Fußball-Oberliga: Neben Sport-Chef Puls müssen auch einige Spieler gehen

Trennungswelle beim TBU

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Auch die Dienste von Martin Puls waren beim TB Uphusen als Sport-Chef nicht mehr erwünscht.

Uphusen - Von Frank von Staden. Die Weihnachtsfeier wurde trotz der Wett-Affäre noch besinnlich abgehalten und auf Friede, Freude, Eierkuchen gemacht – doch gleich danach begann dann beim Fußball-Oberligisten TB Uphusen das große Reinemachen mit heftigem Säbelgerassel. Erst wurde dem sportlichen Leiter Martin Puls der Stuhl quasi vor die Tür gesetzt und ihm mitgeteilt, dass seine Dienste beim Turnerbund nicht mehr erwünscht sind. Dann erhielten auch einige Spieler vom neu installierten Sport-Chef Markus Nesemann und seiner zukünftigen rechten Hand Thomas Krüger sowie Trainer Andre Schmitz den Laufpass.

Während Uphusens Fußball-Boss Horst Hoffmann am Montag nur eine lapidare Mail mit der wortwörtlichen Nachricht „Nach dem Ausscheiden des sportlichen Leiters des TB Uphusen, Martin Puls, wird ab sofort Markus Nesemann diese Aufgabe wahrnehmen“ versandte, zeigte sich Puls von seiner Demission überrascht, überrumpelt und auch enttäuscht. „Immerhin hatten wir ja noch kürzlich gemeinsame Ziele definiert. Dass man im Vorstand mit meiner Arbeit offenbar nicht zufrieden war, ist mir niemals mitgeteilt worden“, so der Geschasste, der diese „Kündigung“ so wahrnimmt, wie ein verlassener Ehemann, „der eines Tages ohne jegliche Vorwarnung eine leere Wohnung vorfindet!“ Auch Puls bekam von Hoffmann nur die Kurz-Info, „dass man die Zusammenarbeit als beendet ansieht – mehr nicht.“

Der Versicherungskaufmann geht aber nicht im Zorn. Und so leitete er dann ein Bewerbungsgespräch eines A-Lizenz-Trainers aus Bremen für die Nachfolge des scheidenden Andre Schmitz direkt an Hoffmann weiter. Puls: „Ich will allen in Uphusen weiterhin freundlich in die Augen blicken können.“

Nun sollen also Markus Nesemann und Thomas Krüger in die Puls’schen Fußstapfen treten. Zwei, die den Turnerbund und seine teilweise verwobenen und auch verkrusteten Strukturen aus dem Eff-Eff kennen. Nesemann muss aber erst einmal selbst Ordnung vor seiner Tür schaffen, steht er doch noch in selbiger Funktion beim Bremer SV und dessen Trainer Klaus Gelsdorf im Wort: „Der BSV ist allerdings so optimal aufgestellt, dass mein Wegfall dort gar nicht zum Tragen kommt, da ich aus beruflichen Gründen im sportlichen Hintergrund auch nur wenig aktiv sein konnte.“

Das soll sich in Zukunft aber ändern. Zusammen mit dem Noch-Zweitherrentrainer Krüger will der 30-Jährige gerade die verkrusteten TBU-Strukturen aufbrechen und neue Wege ebnen. Und hat auch kein Problem damit, die dornigen Pfade zu betreten. Trennung von überschüssigem Spielermaterial gehört da natürlich auch dazu. Während Paulo Sereno (Rückkehr nach Portugal) bereits abgehakt war, wurden nun auch Nils Göcke, Maciej Gawronski und Ben Westendorf gebeten, ihre TBU-Klamotten abzugeben. „Alle haben wir aber schon länger nicht mehr gesehen“, so Nesemann. Auch der lange an Verletzungen laborierende Aykut Kaldirici gehört ab sofort nicht mehr zum Kader. Dem Vernehmen nach wird er sich dem Nachbarverein 1. FC RW Achim anschließen.

Mateusz Peek indes als auch Marvin Osei (sucht dringend einen neuen Arbeitsplatz) wollen die Verantwortlichen halten. Nesemann: „In Sachen Job sieht es gut aus . Und zu Mateusz stehen wir, glauben fest an seine Unschuld in dieser leidigen Geschichte, die uns aber kaum noch belastet!“

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