Tennis steht im Hause Schwering an erster Stelle / Youngster Jana und Julian trumpfen auf

Gelbe Filzkugel bestimmt die Freizeit

Bei den Regionsmeisterschaften wurde Jana Schwering ihrer Favoritenrolle gerecht. Das Talent des Nindorfer TC triumphierte in der Altersklasse U12.
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Bei den Regionsmeisterschaften wurde Jana Schwering ihrer Favoritenrolle gerecht. Das Talent des Nindorfer TC triumphierte in der Altersklasse U12.

Etelsen – Am kommenden Montag, 17. Januar, ist es so weit. Dann treffen sich die weltbesten Tennisspieler in Melbourne zu den Australian Open. Aktuell rückt der Sport im Zuge des Eklats um Novak Djokovic zwar etwas in den Hintergrund, doch im Haus der Familie Schwering dürfte der Fernseher dennoch glühen. Denn der gelbe Filzball spielt im Leben der Etelser eine ganz große Rolle. Das gilt in erster Linie für die zwölfjährige Jana und den neunjährigen Julian. Die Youngster des Nindorfer TC zählen zu den größten Talenten im Landkreis Verden.

Das demonstrierten die Geschwister unlängst bei den Regionsmeisterschaften. Als klare Favoritin in ihrer Altersklasse an den Start gegangen, ließ Jana von Beginn an keine Zweifel in der U12 am späteren Sieg aufkommen und gewann ihre vier Spiele jeweils in zwei Sätzen. Ihr Bruder Julian musste sich indes mit dem dritten Platz in der U11 zufriedengeben. Allerdings kam das nicht unerwartet, da der Etelser noch dem jüngeren Jahrgang angehört und aktuell die ersten Turniere auf dem großen Platz bestreitet. „Bis dato hat Julian noch im Mid-Court gespielt. Und da hat er die Orange-Cup Serie auf dem zweiten Platz in Niedersachsen beendet“, erklärt Vater Arne, der in der Vergangenheit zu den Leistungsträgern des Handball-Regionalligisten SG Achim/Baden zählte. „Nebenbei habe ich aber auch immer Tennis gespielt. Und da meine Kinder oftmals beim Training dabei waren, haben sie ebenfalls die Begeisterung für den Sport entdeckt.“

Jana Schwering triumphiert bei den Regionsmeisterschaften - Bruder Julian auf Platz drei

Bei Jana spielte aber auch der Zufall eine große Rolle. Die Rechtshänderin, die Ende des vergangenen Jahres auf Platz 45 in der U12 der deutschen Rangliste geführt wurde, wurde von einer Freundin der Familie mit gerade einmal viereinhalb Jahren zu einem Training für Anfänger mit nach Daverden genommen. Mit nachhaltiger Wirkung. „Jana war sofort Feuer und Flamme. Dass sie dann auch schnell die ersten Erfolge feiern konnte, war sicher nicht hinderlich. Seitdem betreibt sie den Sport, ohne dass wir sie dazu treiben müssten. Nein, sie geht immer gerne zum Training“, bezeichnet Arne Schwering seine Tochter, die als Vorbilder Angelique Kerber und Roger Federer angibt, als überaus ehrgeizig. Mittlerweile stehen für die Zwölfjährige und ihren Bruder dann auch schon vier Einheiten in der Woche auf dem Programm. Ein Pensum, das auch die Familie fordert. „Einmal fahren Oma und Opa die beiden zum Kadertraining nach Bremen und die anderen beiden Male übernimmt meine Frau Katharina. Und wenn es dann am Freitag zum Vereinstraining nach Nindorf geht, bin ich an der Reihe. Da kann ich dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, schmunzelt Papa Arne, der dann natürlich ebenfalls zum Schläger greift.

Der Spaß am Sport muss an erster Stelle stehen

Dass beide Kinder dem Tennissport verfallen sind – für Arne und Katharina Schwering eine erfreuliche Situation. „Das macht es für uns natürlich einfacher. Da Julian und Jana oftmals auch parallel oder hintereinander trainieren, erleichtert die Fahrerei für uns enorm. Und da wir ja beide auch selber spielen, trainieren wir gerne auch als Familie und schlagen in Nindorf öfter mal ein paar Bälle zusammen“, gibt Arne zu verstehen. „Da wir auch gerne reisen, haben wir das eine oder andere Mal auch Teilnahmen unserer Kinder an Turnieren mit einem Kurzurlaub für die Familie verbunden. Unter anderem waren wir im vergangenen Jahr für drei Tage im Saarland, da Jana dort gefordert war.“

Julian Schwering belegte den zweiten Platz bei der Orange-Cup Serie in Niedersachsen.

Die Lust am Tennis ist auf jeden Fall noch ungebrochen. Für Arne Schwering auch ein Verdienst von Oliver Mutert, seines Zeichens Regions- und dezentraler Landestrainer sowie von Andreas Schach, der die Einheiten in Nindorf leitet. „Beide machen eine super Arbeit und haben damit einen erheblichen Anteil an der Entwicklung unserer Kinder. Aber letztlich liegt es ohnehin an Jana und Julian. Solange beide noch Lust haben, werden wir sie so gut es geht auch fördern. Aber es muss auch noch Zeit für andere Dinge sein und bleiben“, darf es für Arne Schwering weiterhin keinen Druck geben. „Es muss auch Spaß machen und auf freiwilliger Basis geschehen.“ Aber vermutlich wird es in Kürze etwas Druck geben. Denn so einfach werden Jana und Julian ihren Platz vor dem Fernseher sicherlich nicht räumen. Schließlich warten die Australian Open.

Von Kai Caspers

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