Fußball-Landesligist TSV Etelsen sieht Tabellenplatz eins nur als Momentaufnahme

„Oberliga-Niveau haben wir noch längst nicht erreicht“

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Für Alexander Coels ist Platz eins nur eine Momentaufnahme.

Etelsen - Von Frank von Staden. „Beweisen, dass unser gezeigtes Niveau in der vergangenen Landesliga-Saison mit Tabellenplatz vier keine Eintagsfliege war“, sagte Etelsens Fußball-Coach Bernd Oberbörsch, als er Anfang Juli auf die kommenden Ziele angesprochen wurde. Jetzt, bereits nach dem zehnten Spieltag der noch jungen Serie, haben die Blau-Weißen die Tabellenspitze erklommen. Und das zurecht, weil die vermeintlichen Favoriten wie Heeslingen, Hagen/Uthlede oder auch Bornreihe bisher allesamt nicht die ihnen zugetrauten Leistungen abrufen konnten. Nur der TSV Etelsen marschiert. Und das bisher eindrucksvoll. Wäre er aber auch reif für einen Aufstieg?

Bernd Oberbörsch winkt da schnell kopfschüttelnd ab, sagt klipp und klar: „Sicher sind wir in der Lage, an einem guten Tag auch einen Oberligisten zu schlagen. Doch über die gesamte Saison gesehen hätten wir keine Chance, weil wir rein sportlich einfach noch kein Oberliga-Niveau haben. Da würde unsere Abteilung ,Jugend forscht‘ absolut an ihre Grenzen stoßen.“ Der Übungsleiter hat da gleich auch einmal ein Beispiel parat, das seine Aussage untermauern soll: „Vor einigen Wochen hatten wir ein Testspiel gegen den TSV Ottersberg, der gegen uns seine Spieler zwölf bis 23 zum Einsatz gebracht hat – wir haben 1:5 verloren. Noch Fragen?“

Natürlich, denn ein Team kann im Laufe einer Saison durchaus wachsen und an Niveau dazugewinnen. Warum nicht auch der TSV Etelsen? Dem will Oberbörsch dann gar nicht viel entgegen setzen, ergänzt aber: „Auch die Vereine, die momentan noch nicht in der Spur sind, werden noch zulegen. Deshalb werde ich meine Mannschaft auch niemals zu einem Aufstiegsaspiranten deklarieren. Denn Fakt ist doch, dass wir momentan einen Positivlauf haben, der aber auch ganz schnell vorbei sein kann. Bei Elbmarsch läuft es dagegen genau anders herum. Doch auch das wird sich noch ändern. Nochmals, ich rede uns nicht so stark, dass ich dafür später geschlachtet werden kann! Dafür ist diese Liga, in der zwei Drittel der Mannschaften um den Klassenerhalt kämpfen müssen, zu brutal.“

Quasi in dieselbe Kerbe schlägt da Etelsens Fußball-Boss Alexander Coels, der Tabellenplatz eins zwar mit Genugtuung betrachtet, aber ihn ebenfalls nur als Momentaufnahme sieht: „Deshalb beschäftigen wir uns auch gar nicht mit einem eventuellen Aufstieg.“ Natürlich aber würde sich das ändern, sollte sich der TSV Etelsen in der Erfolgsspur festfahren. Coels: „Dann würden wir natürlich alles unternehmen, um es der Mannschaft zu ermöglichen. Immer vorausgesetzt, wir könnten den dann gestellten DFB-Anforderungen nachkommen. Doch gerade finanziell sind wir selbst von den Top-Teams der Landesliga noch meilenweit entfernt! Denn bei uns gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen Geld für Spieler. Clubs wie Eintracht Lüneburg und vor allem der TuS Heeslingen sind da ganz anders aufgestellt. Wenn es die Heeslinger in dieser Saison mit all ihrem Geld wieder nicht schaffen aufzusteigen, dann läuft da grundsätzlich etwas schief. Ja, wir freuen uns über Platz eins, wissen diesen aber alle durchaus realistisch einzuschätzen.“

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