sind“, ist der 1. Vorsitzende des Hannoveraner Verbandes, Hans-Henning von der Decken, trotz der augenblicklichen Enttäuschung überzeugt. Dass die Entscheidung eine gegen den Hannoveraner Verband ist, der zuletzt wie berichtet erhebliche Turbulenzen im Vorstand über sich ergehen lassen musste, ist nicht bestätigt.

Auch Dr. Werner Schade, ehemaliger Geschäftsführer sowie Ex-Zuchtleiter des Hannoveraner Verbandes und mit besten Kontakten nach Ermelo ausgestattet, bedauert den FEI-Beschluss: „Das ist ein schwerer Schlag für den Turnierstandort Verden mit weitreichenden Folgen. Es überrascht mich aber nicht. So wie sich der Hannoveraner Verband aktuell präsentiert, haben die derzeit Verantwortlichen offensichtlich nicht alles getan, um die Stärken der Reiterstadt Verden für eine positive Entscheidung der FEI in die Waagschale zu werfen.“  jho

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