0:3 gegen Ahlerstedt: Strafstoß verwehrt, Abseits-Treffer, Standard-Gegentore

Fortuna zeigt Verden kalte Schulter

Womöglich die entscheidende Szene: Verdens Moritz Schmökel wurde von Niklas Stange klar gefoult – der Strafstoß-Pfiff blieb jedoch aus.
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Womöglich die entscheidende Szene: Verdens Moritz Schmökel wurde von Niklas Stange klar gefoult – der Strafstoß-Pfiff blieb jedoch aus.

Verden – Auch im zweiten Anlauf gelang Fußball-Landesligist FC Verden 04 kein Heimsieg – diesmal aber musste sich die Neubarth-Elf einem über weite Strecken äußerst starken und auch effizienten Gegner geschlagen geben. Beim 0:3 (0:2) boten die Reiterstädter der SV Ahlerstedt/Ottendorf am Sonntag in der zweiten Halbzeit zwar Paroli, konnten die Hypothek des 0:2-Pausenrückstandes indes nicht mehr wettmachen.

„Klar haben die Ahlerstedter gut gespielt und uns 20 Minuten lang beherrscht. Danach hätten wir dem Match noch eine Wende verleihen können, uns fehlte aber im Gegensatz zur Vorwoche auch das Spielglück“, haderte Coach Frank Neubarth. Letztlich wurde die Partie in den drei turbulenten Minuten direkt vor dem Pausenpfiff entschieden, als den Allerstädtern Fortuna die kalte Schulter zeigte.

Zunächst war der Gastgeber durch Malcolm Brunkhorst, der einen Krugmeier-Freistoß völlig frei per Kopf zum 0:1 in die Maschen verlängerte (14.), verdient in Rückstand geraten. „In der Anfangsphase haben wir zu viele leichte Fehlpässe gespielt und dadurch Standards bekommen, die Ahlerstedt gut genutzt hat“, konstatierte Neubarth. Und sein Team konnte sich glücklich schätzen, nicht höher hinten zu liegen. Mit einem Schuss aufs kurze Eck, den Keeper Trapp parierte (25.), leitete Jonas Austermann dann eine Phase ein, in der einige Male der Ausgleich hätte fallen können. Tavans Vorarbeit setzte der Außenstürmer wenig später nur knapp neben den Kasten (28.).

Es folgten die schon angesprochenen drei Minuten, die bereits die Gäste zum Sieger machen sollten. Mit einer klaren Fehlentscheidung zu Beginn: Schiri Krahn Christian (Betzendorf) verweigerte Moritz Schmökel einen Strafstoß, als Niklas Stange den Verdener nach klugem Austermann-Zuspiel von hinten umsenste (42.). „Für so eine Blutgrätsche siehst du in der Bundesliga Rot“, echauffierte sich Neubarth. Nur 60 Sekunden später köpfte Kato Tavan eine Austermann-Flanke in die Maschen, stand jedoch im Abseits – wieder Pech für den FC. Was folgte, machte einem Spitzenteam indes alle Ehre: Mittelstürmer Marc Holler stieg nach Ecke von rechts perfekt hoch und köpfte die Kugel zum 0:2 über die Linie (45.). Ganz, ganz abgebrüht vom Titelfavoriten.

Lob kassierten die Reiterstädter von ihrem Trainer für den zweiten Abschnitt: „Wir hatten nach dem 0:2 ein dickes Brett zu bohren. Aber das haben die Jungs gut hinbekommen, da kann ich ihnen keinen Vorwurf machen.“ Einziges Manko: Es fehlten die klaren Chancen, um noch etwas Zählbares zu retten. Austermann scheiterte nach Solo an Trapp (70.), Richard Sikut kam an eine Schmude-Ecke nicht richtig mit dem Kopf heran (72.). Damit war die Hoffnung dahin, das 0:3 durch Holler (90.+1) diente praktisch nur noch der Statistik. Es blieb die Erkenntnis, dass die Ahlerstedter bei den Standards Verdener Schwächen eiskalt ausnutzten, somit zurecht den vierten Dreier im vierten Spiel einfuhren, und dass die Neubarth-Elf momentan auf fremden Plätzen das Glück besser erzwingen kann.

Von Ulf Von Der Eltz

Kam hier zu einer Halbchance: Thomas Celik setzte den Ball über den Kasten – der FC Verden 04 verlor 0:3 gegen Ahlerstedt.

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