Gedächtnis Preis ein Höhepunkt bei VER-Dinale / Bis zum Tod Bundestrainer

Schmezer – für die Dressur in Verden der Wegbereiter

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Ebnete der Dressur in Verden den Weg: Der viel zu früh verstorbene Bundestrainer Holger Schmezer, hier mit den Nationalreiterinnen Heike Kemmer (links) und Ulla Salzgeber bei einer Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde im Stadion.

Verden - Bei der 40. Auflage der Verdener Hallenreitturniers VER-Dinale ist die Dressur-Hauptprüfung dem unvergessenen und viel zu früh verstorbenen, langjährigen Bundestrainer der Dressurreiter Holger Schmezer (Verden-Borstel) gewidmet. Der „Holger Schmezer Gedächtnispreis“ wird als Drei-Sterne-Dressurprüfung Kl. S - Grand Prix Kür - ausgetragen. Startberechtigt sind die besten acht Reiterinnen und Reiter der zuvor gerittenen Drei-Sterne-Dressurprüfung Kl. S - Kurz Grand Prix.

„Holger Schmezer hat jahrelang unser Hallenreitturnier entscheidend mitgeprägt, so dass er sich bei uns als Verdener einen unvergessenen Namen gemacht hat“, sagt der Vorsitzende des Rennvereins Verden und Turnierleiter Kurt-Henning Meyer. Schmezer hat dafür gesorgt, dass beim Event in der Niedersachsenhalle der Dressursport immer sehr präsent war. Die Siegerliste im „Grand Prix“ umfasst so bekannte Größen wie Ingrid Klimke, Karin Rehbein, Klaus Husenbeth, Holga Finken oder Hartwig Burfeind – um nur einige zu nennen.

Sein plötzlicher Tod in einem Hotelzimmer im holländischen 's-Hertogenbosch am 19. April 2012 hat menschlich und sportlich eine Riesenlücke hinterlassen. Der Bundestrainer der Dressurreiter wurde nur 65 Jahre alt. Der Weg des in Plön geborenen Holger Schmezer zum Reitsport kam über den Modernen Fünfkampf zustande. Er war zunächst, was viele vielleicht nicht wissen, ab 1962 auch als Spring- und Vielseitigkeitsreiter aktiv.

Bald stellte er aber fest, dass ihm das Dressurreiten am meisten Spaß machte. Schmezer ignorierte den Rat seiner Eltern, einen „ordentlichen“ Beruf zu erlernen, und machte ab 1967 eine Bereiterlehre am Dressurstall von Gustav Eggert und Dieter Bruhn in Aumühle (Hamburg). Nach bestandener Prüfung trat Schmezer gut zwei Jahre später ein viereinhalbjähriges Volontariat bei der Hamburger Dressurlegende Willi Schultheis an. Dort lernte er besonders, dass immer nur der Blick nach vorne zählt und nicht der in die Vergangenheit.

Mitte der 1970-er Jahre stellte Schmezer zusammen mit seiner ersten Frau Inge auf den Auktionen des Hannoveraner Verbandes die Pferde vor. 1979 eröffnete er einen Stall in Verden-Borstel und führte ihn bis 1999. Bereits seit 1996 arbeitete Schmezer als Bundestrainer Dressur der Junioren und Jungen Reiter.

Team-Gold bei Olympia

2004 als größter Erfolg

Im Jahre 2001 folgte die Krönung, denn aufgrund seiner überragenden Leistungen als Trainer und auch als Reiter (über 100 Siege in S-Dressuren) wurde er beim DOKR Nachfolger von Klaus Balkenhol als leitender Bundestrainer Dressur. Er blieb es bis zu seinem plötzlichen Tod im April 2012.

Seine größten Erfolge waren Olympisches Gold mit der Mannschaft und Silber mit Ulla Salzgeber/Rusty 2004 in Athen. Zweimal WM-Teamgold und zweimal WM-Einzelgold (Nadine Capellmann/Farbenfroh und Isabell Werth/Satchmo 2002 und 2006) und etliche Titel mit der deutschen Mannschaft und im Einzel bei den Europameisterschaften 2001, 2003, 2005 und 2007. Holger Schmezer ist trotz aller Erfolge stets im Herzen ein Verdener geblieben und hat großen Anteil daran, dass die Dressur bei der VER-Dinale seit vielen Jahren fest eingebunden ist. Der mit 5000 Euro dotierte „Holger Schmezer Gedächtnispreis“ verspricht aufgrund der vorliegenden Nennungen ein besonders spannender Dressurwettbewerb zu werden.

Am Donnerstag ist der Eintritt frei. Karten für die anderen drei Turniertage können unter Telefon 04231/62965 oder per Mail unter tickets@ver-dinale.de oder gstroeve@t-online.de gebucht werden. Wie in den vergangenen Jahren werden Gruppen-Ermäßigungen auf Anfrage gewährt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ver-dinale.de.

jho

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