Etelsens Innenverteidiger als „Hebamme“ bei schwerer Geburt gegen Pennigbüttel

Funcks famose Freistöße – 5:2

So sah es phasenweise aus: Stephan van Freeden musste sich gleich drei Pennigbütteler erwehren. Der Etelser Mittelfeld-Mann tat sich im Spielaufbau schwer – letztlich landeten die Schlossparkkicker aber noch einen standesgemäßen 5:2-Sieg. J Foto: Hägermann

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Dennis Offermann hatte einiges zu mäkeln – und das nach dem 5:2 (2:1)-Sieg über Schlusslicht SV Pennigbüttel. „Wir hatten nicht die Leichtigkeit, die das Ergebnis widerspiegeln mag. Es war nicht unser bestes Spiel“, konstatierte der Coach des Landesligisten TSV Etelsen am Sonntag.

Keine Ruhe trotz früher Führung und mit erhöhter Fehlerpass-Quote den Gegner aufgebaut – so lautete das Fazit der ersten Halbzeit: „Wir haben uns daher schwer getan“, räumte Offermann ein. Dabei war alles wie gemalt: Simon Gloger köpfte nach abgewehrtem Schuss von Stephan van Freeden schon in der siebten Minute das 1:0, nur 60 Sekunden später zielte Nicolai Gräpler flach neben den Kasten. Doch mit starkem Einsatz kämpfte sich der Tabellenletzte in die Partie. Scheiterte Jan Kleen noch an der Latte (16.), machte es Wladislaw Pfeifer zwei Minuten später besser: Im Nachsetzen markierte er das 1:1. Allerdings sah die Aktion irregulär aus, weil Keeper Cedric Dreyer einen Kleen-Freistoß im Nachfassen schon in beiden Händen gehalten hatte. „Kein Vorwurf daher an Cedric“, meinte Offermann. Wegen guter Trainingsleistungen hatte er dem Talent eine Chance gebeben: „Die hat er sich verdient, insgesamt fand ich seine leistung zufriedenstellend. Die Sicherheit kann er sich nur über die Spiele holen. Wichtig ist, dass wir wissen, zwei gute Torhüter zu haben.“

Bei der schweren Geburt gegen Pennigbüttel noch wichtiger: Yannik Funck agierte quasi als „Hebamme“, verwandelte traumhaft sicher zwei Freistöße zur 3:1-Führung (44., 55.) – schon die Nummern drei und vier der laufenden Saison. Bei beiden Schiri-Entscheidungen protestierten die Gäste heftig. Es zeugte jedoch von guter Moral, dass sie sich weiter gegen die Niederlage wehrten, aber in der letzten halben Stunde spielte der Titelanwärter die Sache cool runter. Es wirkte nun alles kontrollierter, teilweise kombinierten sich die Etelser nun prima durch die massierte Abwehr. „Obwohl es noch längst nicht so gut lief wie in den anderen Partien“, so Offermann.

Schnell beseitigte Kato Tavan mit dem 4:1 (58.) alle restlichen Minizweifel am Pflichtsieg der Schlossparkkicker, Micha Langreder hatte mit einem Klasse-Pass durch die Schnittstelle vorgelegt. Zwar gelang Pennigbüttel durch einen Freistoß von Konstantinos Katsanos das 4:2 (71.), doch mit seinem zweiten Treffer zum 5:2 (73.) stellte Tavan den standesgemäßen Abstand wieder her. Einen weiten Dreyer-Abschlag hatte Bastian Reiners per Kopf verlängert.

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