START IN DIE SAISON Trainer des Landesligisten TSV Ottersberg verrät kleine Geheimnisse

Fitschen: Er hasst Champions-League-Bälle

Jan Fitschen geht mit voller Motivation in die Saison.
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Jan Fitschen geht mit voller Motivation in die Saison.

Ottersberg – Um einen guten Spruch ist Jan Fitschen (38) nie verlegen. Und er kennt seinen Verein aus dem EffEff. Seine Antworten auf die vielen Fragen zu seinem Klub TSV Ottersberg sind teilweise dann auch nicht ganz ernst zu nehmen. „Aber ich denke, dass kann man ruhig mal so machen. Das lockert das Ganze doch etwas auf. Kann man machen, Coach, kann man. Der Trainer des Fußball-Landesligisten meint in seiner persönlichen Saisonvorschau also vieles mit einem Augenzwinkern – bei einigen Fragen wird er dann aber schon sehr ernst. Zum Beispiel bei der, was er mit dem ambitionierten TSV erreichen will.

Die neue Saison

Mit welcher Stimmung gehen Sie nach monatelanger Corona-Zwangspause den Fußball-Neustart an?

Mit voller Motivation, damit die zugelegten Corona-Pfunde wieder runter kommen. Ich denke, alle sind froh, dass es wieder losgeht.

Worauf oder auf wen freuen Sie sich am meisten?

Auf die ganzen Jungs und deren Gesichter nach der Vorbereitung, um zu sehen, ob sie den Fussball wirklich vermisst haben.

Welche war/ist die fieseste Übung in der Vorbereitung?

An einem Samstagmorgen um 7 Uhr mit der ganzen Mannschaft Altpapier im Ort sammeln.

Wer wird in der neuen Saison zweistellig treffen?

Im Idealfall alle, dann haben wir keine Sorgen und viel Spaß. Aber Egzon Percani und Jan Stubbmann nehmen den Mund ja bekanntlich im Vorfeld immer sehr voll – wir sind alle gespannt.

Wer schafft die meisten Kopfballtore?

Ganz klar Artur Janot, er hat definitiv die schönste Frisur. Zur Not haben wir ja noch Leon „Hrubesch“ Seeger als Geheimwaffe.

Wer wird der Senkrechtstarter?

Es wird Zeit, dass Dominik Rosenbrock und Timo Kanigowski endlich im Herrenfussball ankommen. Ansonsten wären unsere beiden Neuzugänge Andi Ramirez und Patrick Hirsch zwei Kandidaten.

Wer muss am meisten in die Mannschaftskasse zahlen – und wofür?

Ganz klar El Presidente Frank Schwarz, Mallorca ist nicht billig. Aus der Mannschaft sind sicher Egzon Percani wegen der Gelben Karten und Daniel Luckyman gut dabei.

Wie oft spielt Ihr Torwart zu null?

Wenn ich unseren Torwarttrainer Knolle aufstellen würde, in jedem Spiel. Das wird noch bei einem Weizen besprochen.

Angenommen, Sie dürfen sich einen Spieler eines Liga-Konkurrenten aussuchen: Wen würden Sie nehmen? Und warum?

Ich würde Malte Bösch von Ahlerstedt in meinen Trainerstab holen. Er könnte bezeugen, dass ich auch mal Fussball spielen konnte. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit den Jungs, die wir bei uns haben.

Wer wird Meister – und wie lautet Ihr Saisonziel?

Ich denke, dass Ahlerstedt und Treubund Lüneburg wieder heiße Kandidaten sein werden. Wir wollen eine gute Rolle spielen – und das können wir auch. Ich bin von meinen Jungs überzeugt.

Die Mannschaft

Was darf an einem Spieltag auf keinen Fall fehlen? Gibt es bestimmte Rituale, besondere Glücksbringer?

Ich habe die Frage mal weitergeleitet und Jan Stubbmann meinte, ohne vorher bei unserer Physio Kathrin Schwolow auf der Massagebank gelegen zu haben, geht nichts.

Was ist in der Kabine verboten? Was passiert bei Verstößen?

Handys! Es sei denn, es klingelt mein eigens und Hasan Salihamidzic ist dran. Und da fällt mir ein: Nackt zu Duschen ist anscheinend verboten, die Jungs waschen ihre Unterhosen lieber beim Sport.

Welche ist die Lieblingslocation für Team-Abende/Siegesfeiern?

Als ich anfing, war jedes zweite Wort LAVIVA. Mittlerweile heißt es, „lasst uns zu Ilka ins Vereinsheim gehen.“

Welches Lied darf vor/nach Spielen in der Kabine nicht fehlen? Und wer ist der Kabinen-DJ?

Na, wenn ich jetzt nicht sage „Alles in bar“ von Unikat, „Gib mir mehr“ oder von Maximum „Aus dem Weg“, gäbe es ein Einzelgespräch mit Herrn Janot. Ansonsten ist Neuzugang Andi Ramirez mittlerweile auch mal an der Playlist oder Jan Stubbmann mit seinen Malle-Hits.

Der Trainer

Wer war das Vorbild als Spieler? Wer ist das Vorbild als Trainer?

Ich muss ehrlich sagen, dass war als kleiner Junge Uwe Hein (Libero) beim Tus Heeslingen, ich wollte irgendwann auch mal da spielen. Als Trainer versuche ich von allen etwas mitzunehmen und versuche mich ständig weiterzubilden. Freiburgs Coach Christian Streich finde ich aufgrund seiner Arbeit mit den jungen Talenten jedes Jahr aufs Neue sehr imponierend.

Welche(n) Fan-Artikel besitzen Sie?

Ich habe eine Wuwuzela, meine Frau bedankt sich jedes mal, wenn wichtige Spiele anstehen. Ansonsten versuche ich jedes Jahr meinem Schwiegervater seine HSV- Gartenzwerge zu stibitzen und HSV-Fan Markus Bremermann – er ist im TSV Ottersberg unersätzlich aber da ist bei ihm irgendwas falsch gelaufen – zu bekehren.

Welche Marotte haben Sie als Trainer?

Ich brauche immer einen Kaffee vor dem Aufwärmen. Ender Delibas serviert ihn hier in Ottersberg wirklich super.

Was muss passieren, damit Ihnen die Hutschnur reißt?

Wenn die Jungs ihre sicher gut gemeinten ChampionsLeague-Bälle spielen, die aber nie ankommen. Oder wenn sie die Kabine und den Ballraum nicht sauber halten.

So halte ich mich fit.

Das übernimmt meine Tochter für mich, die hält mich mächtig auf Trab. Ansonsten ist das kühle Blonde nach dem Spiel mit dem Trainerstab gut für den Oberarm.

Wenn wir unser Saisonziel erreichen, werde ich als Trainer . . .

. . . mit den Jungs, dem Präsidium und Trainerstab in Willingen im T-Lager wieder eine unserer berühmten Singeinlagen an der Hotelbar abhalten. Aber an die Qualität von Kathrin Schwolow und Daniel Luckyman komme ich nicht ran. Allerdings: Die Lieder, die ich dann anstimme, scheinen die meisten Jungs einfach nicht zu kennen.

Von Frank Von Staden

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