Sünder können mit einer langen Sperre belegt werden

Verdacht auf Wettbetrug: Uphusen zeigt sich selbst an

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Nun scheint auch die Fußball-Oberliga Niedersachsen ihren ersten Wettskandal zu haben: Der Achimer Club TB Uphusen erstattete wegen des Verdachts gegen Spieler vorsorglich Selbstanzeige beim Niedersächsischen Fußball-Verband.

Uphusen - Von Frank von Staden und Kai Caspers. Jetzt erschüttert der Vorwurf des Wettbetrugs auch die Fußball-Oberliga Niedersachsen. Am Montagabend ging beim Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) eine Verdachtsanzeige des Achimer Stadt-Clubs TB Uphusen ein: Zwei seiner Spieler könnten das Spiel gegen den SSV Jeddeloh (2:4) manipuliert haben.

Bereits kurz nach dem Schlusspfiff am Samstagabend waren erste Gerüchte aufgekommen, am Sonntag glühten vielerorts die Handys im Landkreis Verden. Einziges Thema: Die kuriosen Vorkommnisse in der Endphase der Begegnung, in der der Turnerbund nicht nur einen Strafstoß verschoss, sondern sich auch in kurzer Zeit zwei völlig unnötige Platzverweise einhandelte. Darüber hinaus bestätigte der TB Uphusen später Aussagen „vereinstreuer Personen“, dass sie am Rande der Partie Gespräche vernommen hätten, die auf ein vorsätzliches Manipulationsverhalten zumindest eines Uphuser Spielers hindeuten würden. Daraufhin reagierten die Verantwortlichen des Vereins, setzten nach stundenlanger Sitzung und vielen Telefonaten Montagabend den Niedersächsischen Fußball-Verband davon in Kenntnis, dass auch sie aufgrund ihrer Recherchen ein bewusstes Fehlverhalten zweier Spieler nicht mehr ausschließen können.

Speziell auf diese Partie sollen beim Sportwettenanbieter Tipico hohe Summen auf eine Handicap-Wette platziert worden sein. Bei dieser Variante ist die Quote bei richtigem Ausgang erhöht. Zudem erhärtete sich beim TB Uphusen der Verdacht, dass Spieler des Oberligisten schon seit geraumer Zeit Geld bei Wettanbietern auf die eigene Liga und auch auf eigene Spiele platziert haben sollen. Diese Form des Wettens ist strafbar, vom DFB gibt es auch einen entsprechenden Verhaltenskodex. Sünder können mit einer langen Sperre belegt werden. Staffelleiter Burkhard Walden: „Der Fall liegt jetzt beim Sportgericht des NFV, das den Gerüchten nachgehen wird.“ Die betroffenen Spieler waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Ein verschossener Strafstoß und zwei Platzverweise

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