Vorsitzender Heiko Strüver: „Wollen Neuanfang“ / Auch TSV Ottersberg laufen Fußballer weg

Geht beim TSV Achim das Licht aus?

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Es sieht ganz danach aus, als ob Achims Vereinsboss Heiko Strüver Coach Abdu Nasraoglu bald nicht mehr den Weg weisen wird.

Von Frank von StadenACHIM/OTTERSBERG · Sie gehörten über Jahrzehnte neben dem TSV Verden zu den Fußball-Aushängeschildern im Kreis, doch so langsam schrillen nicht nur beim tief gesunkenen TSV Achim die Alarmglocken. Auch dem TSV Ottersberg droht in Zukunft der Unterbau im Herrenbereich wegzubrechen. Und das könnte fatale Folgen haben, wie es die derzeit jämmerliche Situation beim TSV Achim beweist.

Die 1. Herren wird nach dem Abstieg aus der Bezirksliga gleich in die Kreisklasse durchgereicht. Nun herrschen im Achimer Vorstand Überlegungen vor, die eigentlich noch gut funktionierende 2. Herren ganz abzumelden. Natürlich weiß Vereinsboss Heiko Strüver nur zu genau, dass im Fußball-Traditionsclub aber enorm der Wurm drinsteckt: „Wir müssen jetzt die Reißleine ziehen. Momentan stimmt in der Fußballsparte kaum noch etwas. Was wir jetzt brauchen, ist einen radikalen Schnitt, einen Neuanfang. Und der muss so klar sein, dass wir es dann in Kauf nehmen müssten, sogar bis in die 2. Kreisklasse abzutauchen! Sicherlich ist das für einen einst so renommierten Verein unwürdig. Doch wollen wir endlich einmal richtig aufräumen, ist dieser Weg unumgänglich.“

Dabei scheint es so, dass sich die Wege vom TSV Achim und 1. Herren-Trainer Abdu Nasraoglu nach nur einem Jahr wieder trennen werden. Denn der Übungsleiter steht scheinbar auf dem Sprung zum TSV Ottersberg, soll dort nach Willen des TSV-Vorstandes das Erbe von Reserve-Coach Gregor Schoepe antreten. „Er ist ein Wunschkandidat“, bestätigte gestern Ottersbergs Fußball-Chef Henning Haltermann. Im selben Atemzug muss dieser dann aber auch eingestehen, dass das Projekt „Perspektivmannschaft“, sprich 3. Herren, kläglich gescheitert ist. Am Wochenende trat das Team aus der 1. Kreisklasse zum dritten Mal nicht an, ist damit erster Absteiger. „Wir werden in der kommenden Saison auch keine Dritte mehr melden. Es waren und sind einfach zu wenig Spieler vorhanden“, erklärte gestern Markus Bremermann, der für diese Elf die Verantwortung im Hintergrund übernahm. Und Haltermann fügte an: „Schade, denn es hat ja eine Zeit lang funktioniert. Aber wir dürfen die anderen Teams jetzt nicht vernachlässigen.“ Wie vor allem die Reserve als auch die Oberliga-Mannschaft. So sieht es so aus, als sollten einige Ottersberger Spieler Gregor Schoepe Richtung Fischerhude folgen. „Und auch die Spielersuche für unsere Erste entpuppt sich in diesem Jahr als äußerst schwer“, räumte Haltermann gestern ein.

Enttäuscht zeigte sich indes der Trainer der Dritten, Marko Koslowski. Der 46-Jährige ging das Projekt der Durchlässigkeit – Spieler sollten aus 1. und 2. Herren als auch A-Junioren rekrutiert werden – mit viel Euphorie an. „Am vergangenen Sonnabend aber standen mir dann wieder einmal nur acht Freiwillige zur Verfügung. Schade, dass es soweit kommen musste. Immerhin hatten wir gute Aufstiegschancen“, so der Übungsleiter, der aber dann vom Vorstand keine Info erhielt, dass die Dritte zukünftig nicht mehr existieren wird. „Dabei hätte ich als Trainer gern weiter gemacht“, so Koslowski, der jetzt einen neuen Verein sucht (Tel.: 01741666236).

Ob den auch Achims Noch-Reservetrainer Thomas Schuler suchen muss – abwarten. Gut möglich aber, dass seine Elf in Zukunft das Aushängeschild beim TSV wird. Strüver: „Wir werden sehen!“

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