Einige Neuzugänge beim TSV Ottersberg – aber auch einige Weggänge

Fitschen setzt auf Frischzellenkur

Schnürt sich in Zukunft wieder die Schuhe für das Landesliga-Team von Jan Fitschen (sitzend, vorn): Youngster Görkem Colak.  
Foto: von Staden
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Schnürt sich in Zukunft wieder die Schuhe für das Landesliga-Team von Jan Fitschen (sitzend, vorn): Youngster Görkem Colak. Foto: von Staden

Ottersberg – Es war ruhig geworden um Fußball-Landesligist TSV Ottersberg. Nicht nur während des Lockdowns aufgrund der Corona-Krise. Auch, nachdem die Kontakt- und Hygieneregeln gelockert wurden und die meisten Amateurvereine wieder versuchten, etwas Ähnliches wie Normalität aufzubauen, rührte sich kaum etwas auf der Sportanlage an der Wümme. „Macht keinen Sinn das Training aufzunehmen, solange keiner weiß, wie es weitergeht“, erklärte Coach Jan Fitschen noch im Mai.

So kursierten dann immer nur Halbwahrheiten um die Grün-Weißen durch den Landkreis, gaben sich so manche Spieler des Landesligisten die Klinke bei anderen, bereits wieder im Trainingsbetrieb unter Abstandsregelung befindlichen Vereinen in die Hand, um dort die fußballlose Zeit zu überbrücken. Klar also, dass da Wechselgerüchte nicht ausblieben, schon von einem „Ausbluten“ des Wümme-Klubs hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde.

Von wegen. Zwar weiß Jan Fitschen, dass sich Stammkräfte wie Jannik Tölle, Patrick Küsel, Felix Mindermann, Egzon Percani und noch einige andere mit dem Gedanken der „Luftveränderung“ tragen, „doch in Sachen Felix und Egzon ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bei Patrick ist es so, dass er seine Meisterschule machen wird und dann nicht mehr die Zeit für die Landesliga hat. Ich denke, er wird sich einen anderen Wirkungskreis suchen. Eventuell auch Jannik, der mit einem geringeren Aufwand liebäugelt. Aber auch da sind wir noch in Gesprächen“, so Fitschen. Dem Vernehmen nach wird sich Küsel dem TSV Achim anschließen, Tölle könnte es gar in die Kreisliga ziehen. Verlassen wird den TSV auch Samet Ögütecen. „Mit allen anderen Stammspielern sind wir in den letzten Gesprächszügen“, versichert der Coach und gibt sich optimistisch. Zugesagt haben aber schon die Janots, Brendel (ist neuer Co-Trainer für den abgewanderten Vorburg), Acarbay, Rosenbrock, Stubbmann, Belba, Kanigowski als auch Garuba.

Auch Neuzugänge kann der Trainer bereits präsentieren. Und die stehen auch schon seit geraumer Zeit fest. Fitschen: „Ich halte nichts davon, diese immer nur häppchenweise medial zu veröffentlichen. Ein erstes Paket haben wir jetzt geschnürt. Und ich denke, da stimmt die Mischung!“

Dabei scheint der Übungsleiter seinem Team eine Frischzellenkur verordnen zu wollen. So wird der Altersdurchschnitt noch einmal gesenkt, indem er nicht nur in Leon Pichler sowie Aaron Schrattenholzer zwei Rohdiamanten aus der eigenen A-Junioren eine Chance geben will, sondern auch Görkem Colak von einer schnellen Rückkehr aus der U19 des FC Oberneuland überzeugen konnte, für der er allerdings aufgrund der Pandemie nur zwei Einsätze verzeichnen konnte. Vom Bremer SV (U19) kommt Defensivspieler Luca Miguel Caneiro do Canto, den Fitschen als einen Spieler beschreibt, „der sehr ruhig am Ball und in seiner Entwicklung schon sehr weit ist.“

Interessant ist mit Sicherhiet auch Mittelfeldspieler Patrick Hirsch, den es vom VSK Osterholz-Scharmbeck nach Ottersberg zieht. „Er hat im Training überzeugt, war in Osterholz ein absoluter Stammspieler mit einem guten Abschluss“, so Fitschens Urteil. Schon viel gesehen in seinen jungen Jahren hat auch der nächste Neuzugang, Andi Julian Marks Ramirez. Der 22-jährige, großgewachsene (1,90 Meter) Innenverteidiger kommt vom Blumenthaler SV, spielte aber auch schon in der Hansestadt für Union 60, den VfL 07, Aumund-Vegesack als auch für den FC Oberneuland. Für Fitschen dürfte das ein 1:1-Ersatz für den abwandernden Patrick Küsel sein. Zusagen erhielten die Ottersberger zudem noch von den vom Rotenburger SV II kommenden Noa Jagusch sowie Ramon Prokopenko. „Sie wollen den Sprung wagen, wir geben ihnen die Chance“, sagt der Coach, der aber versichert, „dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Wir haben noch den ein oder anderen interessanten Spieler in der Pipeline.“

Wen? Nun, Fitschen will sich in dieser Hinsicht noch nicht locken lassen. „Es scheint zwar langsam die Praxis zu sein, dass der ein oder andere Verein offen kommuniziert, welche Spieler bei ihnen ganz oben auf der Liste stehen, wir werden das aber nicht machen. Wie ich schon sagte, wir vermelden dann etwas, wenn es etwas zu vermelden gibt. Und dann nicht häppchenweise, sondern im Paket!“ Zeit ist ja auch noch genug.

Von Frank Von Staden

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