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Galopp-Trainer Pavel Vovcenko plant Starts seiner Pferde in der Vahr

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Jockey Luca Murfuni hört hier genau hin, was ihm der routinierte und ausgebuffte Turf-Trainer Pavel Vovcenko an Tipps mitzugeben hat.
Jockey Luca Murfuni hört hier genau hin, was ihm der routinierte und ausgebuffte Turf-Trainer Pavel Vovcenko an Tipps mitzugeben hat. © imago-images

Pavel Vovcenko blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die vergangene Saison hatte für den in Achim-Bollen wohnhaften Turf-Trainer gleich mehrere Highlights zu bieten. Mit insgesamt 25 Siegen beendete der gebürtige Tscheche nicht nur das Rennjahr auf Platz neun der erfolgreichsten Trainer in Deutschland, sondern konnte als Mitglied des Vorstandes des Bremer Rennvereins auch die Rückkehr der Pferde auf die Galopprennbahn in der Bremer Vahr feiern.

Achim – Gemeint ist der große Comeback-Renntag, an dem der Trainer, der auf der Anlage in Bremen-Mahndorf aktuell 38 Pferde vorbereitet, mit seinem ehrenamtlichen Engagement im Rennverein massiv beteiligt war. Im November hatte es noch nicht mit dem ersten echten Heimsieg geklappt, möglicherweise gelingt dies aber am Karsamstag. Auch wenn der traditionelle Termin am Karfreitag nicht ins Leben zurückgerufen werden konnte, lässt sich der Bremer Rennverein nicht unterkriegen und lockt nun einen Tag später.

Freude auf das kommende Heimspiel

Vermutlich werden an diesem Tag acht Rennen ausgetragen. „Der erste Renntag am 16. April ist sicher. Wir planen weitere drei Renntage und hoffen dieses Vorhaben realisieren zu können“, bestätigt Pavel Vovcenko, der selbst siebenfacher Champion der Hindernistrainer war.

Für den deutschen Galopprennsport war der Renntag in Bremen ein echtes Signal. Doch auch abseits seiner Funktion im Rennverein hatte die Saison für Vovcenko einiges zu bieten. Ganz besonders zu nennen ist Stall Abrakadabras Asterix. Der sympathische Wallach imponierte mit seiner Siegesserie im Handicap nicht nur die verblüfften Zuschauer. Asterix soll die neue Saison zunächst im Handicap beginnen, wird aber, wenn alles gut geht, in Listen- und Grupperennen zum Einsatz kommen. „Im Falle von Asterix kann man schon eine Menge Fantasie haben, wohin die Reise geht. Ich traue ihm den Sprung auf das höchste Level zu“, so Pavel Vovcenko. Neben Asterix war es vor allem die Gruppe-Platzierung von Lubiane in Frankreich, die einen der Höhepunkte des vergangenen Jahres markierte. Die Authorized-Tochter aus dem Besitz des Stalles Calima steigerte sich von Handicap über ihren dritten Platz im Silbernen Band der Ruhr auf Listenebene bis hin zu einem dritten Platz im Prix Belle de Nuit in Saint Cloud auf Gruppe III-Level.

Auch für die kommende Saison ist der Achimer Trainer gut aufgestellt. Die Hoffnungen liegen vor allem auf Waldadler, einem der letzten Söhne des verstorbenen Deckhengstes Adlerflug, der auch schon den Derbysieger des Jahres 2020 und den Sieger im Prix de l’Arc de Triomphe stellte. Der nun dreijährige Hengst, der im Besitz des Stall Kalifornia steht, absolvierte zweijährig einen Lernstart. Die Großmutter von Waldadler ist ebenfalls prominent gezogen, denn Wurftaube brachte mit Waldpark den Sieger des deutschen Derbys 2011. „Ich denke, Waldadler ist der beste Dreijährige, den wir derzeit im Stall haben“, so Pavel Vovcenko.

Willi: Ein besonderes Mumm-Pferd

Ein besonderes Mumm-Pferd des Trainers ist der nun vierjährige Willi. Ebenso wie seine dreijährige Trainingskollegin Rememberit steht der French Navy-Sohn im Besitz von Lars Haase. Willi ist nach Meinung des Trainers das Pferd im Stall, das im Handicap das größte Steigerungspotenzial besitzt. Die Nathaniel-Tochter Rememberit soll ebenfalls auf höherem Niveau eingesetzt werden.

Noch ist das Lot von Pavel Vovcenko aber nicht komplett. Ein paar Kandidaten werden den Stall in den kommenden Wochen noch verstärken, wie zum Beispiel der Schimmel Cheval Blanc, ein Sprinter, der gerade erst aus Irland kam und dem Rennstall Citation viel Freude bereiten sollte. Dasselbe gilt für Asterixs Schwester Abbey Road, die im Rennstall schon sehnlichst erwartet wird. Einige der genannten Pferde könnten beim großen Saisonauftakt in der Vahr am 16. April bereits ihr Können zeigen. „Wir freuen uns auf das nächste große Heimspiel, mit hoffentlich dem ersten Heimsieg“, schließt Pavel Vovcenko.

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