Ex-Lilienthaler wird Trainer des TSV Etelsen

Gerd Buttgereit: „Die Chemie hat sofort gestimmt“

Auf gute Zusammenarbeit: Gerd Buttgereit (links) wurde der Mannschaft des TSV Etelsen von Fußball-Boss Alexander Coels (rechts) als Trainer für die nächste Saison vorgestellt.

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Gerd Buttgereit war sofort Feuer und Flamme: „Das Team brennt trotz aller Personalsorgen. Es hat Lunte gerochen und will weiter alles versuchen, den Abstieg aus der Landesliga doch noch zu verhindern.“

Aber auch wenn das nicht mehr klappen sollte, wird der 52-Jährige in der nächsten Saison Trainer beim TSV Etelsen. „Zumindest müssen wir gedanklich auch mit der Bezirksliga planen“, erläuterte der künftige Chef an der Seitenlinie am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung.

Nach drei Treffen mit dem Vorstand und Beobachtungen in den Einheiten der Schlossparkkicker stand für den ehemaligen Erfolgscoach des SV Lilienthal/Falkenberg fest, dass er ligaunabhängig im Sommer bei den Blau-Weißen einsteigen wird: „Das Umfeld mit den handelnden Personen, die sich total dem Verein verschreiben, hat mich völlig überzeugt. Die Chemie hat sofort gestimmt.“ 

Nachdem Buttgereit in seiner zweijährigen Amtszeit beim SV Lilienthal/Falkenberg, den er in die Bezirksliga und dort auf den vierten Rang führte, fast alles alleine erledigen musste, stehen ihm künftig in Etelsen zahlreiche helfende Hände zur Seite: „Da kann ich mich voll und ganz auf das Trainieren sowie auf die Weiterentwicklung des Teams konzentrieren. Alles hier hat mich überzeugt, ich stand schließlich nicht unter Zugzwang.“

Situation im Unterbau verbessern

Wichtig für den Unternehmer eines mittelständigen Betriebes im Konditorei-Wesen ist die Situation im Unterbau der Herrenmannschaft. Da der TSV in diesem Bereich gut arbeite und er ein junges, hungriges Team vor sich haben wird, sieht er die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit gegeben. 

Zwar will er seine Philosophie der Qualität des Teams unterordnen, über die muss er sich jedoch in den nächsten Spielen erst noch vergewissern. Nur so viel: „Ich lege viel Wert auf die Defensive mit aggressivem Mittelfeld-Pressing und schnellem Umschalten über die Außen. Mal sehen, wie ich das nächste Saison einbringen kann.“

Selbst hält sich Buttgereit fußballerisch ständig auf dem Laufenden, bastelt gerade in Hamburg an der DFB-Elite-Lizenz, der Vorstufe zur A-Lizenz, mit der er bis hoch in die Jugendbundesliga trainieren darf: „Man muss sich als Coach schon weiterentwickeln, um den Anforderungen des modernen Fußballs gerecht zu werden. Da geht es um die Lehrgänge, nicht so sehr um den Besitz der Lizenzen.“ 

Beim FC Worpswede gestartet

Seinen Einstieg ins Geschäft hatte der Grasberger beim FC Worpswede von der U8 bis zur U12 erlebt. Danach stieg er bei der U17 des SV Lilienthal/Falkenberg ein, bevor er die Herren in die Bezirksliga führte und vergangenen Sommer ausstieg. Parallel bildete sich Buttgereit im Leistungszentrum des SV Werder bei der U9 und U10 weiter, bis er als Co-Trainer bei den Bundesliga-Frauen anfing. Diesen Job musste er aus privaten Gründen vor der Winterpause quittieren.

Jetzt also die Neuaufnahme beim TSV Etelsen, wo am Dienstagabend die Präsentation vor der Mannschaft über die Bühne ging: „Ich habe ihr den Spaß in den Einheiten angesehen, nach der verkorksten Hinserie hat Interimscoach Nils Goerdel in Zusammenarbeit mit André Koopmann und Alexander Coels erfolgreich als Brustlöser fungiert.“

Auch im Vorstand sind alle hellauf begeistert vom 52-Jährigen. Boss Coels: „Wir sind überzeugt, dass Gerd für uns der richtige Trainer ist. Er hat sofort den Draht zu den Spielern gefunden. Darüber hinaus sprechen die sportliche Qualifikation und der menschliche Umgang eindeutig für ihn – das Gesamtpaket passt also.“

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