Fußball-Oberligist TB Uphusen zittert sich zu einem 2:0 gegen Kellerkind Uelzen

Einzig Keeper Leon Seeger erreicht Normalform

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Egzon Prcani stand nach über einem Jahr erstmals wieder in einer Start-Elf, zeigte dafür eine ganz ordentliche Leistung.

Uphusen - Von Frank von Staden. Fußball-Oberligist TB Uphusen zitterte sich am Sonntagnachmittag zu einem mühevollen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den bis dato noch sieglosen Tabellenletzten SV Teutonia Uelzen und profitierte dabei einzig und allein von der eklatanten Abschlussschwäche der Gäste sowie von seinem Keeper Leon Seeger, der als einziger im Dress des Turnerbundes Normalform erreichte.

Auch Uphusens Coach Dennis Offermann wusste nach dem Abpfiff, dass sein Team trotz des 2:0 nicht das bessere, sondern nur das glücklichere war, konstatierte: „Das war ein dreckiger Arbeitssieg! Doch das Wichtigste ist letztlich, dass wir die drei Punkte haben. Heute konnten wir zu keinem Zeitpunkt zeigen, was wirklich in uns steckt. Dafür war der Druck einfach zu hoch auf unser junges Team. Denn ein Sieg war ja Pflicht. Klar hatten wir viel Glück. Denn Uelzen hatte Minimum drei 100-prozentige Einschussmöglichkeiten. Doch letztlich haben wir die Tore geschossen!“

Allerdings musste beide Male ein Standard dafür herhalten. Dabei glichen sich beide Tore wie eineiige Zwillinge. Fast von derselben Position brachte Can-Dennis Blümel einen Freistoß auf den kurzen Pfosten. Den ersten spitzelte Denis Spitzer mit dem Fuß über die Linie (58.), dem anderen gab der gerade zuvor eingewechselte Yassin Bekjar mit den Haarspitzen die entscheidende Richtungsänderung (89.).

Letztlich allerdings war es einzig und allein Leon Seeger zu verdanken, dass diese beiden Tore nicht nur Makulatur waren. Denn im Grunde hätten die Uelzener bis Mitte des zweiten Durchgangs führen müssen, ließen es aber vor dem Gehäuse an Durchschlagskraft vermissen. So war Seeger kurz vor der Pause eigentlich schon geschlagen, als Malte Bertram aus der Kurzdistanz frei zum Schuss kam, diesen aber hauchzart neben den Uphuser Kasten setzte (44.). Nicht besser erging es dann Jan Felix Anders (64.) als auch Pietro Papa (75.). „Da haben wir viel zu schlampig verteidigt“, wusste Offermann.

Zwar besaßen auch die Uphuser gute Einschussmöglichkeiten, doch aus dem Spiel heraus machten sie es einfach zu kompliziert. Im ersten Durchgang boten sich da Bekim Murati (41.) und dem erstmals nach seinem noch im Ottersberger Dress erlittenen Kreuzbandriss wieder in der Start-Elf stehenden Egzon Prcani (23./42.) die besten Chancen.

Als dann Uelzens Dennis Flüggel das Kunststück gelang, die Lederkugel aus nur zwei Metern übers Tor zu dreschen (57.), schlug der Turnerbund quasi im Gegenzug erstmals zu. Der Treffer allerdings war wenig krampflösend. Im Gegenteil. Der TBU demonstrierte weiter mit Inbrunst ein Fehlpassfestival, schaffte es kaum einmal, das Sportgerät mehr als über drei, vier Stationen in den eigenen Reihen zu halten. „Ja“, wusste da Offermann, „je länger das Spiel dauerte, desto mehr kam bei meinen Jungs die Angst vor dem Ausgleich auf.“ Am Ende aber retteten dann das Glück und Leon Seeger diesen wichtigen Sieg im Abstiegskampf über die Zeit.

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