Oberligist feiert ersten Saisonsieg gegen Bersenbrück / Güthermanns Traumtor

TBU gelingt der Befreiungsschlag – 2:1

Uphusens Mittelfeldspieler Abdullah Dogan, der sich in dieser Szene nicht stoppen lässt, bewies beim 2:1-Erfolg über Bersenbrück jede Menge Übersicht.
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Uphusens Mittelfeldspieler Abdullah Dogan, der sich in dieser Szene nicht stoppen lässt, bewies beim 2:1-Erfolg über Bersenbrück jede Menge Übersicht.

Erster Saisonsieg für Fußball-Oberligist TB Uphusen. Auf eigenem Platz behauptete sich das Team von Christian Ahlers-Ceglarek gegen den TuS Bersenbrück, der am Ende nach drei Platzverweisen nur noch mit acht Spielern auf dem Platz stand, mit 2:1 (2:1).

Uphusen – Zwei Minuten vor dem Abpfiff der Partie gegen den TuS Bersenbrück zog Philipp-Bruno Rockahr noch einmal einen letzten Sprint an. Nach erfolgreicher Balleroberung kam aber sofort das Zeichen an Trainer Christian Ahlers-Ceglarek. Völlig platt bat der Kapitän des Fußball-Oberligisten TB Uphusen um seine Auswechslung. Doch diese eine Szene war sinnbildlich für das Auftreten der Gastgeber. Von Beginn an wurde sich in jeden Zweikampf geworfen und kein Ball verloren gegeben. Verdienter Lohn war ein 2:1 (2:1)-Erfolg.

Jonathan Bondombe-Simba und Pedro Güthermann treffen

Noch im Vorfeld hatte TBU-Coach Ahlers-Ceglarek seine Spieler in die Pflicht genommen und ihnen verdeutlicht, dass es nur mit hundertprozentigem Einsatz geht. Dabei nahm sich „Zecke“ ebenfalls nicht aus der Verantwortung. Auch er war ständig in Bewegung und seine Anweisungen hallten lautstark über den Platz. „Ich hatte das Gefühl, dass die Jungs von außen ein bisschen mehr Push brauchen. Und ich glaube, es hat auch ganz gut geholfen“, war ihm die Erleichterung über die ersten drei Punkte in dieser Saison ganz deutlich anzuhören. Zumal es in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal richtig brenzlig wurde für seine Elf. Nur gut, dass der Schuss von Bersenbrücks Dennis Fuchs knapp am Gehäuse der erneut überzeugenden TBU-Torhüters Maximilian Hentrich vorbeistrich. Hätte der Ball den Weg ins Ziel gefunden, wäre das der nächste Nackenschlag für die Uphuser gewesen. Denn zu diesem Zeitpunkt agierte Bersenbrück nach einer Ampelkarte (52.) für Lars Spit sowie zwei Roten Karten (89./90.) für Tobias Guthart, der sich ein Frustfoul an Mirco Temp geleistet hatte und Moritz Waldow, der daraufhin Schiedsrichter Moritz Kliebe, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, beleidigte, in dreifacher Unterzahl. „Vorher müssen wir schon viel mutiger und vor allen Dingen ruhiger spielen. Aber wo soll diese Ruhe auch herkommen? Wichtig war, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt und die nötige Mentalität bewiesen hat. Daher nehme ich auch gerne einen dreckigen Sieg“, so Ahlers-Ceglarek. „Dass es am Ende bei den langen Bällen noch mal eng werden kann, ist kein Wunder. Denn Bersenbrück verfügt über Spieler, die sind in einem ganz anderen Stockwerk unterwegs.“

Seine Geschwindigkeit stellte Bersenbrück vor einige Probleme: Uphusens Torschütze Pedro Güthermann.

Wichtig war, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt und die nötige Mentalität bewiesen hat. Daher nehme ich auch gerne einen dreckigen Sieg.

TBU-Trainer Christian Ahlers-Ceglarek

Auf dem tiefen Platz entwickelte sich von Beginn an ein echtes Kampfspiel. Dabei hatten die Gastgeber die ersten guten Aktionen. Strich ein Abschluss (16.) von Mohammed Tekin noch knapp über das Tor, war es in der 22. Minute so weit. Nach einem Freistoß des überzeugenden Abdullah Dogan war Jonathan Bondombe-Simba am zweiten Pfosten mit dem Kopf zur Stelle – 1:0. Auch am zweiten Treffer hatte er großen Anteil, da er ganz geschickt die schnelle Ausführung eines Freistoßes verhinderte. Der Ball landete so bei Pedro Güthermann und der fasste sich aus gut 40 Metern ein Herz und zauberte das Leder über den weit vor seinem Kasten stehenden Gäste Keeper Nils Böhmann zum 2:0 (24.) genau unter die Latte – ein Traumtor. Den Ärger der Gäste konnte Ahlers-Ceglarek definitiv nachvollziehen. „Jonathan hat das clever gemacht. Und ich habe auch schon einige Schiedsrichter gesehen, die solche Szenen weiterspielen lassen.“ Noch vor der Pause verkürzten die Gäste auf 1:2 (31.) durch Santiago Aloi und bekamen danach Oberwasser. Doch zunächst lenkte TBU-Keeper Hentrich einen Ball an die Latte (37.) und in der 45. Minute rettete der Pfosten für die Gastgeber.

Drei Platzverweise für Bersenbrück

Nach dem Wechsel hatte Bersenbrück trotz des ersten Platzverweises (51.) erneut eine gute Chance, doch Hentrich parierte glänzend (52.) gegen Markus Lührmann. Danach hätten Rasho Hazim Chicho (75.) und Dogan (82.) für klare Verhältnisse sorgen können, doch sie vermochten ihre Möglichkeiten nicht zu nutzen. Glück dann in der 87. Minute, als Gäste-Kapitän Mark Flottemesch das Leder aus 16 Metern neben das leere Tor setzte. Als dann endlich der erlösende Abpfiff ertönte, gab es auf Seiten der Gastgeber kein Halten mehr. Jubelnd liefen auch die Ersatzspieler auf den Rasen und feierten den extrem wichtigen Befreiungsschlag. Mittendrin Uphusens Kapitän Rockahr, der auch wieder genügend Luft hatte, um sofort lautstark eine Kiste Bier für die Mannschaft bei Florian Warmer, Sportlicher Leiter des TBU, einzufordern.

Von Kai Caspers

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