Auf- und Abstieg in 2. Volleyball-Bundesliga noch unklar

Fragen über Fragen beim TV Baden

Der Volleyball wird auch in der kommenden Saison defenitiv in der Lahofhalle fliegen. Ob aber dann auch in der 2. Bundesliga, steht derzeit noch nicht fest.
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Der Volleyball wird auch in der kommenden Saison defenitiv in der Lahofhalle fliegen. Ob aber dann auch in der 2. Bundesliga, steht derzeit noch nicht fest.

Der DVV hat jetzt den Spielbetrieb in den Regionalliga als auch 3. Liga eingestellt. Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Profitiert davon eventuell der Zweitligist TV Baden? Der sportliche Leiter des TVB, Peter-Michael Sagajewski,stellt sich derzeit aber ganz andere Fragen.

  • Am 9. März wird über die Auf- und Abstiegsfrage in den Volleyball-Bundesligen entschieden
  • Badens sportlicher Leiter Sagajewski macht sich Gedanken über erneute Finanzierbarkeit
  • Verband stellt Spielbetrieb in Regional- und Drittliga ein

Baden – Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat jetzt die Einstellung des Spielbetriebs in den Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen. Das scheint für den Kreis Verden auf den ersten Blick eher uninteressant, denn in diesen Ligen baggert und pritscht kein Verein zwischen Aller, Weser und Wümme.

Doch für das Aushängeschild der Region, den Zweitligisten TV Baden, könnte der Beschluss durchaus für ein Aufhorchen gesorgt haben. Denn in seiner offiziellen Mitteilung auf seiner Hompage teilt der DVV weiter mit: „Auf- und Absteiger, ebenso wie Meister, wird es nach der Einstellung nicht geben. Alle Mannschaften, die 2020/2021 für die Regionalliga bzw. Dritte Liga spielberechtigt waren, können diese Spielberechtigung für die Saison 2021/2022 bis zum 15. Mai 2021 beantragen.“

Die Frage, die ich mir momentan stelle, ist die, ob wir die 2. Bundesliga überhaupt noch einmal stemmen können.

Peter-Michael Sagajewski

So stellt sich die Frage: Wenn es aus der Dritten Liga keine Aufsteiger geben wird, warum sollte es dann Absteiger aus der 2. Bundesliga geben? Das würde die Klasse logischer Weise nur verkleinern – und damit ein großes Stück unattraktiver machen. Eine Entscheidung diesbezüglich soll am 9. März fallern, wenn alle Vereine in einem Arbeitskreis per Videokonferenz zusammenkommen, die ein Team in der 1. sowie 2. Bundesliga im Spielbetrieb haben. „Bis dahin kann viel spekuliert werden. Und an Spekulationen beteilige ich mich nicht“, sagt da Badens sportlicher Leiter Peter-Michael Sagajewski ganz gelassen.

Dabei könnte es im ungünstigsten Falle gar dazu kommen, dass seine Mannschaft am Ende auf einem der beiden Abstiegsränge einläuft, da die Juniors Frankfurt als Ausbildungsakademie nur ein einjähriges Spielrecht in den 2. Bundesliga genießt und der USC Braunschweig aufgrund der Tatsache, dass er von der Stadt keine Trainingsberechtigung aufgrund der Pandemie erhielt, der Sonderregelung (wir berichteten) unterliegt. „Stimmt, möglich ist alles. Aber um das Sportliche mache ich mir in Sachen 2. Bundesliga gar nicht so viele Sorgen. Alle wissen, dass wir uns durch eine echte Durststrecke schon aufgrund der vielen Verletzten kämpfen mussten. Aber zuletzt hat das Team bewiesen, dass es auch diese Rückschläge wegstecken konnte“, so Sagajewski.

Die Frage, die ihn viel mehr beschäftigt, ist die, „ob wir die 2. Bundesliga überhaupt erneut stemmen können?“ Denn solch einer Liga anzugehören, kostet. Zwar konnten die TVB-Verantwortlichen gar während der Pandemie und des Lockdowns weitere Sponsoren gewinnen, „doch ist noch längst nicht geklärt, dass sie uns auch weiterhin die Stange halten – halten können. Und sollte letztlich das Wirtschaftliche nicht stimmen, ist das Sportliche doch plötzlich völlig uninteressant“, hebt da Sagajewski hervor. Heißt im Klartext: Nicht nur die Mannschaft hat ihre Hausaufgaben zu erledigen, sondern auch er, Peter-Michael Sagajewski.

DVV-Präsident setzt ein klares Zeichen

Dass es für den sportlichen Leiter außer Frage steht, „dass wir auch die kommende Saison in der 2. Bundesliga spielen wollen“, ist selbstredend. Doch muss eben auch das ganze Drumherum weiterhin so stimmig sein, wie es sich momentan präsentiert. „Derzeit“, sagt Sagajewski und hebt dabei sofort den Daumen hoch, „ist unser Umfeld perfekt! Ein Rad greift da in das andere. Letztlich sorgen rund 25 fleißige Helfer dafür, dass derzeit 14 Badener Zweitliga-Volleyballer ihren Leistungssport ausüben können. Auch sie werden wir in der nächsten Saison brauchen, sonst geht es nicht weiter. Auch da müssen wir aber erst einmal noch Gespräche führen. Wie dann natürlich mit allen Spielern und dem Trainer-Team!“

Frage über Fragen in diesen Tagen beim TV Baden.

Die wichtigsten Gespräche aber werden wohl die mit den Geldgebern sein. „Mit unserem Livestream von den Heimspielen konnten und können wir in der Lockdownphase in den Pausen noch mehr Werbung für unsere Sponsoren betreiben, denn die Kamera fängt jedes Werbebanner voll ein, wird keines von Zuschauern verdeckt. Wir tun auch jetzt alles, um eine Win-win-Situation herzustellen. Ich hoffe einfach, dass wir letztlich wieder die Chance haben, alle Geldgeber von der 2. Bundesliga und einer weiteren Zusammenarbeit zu überzeugen“, so der Volleyball-Chef.

Im Hinblick auf die Entwicklung im gesamten Volleyballsport sendet DVV-Präsident René Hecht übrigens ein klares Zeichen: „Die Corona-Pandemie hat den Volleyballsport hart getroffen, deshalb möchte ich auch an dieser Stelle noch einmal daran appellieren, dass die Mitglieder ihren Vereinen treu bleiben und sich nicht von ihrem Sport abwenden!“ Und Gerald Kessing, Bundesspielwart des DVV, fügt im Schreiben an: „Natürlich hätten wir die Regional- und Drittliga-Saison nach einer Öffnung des Amateursports gerne fortgesetzt. Dafür haben wir im Bundesspielausschuss etliche Szenarien kontrovers diskutiert. Allerdings ist schon zum jetzigen Zeitpunkt absehbar, dass ein geordneter Spielbetrieb nicht mehr möglich gewesen wäre. So wurden Hallen teilweise zu wichtigen Impfzentren umfunktioniert, andererseits wäre eine deutliche zeitliche Verschiebung nach hinten, aufgrund der startenden Beach-Saison, nach Rücksprache mit den Ländern ebenfalls nicht möglich gewesen.“

Von Frank Von Staden

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