Fußball-Oberligist TSV Ottersberg zieht kritisch Bilanz / Bremermann nun Sportdirektor / JFV geplatzt

Auch Sammrey wird hinterfragt

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Treueschwur statt Trennung: Der Vorstand um Chef Torsten Kuper (r.) steht voll und ganz hinter Trainer Axel Sammrey.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Die Klasse wurde am Wochenende mit Ach und Krach gehalten, Grund genug für den Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg, gleich am Montagabend einmal kritisch Bilanz zu ziehen. Und die Protagonisten, die an dieser Sitzung teilnahmen, hatten sich doch einiges zu sagen. Über mehrere Stunden wurde teilweise hitzig diskutiert. „Und nach solch einem Saisonverlauf ist es durchaus normal, dass dann auch die Arbeit des Trainers genauer unter die Lupe genommen und hinterfragt wird“, räumte da Ottersbergs neuer Fußball-Boss Torsten Kuper ein, dass Axel Sammrey zuletzt nicht mehr von allen „Großmächten“ im Verein die volle Rückendeckung genoss.

„Der Vorstand allerdings stand und steht voll hinter Axel. Das muss ich hier einmal klarstellen. Deshalb war es am Montag auch nie das Thema, uns von ihm zu trennen, wie es die Gerüchteküche zuletzt immer wieder aufkochte. Und auch, dass uns ein Hauptsponsor verlassen könnte, falls Axel Sammrey weiter Trainer bleibt, ist nichts anderes als eine Falschmeldung. Nein, vielmehr haben wir uns darauf geeinigt, dass es nach der Ära Henning Haltermann neue Strukturen im Verein geben soll“, klärte Kuper gestern weiter auf.

So wurde in Mike Petersen offiziell ein neuer Jugendobmann installiert. Und ein neues Amt ins Leben gerufen – das des Sportdirektors. „Dafür ist natürlich Markus Bremermann absolut prädestiniert. Er soll in Zukunft erster Ansprechpartner für die Spieler sein, wird mit potenziellen Neuzugängen erste Gespräche führen, bevor dann der Trainer mit ins Boot geholt wird. Markus ist quasi das Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer, Vorstand, Förderverein. Auch wird er Kontaktpartner für andere Vereine sein. Denn er hat über Jahre ein Netzwerk aufgebaut, das ich gar nicht haben kann“, so der 45-Jährige. Dabei verspricht sich der Vorstand vor allem eine Arbeitserleichterung für Axel Sammrey, „der sich ab jetzt dann nur noch um die rein sportlichen Belange kümmern muss.“

Kuper möchte, „dass die gesamte Basis neu strukturiert wird. Wir wissen, dass das nicht von heute auf morgen gehen kann, es viel Zeit in Anspruch nehmen wird.“ Unter anderem soll dabei ein einheitliches Spielsystem eingeführt werden. Heißt: Bereits sämtliche Jugendteams werden taktisch so geschult wie die 1. Herren. Damit soll der spätere Einstieg vereinfacht werden. Schon bei seinem Amtsantritt erklärte Kuper, dass ihm vorschwebe, in Zukunft mehr Spieler aus der Region im Oberliga-Team einzugliedern. „Das haben wir uns auch am Montag noch einmal auf die Fahnen geschrieben. Allerdings so, ohne die Spielstärke der 1. Herren zu schwächen.“ Heißt im Klartext, dass die Oberliga-Mannschaft in der Saison 14/15 nur sehr bedingt ein runderneuertes Gesicht erhalten wird.

Die angestrebte Verknüpfung im Jugendbereich mit dem FC Verden 04, um einen Jugendförderverein zu gründen, ist indes auf Eis gelegt. Kuper: „Wir vom TSV Ottersberg müssen da erst einmal unsere Hausaufgaben machen. Wir sind noch längst nicht so weit wie der FC. Dort wird wirklich eine sehr gute Jugendarbeit gemacht. Davon können wir nur lernen.“

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