Verden mit vielen Chancen gegen Westercelle – und zum Schluss mit Glück

2:2 – für Neubarth „der Wahnsinn“

Mit diesem Schuss brach Kato Tavan den Bann und traf zum Verdener 1:1. Am Ende trennte sich der FC mit einem 2:2 vom VfL Westercelle.
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Mit diesem Schuss brach Kato Tavan den Bann und traf zum Verdener 1:1. Am Ende trennte sich der FC mit einem 2:2 vom VfL Westercelle.

Verden – Dieses Ergebnis ließ so manchen Betrachter ratlos zurück. Sollten sich die Fußballer des FC Verden 04 am Sonntag nach dem 2:2 (1:1) im Landesliga-Duell gegen den VfL Westercelle über zwei vergebene Punkte ärgern? Oder sollten sie sich am Schluss darüber freuen, nicht noch verloren zu haben? Auch Frank Neubarth schien hin- und hergerissen: „Erst mal muss ich der Mannschaft ein dickes Kompliment machen. Was sie nach der Quarantäne für einen Riesen-Aufwand betrieben und teilweise auch einen guten Ball gespielt hat – Hut ab.“

Dann aber haderte der Trainer mit dem Verlauf der Partie und das Zustandekommen der Gegentreffer: „Es ist schon brutal, dass wir mit der ersten Chance der Gäste das frühe 0:1 kassieren und mit der zweiten dann das 2:2. Und aus welchem Winkel der Woitschek den Ausgleich schießt, ist einfach der Wahnsinn.“ Kurios war diese 68. Minute allemal: Zunächst wurde Kato Tavan freistehend der Ball vom Fuß gespitzelt – Chance zum 3:1 vertan. Im Gegenzug traf der Westerceller nach langem Ball von der Außenlinie via Innenpfosten ins Netz. Stefan Wöhlke war herausgeeilt, aber nicht ans Leder gekommen. Vorwürfe an seinen Keeper? Neubarth: „Weiß auch nicht, Stefan wollte in der Aktion halt mitspielen.“

Sollte es ein Fehler gewesen sein, machte ihn der Schlussmann in der Endphase mehr als wett. Sowohl den Schuss des freistehenden Smith (74.), als auch den Außenrist-Versuch von Wittenberg (75.) und Boies Freistoß-Knaller auf den Winkel (90.) entschärfte Wöhlke stark. Die größte Schrecksekunde mussten die Verdener in der Nachspielzeit überstehen, als Jonas Austermann einen Heber von Saulys auf der Linie stehend per Kopf wegbugsierte (90.+3). „Da hätten wir das 2:3 kassieren können, am Schluss waren uns ein bisschen die Körner ausgegangen“, konstatierte Neubarth.

In der Anfangsphase des Spiels taten sich die Gastgeber mit der Fünferkette des VfL äußerst schwer, weil sie keine Räume fanden. Westercelle spielte bei Ballgewinn schnell nach vorne und hatte rasch Erfolg: Boie ließ auf der rechten Abwehrseite Lars-Benedikt Buhr ins Leere laufen, die Flanke köpfte der heranrauschende Smith zum 0:1 in die Maschen (9.) – Steen Burford wurde überrascht. So nach und nach erarbeiteten sich die Reiterstädter dann Vorteile, mussten aber auf gute Chancen lange warten. Kato Tavan scheiterte nach Doppelpass mit Thomas Celik an Keeper Zabiegay (34.). 120 Sekunden später war es soweit: Hatte der VfL-Schlussmann einen Celik-Schuss noch abwehren können, nutzte Tavan die anschließende Austermann-Ecke aus seiner Mittelstürmerposition zum 1:1.

Im zweiten Abschnitt avancierte Moritz Schmökel zum Pechvogel: Zunächst schlug er über den Ball, nachdem er bereits Zabiegay ausmanövriert hatte (48.), dann setzte er einen Nachschuss im Anschluss an eine Celik-Chance freistehend aus Kurzdistanz neben den Kasten (50.). Burford belohnte die Domstädter mit dem 2:1 per Kopf nach Guth-Flanke in der 67. Minute endlich für den nimmermüden Fleiß. „Leider haben wir aus unseren Chancen zu wenig Tore gemacht – das Leid zieht sich durch die Saison“, haderte Neubarth. Der Coach zeigte sich jedoch auch angetan von seinen Schützlingen: „Bis zum 2:1 war ich sehr zufrieden, wir haben eine Menge Arbeit geleistet. Das  Ergebnis müssen wir dann aber halten.“ Hin- und hergerissen eben.

Von Ulf Von Der Eltz

Aktivposten im offensiven Mittelfeld: Verden Thomas Celik blieb gegen Westercelle aber ohne Tor.

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