Oytens aufopferungsvoller Kampf gegen Potsdam

Finale furioso: Max Borchert rettet hoch verdienten Punkt - 29:29

Völlig ausgepumpt, aber überglücklich feierten die Oytener A-Jugendlichen ihren späten Ausgleichstreffer gegen Potsdam.

Oyten - Von Kai Caspers. Was für ein Finale! Acht Sekunden vor dem Ende nahmen die Gäste vom VfL Potsdam bei einer 29:28-Führung am eigenen Tor ihre Auszeit. Und in der Pestalozzihalle in Oyten herrschte große Stille. Aber die war nicht von langer Dauer. Denn nach einem Aussetzer des VfL schaltete Timo Blau gedankenschnell und bediente Max Borchert. Der bekam den Ball zwar gar nicht richtig zu fassen, doch das interessierte letztlich keinen mehr, da sein Wurf irgendwie doch im Tor landete und der A-Jugend des Handball-Bundesligisten TV Oyten doch noch den hoch verdienten 29:29 (17:14)- Ausgleich bescherte.

Der direkt danach erfolgte Abpfiff – er ging im kollektiven Jubel regelrecht unter. Als Einpeitscher fungierte dabei Borchert. Immer wieder riss er seine Arme in die Höhe und schrie seine Freude heraus. Sein erster Gratulant dürfte vermutlich Mohamed Sibahi gewesen sein. Denn er hatte kurz zuvor bei einem Gegenstoß der Oytener den Kopf verloren und völlig unnötig aus 12 Metern abgeschlossen. 

Damit schien die Niederlage eigentlich besiegelt. „Aber das wäre nicht verdient gewesen. Für mich geht das Unentschieden auch in Ordnung. Denn wir haben einem starken Gegner alles abverlangt und uns für unseren enormen Einsatz belohnt. Daher gehen wir mit einem guten Gefühl in die Pause“, zeigte sich Oytens Trainer Thomas Cordes zufrieden.

Das konnte er auch. Denn entgegen den vergangenen Auftritten waren die Gastgeber sofort drin in der Partie und zeigten vor allen Dingen über die gesamten 60 Minuten eine konstante Leistung. Vor allen Dingen in der Deckung wurde konsequent gearbeitet. Aber auch in der Offensive hatte das Cordes-Team einiges zu bieten. Vor allen Dingen Max Borchert und Niko Korda waren vom VfL kaum in den Griff zu bekommen und hatten maßgeblichen Anteil am 17:14 zur Pause. 

Direkt nach dem Wechsel hatte es zunächst sogar den Anschein, als sollte die Partie zugunsten der Gäste kippen können. „Wir haben etwas gebraucht, um uns auf die neue Deckung einzustellen“, erklärte Cordes das schnelle 18:18 (35.). Erst nach einer Auszeit lief es wieder besser und der TVO erkämpfte sich die Führung zurück. 

Allerdings hatte das einiges an Kraft gefordert, die in der Schlussphase etwas in der Deckung fehlte. Das nutzte Lukas Hopp auf Potsdamer Seite gnadenlos aus und brachte den VfL mit seinen Krachern und dem 29:28 scheinbar auf die Siegerstraße. Aber da hatten die Gastgeber in Person von Max Borchert etwas dagegen und glichen noch aus.

TV Oyten Vampires: Köhlmoos, Lüdersen - Seliger, Brandt, Blau (2), Sibahi (4), Timmermann, Borchert (10/2), Fischer, Hencken (1), Korda (11/4), Tiller (1), Grittner, Brüns.

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