Fußball-Urgestein übernimmt Traineramt beim Kreisliga-Letzten / „Ein Muss“

Lambers – er soll Blender das Sieger-Gen einpflanzen

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Bringt er das Sieger-Gen nach Blender? Neu-Coach Jörg Lambers, eingefleischter Bayern-Fan.

Blender - Von Ulf von der Eltz. Mit dem Abstieg aus der Fußball-Kreisliga hat sich der TSV Blender längst abgefunden – dennoch herrscht in dieser misslichen Lage Aufbruchstimmung: Urgestein Jörg Lambers übernimmt ab sofort das Traineramt und will das Schlusslicht wieder auf Vordermann bringen.

„In erster Linie geht es darum, dass die Truppe die wilden Ergebnisse aus den Köpfen kriegt und wieder Spaß am Fußball gewinnt“, nennt der Polizist bei der Kripo Verden seine Hauptaufgabe. Der gebürtige Emsländer, den es vor 16 Jahren wegen des Berufs und der Liebe nach Blender verschlagen hat, zieht derzeit in der Vorbereitung die Zügel an: „Wir wollen die Runde solide zu Ende spielen und Kontinuität reinbringen. Erfolge kommen dann automatisch, denn die Mannschaft ist nicht so schlecht wie es das Tabellenbild vermuten lässt.“ Sein Credo: „Jeder Kicker, der ein Training verpasst, muss sich ärgern.“ Unterstützung gibt der bisherige Coach Michael Wagemann, der als Co-Trainer fungiert.

„Projekt Rückrunde“ nennt Lambers sein zunächst auf fünf Monate befristetes Engagement beim Aufsteiger: „Ob dann mehr daraus wird, kann ich noch nicht sagen. Ich weiß ja nicht, wie sich alles entwickelt.“ Doch die Vorstandsetage darf berechtigte Hoffnung auf länger hegen, „denn es ist jetzt schon ein Ruck durchs Team gegangen.“ Der 40-Jährige wäre überrascht, wenn sich das im Sommer völlig anders darstellen würde.

Einen Ruck musste er sich selbst nicht geben, als sein Verein, für den er bis 2007 einzig kickte, rief: „Es war für mich sofort klar, dass ich helfe. Einfach ein Muss, denn schließlich bin ich ja mit dem TSV Blender quasi verheiratet.“ Diese Gunst machten sich dann auch Steffen Hesse, 2. Vorsitzender, sowie Sport- und Sozialwart Bernd Fehmer zu eigen. „Jörg hat Stallgeruch. Dass es für ihn eine Herzensangelegenheit ist, haben wir sofort gemerkt, als wir ihn fast überfallartig um Hilfe gebeten haben. Und wir sind froh, dass er sich bereit erklärt hat“, freut sich Fehmer auf die Zusammenarbeit.

Wobei sich der Funktionär auch als Visionär gibt: „Es könnte so etwas wie der Anfang vom Wiederaufstieg sein.“ Klare Sache also, dass sich Fehmer Erfolge ausmalt und an einer langfristigen Tätigkeit des Inhabers der C-Lizenz Fußball glaubt. In der Hoffnung, der eingefleischte Bayern-Fan möge Blender das Sieger-Gen einpflanzen.

Familienvater Lambers, der mittlerweile in Daverden wohnt, hat eine halbjährige Pause hinter sich, davor hatte er beim FSV Langwedel-Völkersen die damalige U13 übernommen, bis zur U17 hoch gecoacht und den Sprung auf die Bezirksebene geschafft.

Personell tut sich in Lambers’ Kader auch schon etwas. Zwar fällt Hermann Bischof nach Kreuzbandriss und OP für den Rest der Saison aus, aber die „Alt-Blenderaner“ Timke Mügge für den Sturm sowie Moritz Winkel fürs Mittelfeld wurden für einen Wiedereinstieg gewonnen.

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