TSV Bassen mit glücklichem 2:1-Erfolg im Kreisderby gegen spielerisch besseren MTV Riede

Fikret Karaca macht den Unterschied

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Bassens Florian Thiel scheitert hier per Kopf an Riedes Keeper Marcel Bremer.

Von Frank von StadenBASSEN/RIEDE · Um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga in trockene Tücher zu bringen, muss sich der TSV Bassen gewaltig steigern.

Auch im zweiten Spiel nach der Winterpause bekleckerte sich der Primus alles andere als mit Ruhm und schrammte gegen einen sehr starken Kreisrivalen vom MTV Riede nur haarscharf an der zweiten Saisonniederlage vorbei. Letztlich reichte eine ordentliche zweite Halbzeit, um einen schmeichelhaften 2:1 (0:1)-Erfolg auf der Habenseite zu verbuchen. Matchwinner war in dieser Partie ohne Zweifel der zur Halbzeit eingewechselte Routinier Fikret Karaca, der zwei dicke Abwehrpatzer der Gäste eiskalt ausnutzen konnte.

Klar, dass sich die Rieder nach dem Abpfiff enorm ärgerten. Denn erneut lieferten sie an der Dohmstraße eine überzeugende Leistung ab, zeigten sich über weite Strecken als das spielerisch bessere Team, standen aber dann doch mit leeren Händen da. „Schade, dass wir uns nicht belohnen konnten. Zur Halbzeit müssen wir deutlicher führen, dann läuft dieses Spiel ganz anders“, haderte da später Riedes Coach Uwe Bischoff (Spartenleiter Frank Lindenberg: „Wir wollen unbedingt mit ihm verlängern. Er ist ein Glücksfall für den MTV!“) mit der fahrlässigen Chancenverwertung seines Teams. So konnten sich die Bassener, die im ersten Abschnitt völlig neben sich standen, bei ihrem Keeper Christian Rathjen bedanken, dass es „nur“ 0:1 hieß. Bereits in der fünften Minute ließ sich Kevin Sammann auf der Außenbahn vom Ex-Bassener Michael Tran abkochen, dessen Flanke wuchtete Hagen Röpke („Dies ist definitiv meine letzte Saison. Da kann kommen, was will“) völlig freistehend in die Maschen. Danach besaß der Oldie noch zwei weitere Großchancen, zudem rettete Mark Moffat nach einem Lindenberg-Kopfball auf der Linie (43.). Was auffällig war: Im Gegensatz zu den Hausherren hatten die Blau-Weißen einen Plan, den sie konsequent befolgten. So zwangen sie die Grün-Roten immer wieder zu langen Bällen, die für die Angreifer Gift waren.

Bassens Trainer Marco Holsten reagierte zur Pause, brachte neben Karaca auch noch Stürmer Tobias Stripling. Und schon lief es viel besser bei den Platzherren. Die zwei Tore, die sie dann allerdings noch erzielen durften, waren eher zwei Geschenken der Rieder geschuldet. Erst verdaddelte Marc Lindenberg leichtfertig das Leder im 16er, Karaca brauchte da nur noch Danke sagen (61.). Wenig später ließ dann Nils Krüger eine Sammann-Flanke vorbeirauschen, wieder war Karaca zur Stelle – 2:1 (72.).

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