Etelsen drückt gegen Meckelfeld erst zum Schluss / Homanns Führung / „Wir spielen nicht klar genug“

Finger hat es spät in der Hand – 1:1

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Zu selten spielten Oliver Warnke (am Ball) und Co. schnell genug durch die engmaschige Meckelfelder Abwehr. So musste sich der TSV Etelsen gegen den Aufsteiger mit einem mageren 1:1 begnügen.

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Nach Schlusspfiff wurde es richtig ungemütlich am Schlosspark – der einsetzende Regen passte genau zur Stimmungslage: Das 1:1 (1:1) gegen den TSV Meckelfeld fühlte sich am Sonntag für den TSV Etelsen wie eine Niederlage an, die Blau-Weißen mussten die Tabellenführung in der Landesliga an den TuS Harsefeld abgegeben, der sich 3:0 gegen die SV Drochtersen/Assel II durchsetzte, und fiel auf den zweiten Platz ab.

„Klar sind wir riesig enttäuscht, denn es war auch unser eigener Anspruch, dieses Heimspiel zu gewinnen“, nahm Dennis Offermann kein Blatt vor den Mund. Der Trainer erkannte aber auch, „dass wir längst noch nicht die Spitzenmannschaft sind, die manch einer gerne in uns sehen möchte.“ Gefühlte 90 Prozent Ballbesitz sorgten nicht eben für ein Chancen-Feuerwerk im Duell mit dem aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteiger.

Die Meckelfelder zogen ein engmaschiges Netz in ihrem Defensiv-Bereich, durch das sich die Etelser kaum einmal erfolgversprechend kombinieren konnten. „Unser Spiel war nicht klar genug. Es fehlte die Schnelligkeit, wir haben uns unnötig in Zweikämpfe verwickeln lassen und so keine Hochkaräter erarbeiten können“, formulierte Offermann eine deutliche Kritik. Dabei verzichtete er darauf, wehklagend auf die zahlreichen Ausfälle hinzuweisen. Seine nicht neue Erkenntnis: „Wir sind einfach noch nicht so weit, dass wir mal weniger geben dürfen, wenn wir um unsere spielerische Überlegenheit wissen. Der absolute Wille zum Tor war nicht da, wir haben auch zu wenige zweite Bälle geholt.“ Selbst gegen zehn Meckelfelder – David Willms hatte wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen (53.) – blieben die Schlossparkkicker harmlos. Zu selten wurden die Räume überbrückt, weil Warnke und Co. das nötige Tempo vermissen ließen. Erst als ihnen bewusst wurde, dass es nicht zum erwarteten Dreier reichen könnte, gaben die Etelser in den letzten Minuten Gas und drückten auf den Sieg. Den hatte der eingewechelte Jens Finger zweimal in der Hand, als er zunächst aus 16 Metern freistehend über den Kasten hob (90.+1) und eine Minute später mit einem Schrägschuss in Felix Kirchhoff seinen Meister fand. Meckelfelds Keeper hatte zuvor auch prächtig gegen Bastian Reiners (80.) pariert.

Und wer weiß, wie sich die Partie entwickelt hätte, wenn David Willms schon in der dritten Minute einen Strafstoß (Foul von Torwart Daniel Büchau gegen Marius Wilms) nicht neben den Kasten gesetzt hätte. So gingen die Platzherren in der 29. Minute durch Luca-Homanns trockenen Schuss aus 15 Metern in den Winkel 1:0 in Führung. Der Ball war ihm nach einem Zweikampf zwischen Alexander Ruf und Nico Reinecke vor die Füße gefallen. Das 1:1 durch David Willms Schrägschuss ins lange Eck (39.) ermöglichten die Etelser mit einem Fehler. Letztlich verdiente sich der Aufsteiger das Remis mit starker Defenisvarbeit über volle 90 Minuten.

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