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Badens Gerken kann’s auch als Mittelblocker

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Von: Frank von Staden

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Rumms: Wieder landet gleich ein Angriffsball von Alexander Decker im Lindower Feld.
Rumms: Wieder landet gleich ein Angriffsball von Alexander Decker im Lindower Feld. © von Staden

Was für eine starke Vorstellung am Sonntagnachmittag von Badens Zweitliga-Volleyballern im Heimspiel gegen den SV Lindow-Gransee, der tags zuvor noch beim USC Braunschweig einen 3:1-Erfolg verbuchen konnte und mit ganz breiter Brust in die Lahofhalle kam. Zwar konnten die Gäste auch einen Satz sehr deutlich dominieren, letztlich aber mussten sie sich den Hausherren dann mit 1:3 beugen.

Baden Damit bleibt es im Abstiegskampf der 2. Bundesliga megaspannend. Denn durch diesen Erfolg schoben sich die Badener wieder auf Rang zehn in der Tabelle, der am Ende den Klassenverbleib bedeuten würde.

Zwei, die sich aus Berliner Internatszeiten bestens kennen, waren sie dort doch Zimmerkollegen: Benedikt Gerken und Adrian Klooss, die in ihren Teams MVP wurden.
Zwei, die sich aus Berliner Internatszeiten bestens kennen, waren sie dort doch Zimmerkollegen: Benedikt Gerken und Adrian Klooss, die in ihren Teams MVP wurden. © von Staden

Dabei mussten die Gastgeber noch beim Aufwärmen wieder einmal einen Nackenschlag wegstecken, als Ole Seuberlich einen Ball aufs Auge bekam und signalisierte, dass er wohl nicht einsatzfähig sein würde. Dabei sollte der Diagonale doch als Mittelblocker fungieren, da Jannik Haats als auch Björn Hagestedt auf dieser Position ausfielen und nur der junge David Weiß noch zur Verfügung stand. So machte TVB-Coach Werner Kernebeck aus der Not eine Tugend und beorderte kurzerhand Benedikt Gerken auf diese Position. Letztlich löste der Zuspieler die ihm gestellte Aufgabe mit so viel Bravour, dass er am Ende absolut zurecht zum MVP gekürt wurde. „Er hat richtig gute Blocks vor allem in kniffeligen Situationen gesetzt. Diese Lorbeeren hat er sich wirklich verdient“, sparte sein Übungsleiter später nicht mit Lob.

Das hatte natürlich das gesamte Team verdient. Doch Kernebeck hob dann auch noch Aaron Warneken hervor, der mit einem ganz starken Angriffsschlag aus der zweiten Reihe den Matchball zum 25:19, 25:22, 9:25 und 25:22 verwandelte. „Er hat das Spiel Baden-like beendet. Er hat die Chance gesehen und macht dann das Ding“, ist Kernebeck überzeugt, dass Warneken, der einzige Neuzugang zu Saisonbeginn, bereits voll die DNA des TVB entschlüsselt und quasi aufgesogen hat.

Einzig der dritte Durchgang dürfte dem Trainer so gar nicht geschmeckt haben. In dem drückte vor allem Lindows Zuspieler Adrian Klooss, der einstige Zimmergenosse von Benedikt Gerken während ihrer gemeinsamen Zeit im Volleyballinternat des VCO Berlin, dem Satz seinen Stempel nicht nur mit einer Serie von starken Aufschlägen auf.

Verwandelte den Matchball: Aaron Warneken.
Verwandelte den Matchball: Aaron Warneken. © von Staden

In Satz Nummer vier drohte die Lahofhalle dann ein ums andere Mal überzukochen. Wieder gelang dabei Klooss eine kleine Aufschlagserie, die eine Badener 17:14-Führung in ein 17:19 ummünzte. Ein Warneken-Aufschlag auf die Linie zum 23:21 wollten die Gäste dann im Aus gesehen haben. So protestierten sie vehement und gestenreich, statt sich weiter zu konzentrieren. Vielleicht ein Knackpunkt, warum erst David Weiß den ersten Matchball für den TV Baden holen durfte, den dann Aron Warneken letztlich zum so wichtigen 3:1-Satzgewinn verwandelte.

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